22-01-2017, 20:01
Nochmal ein paar Takte zum Verhältnis von Glaube und Wissenschaft. Sagen wir neutraler von Weltanschauung und Sachwissen.
Beim Sachwissen gibt es zwei wesentlich verschiedene Methoden: Die logisch-induktive (im Wesentlichen mathematische) und die empirische (Beobachtung, Experiment). Im Grunde hat die logisch-induktive Methode mit der Welt nichts zu tun. Nur sind Mathematiker und theoretische Physiker zugleich Leute, die ungern geistige Akrobatik betreiben ohne praktischen Nutzen. Deswegen werden die Objekte des Definierens und Operierens so angepasst, dass damit empirische Vorgänge modelliert werden können. Letztlich entscheidet das Experiment, das auch astronomische Vorgänge einschließt, ob ein mathematisches Objekt etwas Reales beschreibt oder nicht.
Im Gegensatz dazu besteht die Weltanschauung aus gesellschaftlichen Vereinbarungen, die soweit gehen, dass einige Individuen in Verkennung der Aufgabe eine persönliche Beziehung zu Gott errichten (im ihrem Inneren oder als Hausaltar). Oftmals ist an den Dingen, die "man tut" oder "lässt" erkennbar, was wir kollektiv fürchten oder wünschen. Nichts davon muss mit der Sachebene zu tun haben. Es gibt keinen sachlichen Grund, das überbordende Leben der Menschheit zu schützen. Die paar Kapitaldelikte sind sachlich gesehen unwichtig. Selbst Kriege haben (bisher) der globalen Menschenmenge keinen Schaden zugefügt. Gleichwohl sind Kapitaldelikte die am härtesten verfolgten.
Menschen wollen Gewissheit, darum vereinbaren sie Sanktionen, wenn es ihnen "ans Leder" gehen könnte. Diese Gewissheit wird durch Weltanschauungen (möglichst vieler) vermittelt, selbst wenn es nicht stimmt.
Beim Sachwissen gibt es zwei wesentlich verschiedene Methoden: Die logisch-induktive (im Wesentlichen mathematische) und die empirische (Beobachtung, Experiment). Im Grunde hat die logisch-induktive Methode mit der Welt nichts zu tun. Nur sind Mathematiker und theoretische Physiker zugleich Leute, die ungern geistige Akrobatik betreiben ohne praktischen Nutzen. Deswegen werden die Objekte des Definierens und Operierens so angepasst, dass damit empirische Vorgänge modelliert werden können. Letztlich entscheidet das Experiment, das auch astronomische Vorgänge einschließt, ob ein mathematisches Objekt etwas Reales beschreibt oder nicht.
Im Gegensatz dazu besteht die Weltanschauung aus gesellschaftlichen Vereinbarungen, die soweit gehen, dass einige Individuen in Verkennung der Aufgabe eine persönliche Beziehung zu Gott errichten (im ihrem Inneren oder als Hausaltar). Oftmals ist an den Dingen, die "man tut" oder "lässt" erkennbar, was wir kollektiv fürchten oder wünschen. Nichts davon muss mit der Sachebene zu tun haben. Es gibt keinen sachlichen Grund, das überbordende Leben der Menschheit zu schützen. Die paar Kapitaldelikte sind sachlich gesehen unwichtig. Selbst Kriege haben (bisher) der globalen Menschenmenge keinen Schaden zugefügt. Gleichwohl sind Kapitaldelikte die am härtesten verfolgten.
Menschen wollen Gewissheit, darum vereinbaren sie Sanktionen, wenn es ihnen "ans Leder" gehen könnte. Diese Gewissheit wird durch Weltanschauungen (möglichst vieler) vermittelt, selbst wenn es nicht stimmt.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

