20-05-2014, 00:12
(20-05-2014, 00:01)Keksdose schrieb:(19-05-2014, 23:41)Gundi schrieb: Mal im Ernst: "Anders sein" ist doch heutzutage, zumindest in den Städten, eigentlich schon voll akzeptiert. Zumindest was das äußerliche Andersein angeht.
Das eine Conchita Wurst den ESC gewinnt, ist aber noch immer bemerkenswert genug, um über die Ländergrenzen hinweg heiße Diskussionen loszutreten und teilweise auch durchaus sehr beleidigend zu werden. Hier im Forum scheinen das ja auch nicht alle ganz super zu finden.
Ja. Es scheint fast so, als seien die Berührungängste mit Menschen die vor allem in sexueller Hinsicht "anders" sind besonders groß.
Beispielsweise gibt es mittlerweile ja recht viele bekannte Homosexuelle. Dennoch ist dies für viele im "real life" noch immer ein Problem.
(20-05-2014, 00:01)Keksdose schrieb:(19-05-2014, 23:41)Gundi schrieb: Man könnte auch sagen, die Öffentlichkeit erleichert es diesen Menschen, sich wirklich so zu geben wie sie möchten. Personen des Showbuisness und der Popmusik werden doch oftmals völlig anders von der Mehrheit betrachtet/bewertet als der "normale" Bürger.
Du meinst, deren Auftreten wäre anderen "Abweichlern" ohnehin kein Trost, weil die Akzeptanz sich auf das öffentliche Leben beschränkt? Könnte natürlich sein, aber ich vermute eher, dass das so abläuft: Sie sind plötzlich öffentlich präsent, es gibt einen Aufschrei, sie sind weiter präsent, sie werden langweilig, wir sind dran gewöhnt -> und gut is'.
Oh, dem "Abweichler" kann dies natürlich Trost und auch Kraft geben, keine Frage. Und auch die öffentliche Meinung kann sich dadurch ändern, wie du es beschreibst.
Nur wird es der Unbekannte in seiner Schulklasse vermutlich dennoch schwerer haben, als der berühmte Star. Das meinte ich; Öffentlichkeit kann auch Schutz sein, da die Erwartungen der Menschen andere sind (bzw. sein können).
