19-01-2017, 21:36
Mag sein, daß ich ein wenig radikal klinge und durchaus auch ein gewisses Maß an Dogmatismus zeige. Ich bin eben praktisch genauso fest davon überzeugt, daß es keinen Gott gibt (sagen wir 99,999999999 %), wie Fundamentalisten überzeugt sind, daß es ihn gibt.
Nur finde ich, streiten die deutlich besseren Argumente für meine Seite, aber das mag jeder Leser selbst beurteilen. Ich geh grundsätzlich rational, wissenschaftlich vor, d.h. Hypothese, Vorhersage, Test. Besteht die Hypothese den Test nicht, wird sie durch eine andere ersetzt, besteht sie den ersten Test folgen weitere bis die Hypothese scheitert.
Grundsätzlich stört mich eine private religiöse Überzeugung nicht, soll jeder glauben was er will. Mein Problem beginnt aber dann, wenn es durch organisierte Religion zu Einflußnahmen auf das Leben der Menschen kommt, die (aus meiner subjektiven Sicht) negativ für die Gesellschaft sind. Natürlich kann man zu bestimmten Thesen verschiedener Meinung sein, das ist Demokratie. Jedoch gibt es für mich Grenzen, die ich aus ganz grundsätzlichen rationalen Überlegungen heraus für unannehmbar halte.
Als Beispiel:
Ich selbst bin nicht homosexuell, ehrlich gesagt, finde ich den Gedanken an zwei sich küssende Männer auch abstoßend, als heterosexueller Mann finde ich hingegen zwei sich küssende Frauen sexuell erregend, bin eben ein Mann...
Aber unabhängig von meinen persönlichen Vorlieben darf es keinerlei Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Präferenzen geben. In unserem Land gibt es diese Diskriminierung aber, wenn auch deutlich schwächer als früher. Es gibt keine "Ehe" für homosexuelle Paare, nur eine "Lebenspartnerschaft". Die ist zwar weitgehend rechtlich gleichgestellt, aber eben nicht 100%. Und diese Entwicklung mußte gegen massiven Widerstand, vor allem der katholischen Kirche durchgesetzt werden.
Und wer dem widersprechen will, hier ein Auszug direkt aus dem Vatikan: http://www.vatican.va/roman_curia/congre...ns_ge.html :
"Die »sexuelle Orientierung« stellt keine Eigenschaft dar, die im Bezug auf die Nichtdiskriminierung mit Merkmalen wie Rasse, ethnischer Herkunft, usw. vergleichbar wäre (vgl. Schreiben, Nr. 3). Im Unterschied zu diesen ist die homosexuelle Orientierung eine objektive Unordnung und gibt in moralischer Hinsicht Anlaß zur Sorge.
11.Es gibt Bereiche, in denen es keine ungerechte Diskriminierung ist, die sexuelle Veranlagung in Betracht zu ziehen, wie z.B. bei der Zuweisung von Kindern zur Adoption oder bei der Auswahl von Pflegeeltern, der Einstellung von Sportlehrern, oder im Militärdienst.
12. Homosexuelle Personen haben als menschliche Personen dieselben Rechte wie alle anderen Menschen, und ihre Personenwürde darf keinesfalls verletzt werden (vgl. Nr. 10). Abgesehen von den anderen Rechten haben alle Menschen das Recht auf Arbeit, auf Wohnung usw... Doch nichtsdestoweniger sind dies keine absoluten Rechte. Sie können aufgrund eines Verhaltens, das objektiv als ungeordnet zu bezeichnen ist, zu Recht eingeschränkt werden. Dies ist zuweilen nicht nur rechtmäßig, sondern verpflichtend, und zwar nicht nur im Falle schuldigen Verhaltens, sondern auch im Falle von Handlungen geistig oder körperlich kranker Menschen. So wird es ja auch akzeptiert, daß der Staat z.B. im Falle von Menschen, die ansteckende Krankheiten haben oder geistig krank sind, die Ausübung von Rechten einschränken kann, um das Allgemeinwohl zu schützen."
Hier wird also eine auf - tut mir leid - religiösen Schwachsinn begründete Meinung entgegen allen Menschenrechten zur massiven Einflußnahme auf Politiker verwendet.
Dem trete ich entgegen und das bekämpfe ich, das ist widerlich.
Auch darf man Kindern nach meiner Auffassung keine unbewiesenen (und noch dazu völlig unwahrscheinlichen) Annahmen als Fakten verkaufen, wie es im Religionsunterricht geschieht. Und das ist leider so, habe ich selbst erlebt und bei Kindern von Bekannten ebenso.
Da könnte auch jeder Nazi kommen, in die Schule gehen und den Holocaust leugnen, weil er meint, die Beweise dafür reichen nicht. Oder Astrologen erzählen in der Schule, die Sterne beeinflussen das Schicksal und jeder soll jeden Tag ein Horoskop kaufen. Und warum überhaupt werden Kinder nach der Religion der Eltern getrennt unterrichtet? Dann kann man ja auch in Gesellschaftslehre/Sozialkunde die Kinder der Konservativen, der Sozialisten, der Liberalen und der GRünen, der Linken und der Rechten getrennt unterrichten und die jeweilige Partei stellt den Lehrer. Und im Biologiunterricht bekommen die muslimischen Kinder und die der Zeugen Jehovas Kreationsimus gelehrt (ist offizielle Meinung der ZJ und der meisten Imame).
Das sind meine Probleme mit den Kirchen.
