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Berufswahlansprüche der Studierten
#19
(26-12-2016, 11:40)Ulan schrieb: Es waere nach natuerlich schoener, wenn ... der Arbeitsmarkt etwas durchlaessiger waere.
Hier braucht man fuer alles den exakt richtigen Schein.
...mit einer Ausbildung auch etwas Fachfremdes machen, ... wenn's nichts genau Passendes gibt.

zu B)  Ein Akademiker hat immernoch mehr Arbeitsauswahl als ein Nichtakademiker!
Die ArbeitsAUSWAHL


Die Berufswahl erfolgt leider nur nach Berufsgruppen, würde es zusätzlich auch ein System geben das nach ALLEN Fähigkeiten sortiert, könnte leichter eine Arbeit gefunden werden.

Ein Berufsfremder kennt sich nicht in allen Arbeitsaufgaben aus, aber er könnte sicher einige Handgriffe, Arbeitsschritte erledigen.
Dazu müssten die Betriebe eine Aufgabenbereichsliste erstellen, nach denen dann ein Arbeiter gefunden und gesucht werden kann.
Jeder Beruf hat, denke ich, immer auch Aufgaben, also Arbeitsschritte, die zwar zum Beruf gehören, die aber nicht das HauptWissen erfordern und leicht von einem Berufsfremden auszuführen sind.
Sowas wie ein Vorarbeiter, damit der der die eigendliche FachArbeit macht und wirklich das FachWissen braucht, schneller erledigen kann.

Jeder Beruf bedingt eine Quallifikation und hat zudem viele Nebenarbeiten die der quallifizierten Handlung vorrausgehen.
Beispiel:
Zum Berufsbild einer Floristin ist es Bedingung alle Anfertigungsarbeiten zu beherschen, das Versorgen der Blumen, das Anschneiden nach dem Einkauf usw., bedingen dieses Können nicht.
Das Beispiel ist zwar nicht gut genug, weil ein kleiner Blumenladen nicht täglich soviele Aufträge hat um da eine Ungelernte Kraft einstellen zu können, aber meinen Gedanken verdeutlicht es denke ich schon.
Ich habe Floristin gelernt und zu den extremen Tagen wie z.B. Muttertag, haben wir uns eine Arbeitsaufteilung gegeben um besser über einem Handgriff bleiben zu können.
Es geht schneller wenn jemand sich nur um die Aufträge kümmert und ein andere um die Versorgung der Ware, dem Aufräumen und Kundenbedienen usw..

Gäbe es also eine Möglichkeit einen Beruf auch nach Arbeitsschritten zu finden, könnten vielleicht mehr Menschen zumindest in einen anderen Beruf als Taxifahrer oder Putzfrau eine Arbeit finden.

Gerade jetzt wo viele Flüchtlinge auch Arbeit brauchen, wäre es m.E. gut, wenn Betriebe Fähigkeiten vergeben und nicht nur Berufe.

Ich habe 9 Jahre als Reinigungskraft gearbeiten weil ich als Floristin nicht mehr arbeiten kann.
Nun kann ich auch nicht mehr als Reinigungskraft Arbeiten weil ich ein Problem mit dem Rücken habe.
Jetzt weiß ich nicht was ich demnächst Arbeiten kann, weil ich keine anderen Quallifikationen habe.
Die Aufgabenbereiche anderer Berufe kenne ich ja nicht und kann somit nicht nach Aufgabenbereiche suchen.
Wenn ich die Aufgabenbereiche wissen will, brauche ich schon wieder die Berufsbezeichnung, die kenne ich aber auch nicht alle!
Meinem Hirn sind also Grenzen gesetzt überhaupt mitdenken zu KÖNNEN.
Ich kann nicht wissen was ich noch machen KÖNNTE. Ich weiß nur was ich KONNTE.
Um also auch Menschen wie in meinem Fall, das Arbeitsfinden zu erleichtern, müsste es eine weitere Sotierung nach den Fähigkeiten geben, weil nur mit dem Namen, der Berufsbezeichnung kann mein Hirn nichts anfangen.
Das das stimmt, was ich sage, kann man auch beim Kant lesen verstehen, die Verstandesbegriffe können nur aus Erfahrung verstanden werden.
Ich habe nicht die Erfahrung aller Berufe auf der Welt, also nutzt mir der Begriff einer Berufsbezeichnung nichts!

Also, eine Arbeit besteht aus FachQuallifikation und viele Handgriffe die ggf nur eine einfache Fähigkeit brauchen.
Um diese vielen Fähigkeiten INNERHALB der vielen Berufe zu finden bräuchte es ein anderes "Arbeits-such-find-System".
Ein Rückenkranker hat logisch die Fähigkeit verloren sich 8 Stunden am Tag in jede Ecke bücken zu können.
Fähigkeiten nach Körper, Geist und Seele:
"Seele" ist hier z.B. die Fähigkeit alten Menschen liebevoll pflegen zu können.
"Geist" ist eine Fähigkeit die ein Mitdenken erfordert, also z.B. Deutschkenntnisse.
"Körper" ist die Fähigkeit der Bewegung und damit alle Berufe in denen der Körpereinsatz Bedingung ist.

Übrigens ich hatte einen Umschulungsantrag gestellt, mir wurde gesagt dass ich auch nach meiner Rücken OP (eine Versteifung LW5) immernoch als Putzfrau arbeiten könne.
In Amtangelegenheiten sind also n.E. nicht immer Logik und KI vorhanden, zumindest nicht aus meiner Sichtweise.

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RE: Berufswahlansprüche der Studierten - von Adamea - 27-12-2016, 10:28

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