(07-11-2016, 09:37)Sinai schrieb:(07-11-2016, 00:16)Ulan schrieb: Sie finden sich einfach damit ab, dass das da steht
Das war ja schon immer der beste Leitfaden.
Es ist die Erkenntnis, dass man einen guten Grund haben muss, diese Uebersetzung anzuzweifeln. Den sehe ich nicht, weder bei Dir noch bei Rabbi Shimon ben Jochai. Deinen farbigen Beispielen von Dingen, die Du als "denkunmoeglich" siehst, fehlt leider der Bezug zum Text, um den es hier geht. Die heutigen Uebersetzungen sind so gewaehlt, weil sie besser in den Kontext passen.
Was voellig anderes ist natuerlich die Interpretation, die man daraus zieht. Ich habe das Prinzip des Midrasch angesprochen. In diesem Sinne kann man diese Stelle natuerlich auf menschliche Richter uebertragen (was ja auch bei Johannes geschieht), auch wenn da im Original etwas anderes steht. Man muss sich nur davor hueten, die eigenen theologischen Auslegungen in die Uebersetzung rueckzuprojizieren. Fuer Auslegungen gibt es den Talmud.
Es ist uebrigens an vielen Stellen im NT der Fall, dass AT-Zitate eine etwas, sagen wir mal, eigenwillige Interpretation erfahren.

