(22-01-2017, 12:16)Adamea schrieb: 1)
EBEN weil die Wissenschaft wesensverschieden sind und eben nicht das nicht überprüfbare prüfen können, kann ein Wissenschaftler oder Atheist keine Beweise einfordern.
Warum sollte ein Gläubiger zu etwas in der Lage sein, dass die Wissenschaft auch nicht kann?
Ein Gläubiger verlangt auch für sich selbst keinen Beweis, er hat je eben die Kraft des Glauben könnens. Warum sollte er sich überhaupt um einen Beweis bemühen?
Nun, bei dieser Frage sollte man aber anmerken, dass die meisten Streite zwischen Wissenschaft und Glauben dann auftreten, wenn Glaeubige Aussagen machen, die sich auf wissenschaftliche Fragen beziehen, also einen Kategorienfehler begehen. Als Beispiel sei genannt der Kampf von Kreationisten gegen die Evolutionstheorie, was ja auch hier im Forum zu sehr langen Threads gefuehrt hat. Es gibt halt Leute - auch hier im Forum - die an die woertliche Richtigkeit der Bibel glauben, und diesen Glauben setzen sie gegen die wissenschaftliche Erkenntnis. Sie ignorieren dabei voellig, dass weder der Schoepfungsbericht im Buch Genesis noch die Thesen der Kreationisten die Welt, wie wir sie heute haben, erklaeren koennen, jedenfalls nicht, wenn man sie beim Wort nimmt; und da kann man sie natuerlich wissenschaftlich widerlegen. Fairerweise muss man natuerlich anmerken, dass die meisten Glaeubigen kein Problem damit haben, Wissenschaft (einschliesslich der Evolutionstheorie) mit ihrem Glauben zu vereinbaren. Das gilt auch fuer beide deutschen Grosskirchen.
Zum anderen gab's natuerlich auch schon viele Versuche seitens der Wissenschaft, uebersinnliche Phaenomene nachzuweisen, die, wenn sie in diese Welt eingreifen, da sie dann nicht mehr transzendent sondern immanent sind, einer wissenschaftlicher Ueberpruefung zugaenglich werden. All diese Versuche waren erfolglos.
Ein weiterer Konfliktpunkt zwischen Glaube und Wissenschaft ist die Untersuchung der Bibel als Literatur, also z.B. die Aufschluesselung ihrer Entstehungsgeschichte. Auch hier sind natuerlich wieder meist nur Glaubige im Clinch damit, die daran glauben, die Bibel sei so etwas wie das diktierte Wort Gottes. Hier ist das Unbehagen unter Glaeubigen wohl verbreiteter, auch wenn diese Forschungen eigentlich fast nur von Christen selbst durchgefuehrt werden.
Wenn's andererseits aber reine Glaubensfragen sind, die auch bei Glaubensfragen bleiben, dann hat Wissenschaft dazu nichts zu sagen, wie z.B bei Fragen zur Natur Gottes. Also, wenn es um die grossen Streite zwischen der Roemisch-Katholischen Kirche und den Orthodoxen Kirchen geht, ob man beim Glaubensbekenntnis nun ein "Filioque" hinzufuegt oder nicht (einer der beiden Hauptstreitpunkte, warum die Kirchen nicht miteinander koennen), dann hat die Wissenschaft dazu in der Tat nichts beizutragen. Das muessen die Glaeubigen unter sich ausmachen.