Solange die Kirchen sich darauf beschränken, Menschen in Krisen zu helfen und das selbst alleine durch ihre Mitglieder finanzieren, alles ok, aber eben keine Indoktrinierung der Politik und der Kinder, ich fordere ja auch kein Unterrichtsfach "Atheismus".
Nur finde ich, streiten die deutlich besseren Argumente für meine Seite, aber das mag jeder Leser selbst beurteilen. Ich geh grundsätzlich rational, wissenschaftlich vor, d.h. Hypothese, Vorhersage, Test. Besteht die Hypothese den Test nicht, wird sie durch eine andere ersetzt, besteht sie den ersten Test folgen weitere bis die Hypothese scheitert.
Grundsätzlich stört mich eine private religiöse Überzeugung nicht, soll jeder glauben was er will. Mein Problem beginnt aber dann, wenn es durch organisierte Religion zu Einflußnahmen auf das Leben der Menschen kommt, die (aus meiner subjektiven Sicht) negativ für die Gesellschaft sind. Natürlich kann man zu bestimmten Thesen verschiedener Meinung sein, das ist Demokratie. Jedoch gibt es für mich Grenzen, die ich aus ganz grundsätzlichen rationalen Überlegungen heraus für unannehmbar halte.
Als Beispiel:
Ich selbst bin nicht homosexuell, ehrlich gesagt, finde ich den Gedanken an zwei sich küssende Männer auch abstoßend, als heterosexueller Mann finde ich hingegen zwei sich küssende Frauen sexuell erregend, bin eben ein Mann...
Aber unabhängig von meinen persönlichen Vorlieben darf es keinerlei Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Präferenzen geben. In unserem Land gibt es diese Diskriminierung aber, wenn auch deutlich schwächer als früher. Es gibt keine "Ehe" für homosexuelle Paare, nur eine "Lebenspartnerschaft". Die ist zwar weitgehend rechtlich gleichgestellt, aber eben nicht 100%. Und diese Entwicklung mußte gegen massiven Widerstand, vor allem der katholischen Kirche durchgesetzt werden.
Und wer dem widersprechen will, hier ein Auszug direkt aus dem Vatikan: http://www.vatican.va/roman_curia/congre...ns_ge.html :
"Die »sexuelle Orientierung« stellt keine Eigenschaft dar, die im Bezug auf die Nichtdiskriminierung mit Merkmalen wie Rasse, ethnischer Herkunft, usw. vergleichbar wäre (vgl. Schreiben, Nr. 3). Im Unterschied zu diesen ist die homosexuelle Orientierung eine objektive Unordnung und gibt in moralischer Hinsicht Anlaß zur Sorge.
11.Es gibt Bereiche, in denen es keine ungerechte Diskriminierung ist, die sexuelle Veranlagung in Betracht zu ziehen, wie z.B. bei der Zuweisung von Kindern zur Adoption oder bei der Auswahl von Pflegeeltern, der Einstellung von Sportlehrern, oder im Militärdienst.
12. Homosexuelle Personen haben als menschliche Personen dieselben Rechte wie alle anderen Menschen, und ihre Personenwürde darf keinesfalls verletzt werden (vgl. Nr. 10). Abgesehen von den anderen Rechten haben alle Menschen das Recht auf Arbeit, auf Wohnung usw... Doch nichtsdestoweniger sind dies keine absoluten Rechte. Sie können aufgrund eines Verhaltens, das objektiv als ungeordnet zu bezeichnen ist, zu Recht eingeschränkt werden. Dies ist zuweilen nicht nur rechtmäßig, sondern verpflichtend, und zwar nicht nur im Falle schuldigen Verhaltens, sondern auch im Falle von Handlungen geistig oder körperlich kranker Menschen. So wird es ja auch akzeptiert, daß der Staat z.B. im Falle von Menschen, die ansteckende Krankheiten haben oder geistig krank sind, die Ausübung von Rechten einschränken kann, um das Allgemeinwohl zu schützen."
Hier wird also eine auf - tut mir leid - religiösen Schwachsinn begründete Meinung entgegen allen Menschenrechten zur massiven Einflußnahme auf Politiker verwendet.
Dem trete ich entgegen und das bekämpfe ich, das ist widerlich.
Auch darf man Kindern nach meiner Auffassung keine unbewiesenen (und noch dazu völlig unwahrscheinlichen) Annahmen als Fakten verkaufen, wie es im Religionsunterricht geschieht. Und das ist leider so, habe ich selbst erlebt und bei Kindern von Bekannten ebenso.
Da könnte auch jeder Nazi kommen, in die Schule gehen und den Holocaust leugnen, weil er meint, die Beweise dafür reichen nicht. Oder Astrologen erzählen in der Schule, die Sterne beeinflussen das Schicksal und jeder soll jeden Tag ein Horoskop kaufen. Und warum überhaupt werden Kinder nach der Religion der Eltern getrennt unterrichtet? Dann kann man ja auch in Gesellschaftslehre/Sozialkunde die Kinder der Konservativen, der Sozialisten, der Liberalen und der GRünen, der Linken und der Rechten getrennt unterrichten und die jeweilige Partei stellt den Lehrer. Und im Biologiunterricht bekommen die muslimischen Kinder und die der Zeugen Jehovas Kreationsimus gelehrt (ist offizielle Meinung der ZJ und der meisten Imame).
Das sind meine Probleme mit den Kirchen.
Solange die Kirchen sich darauf beschränken, Menschen in Krisen zu helfen und das selbst alleine durch ihre Mitglieder finanzieren, alles ok, aber eben keine Indoktrinierung der Politik und der Kinder, ich fordere ja auch kein Unterrichtsfach "Atheismus".

