(15-03-2017, 18:30)Gundi schrieb:(15-03-2017, 18:19)Adamea schrieb: Kant meint dass wenn man die Glückseligkeit zum Objekt machen würde, diese zu individuell sei.So wie ich es verstehe sagt Kant, dass es nicht möglich ist Glückseligkeit als objektive Richtschnur zu benennen, da eben jeder etwas anderes darunter versteht und dass nicht einmal die Setzung der allgemeinen Glückseligkeit (also quasi die Glückseligkeit einer Gesellschaft bzw. jedes einzelnen Mitgliedes dieser gesellschaft) davon unberührt bleibt, weil selbst da jeder eine eigene Meinung hat.
Imho hat er damit nicht völlig unrecht und wir erleben es ja insbesondere auch in der Politik. Da hat jedes Lager seine eigenen Vorstellungen von einer allgemeinen Glückseligkeit und wie man diese erreichen könnte.
Ich stimme dir allerdings zu, dass es sicherlich einen Konsens geben könnte, der sich schlicht an den Grundbedürfnissen der menschlichen Existenz orientiert.
Ja, ich habe Kant schon auch so verstanden.
Doch habe ich das Gefühl dass es nicht alles sein kann.
Da ein Mensch der nichteinmal die Grundbedürfnisse hat, regelrecht mitansehen muß wie andere Menschen mehr als das einfache Glück haben.
Diese Richtschnur müsste m.E. ihren Anfang am Einfachen Glück ansetzen, um eine faire Messung zu ermöglichen, wo anderes kann sie so also auch garnicht existieren, da sie ein verfälschtes Maß wäre.
Viele Menschen wissen doch garnichtmehr wie gut es ihnen geht.
Die bereits vorhandene Glückseligkeit wird von Menschen die ohne Not sind, nicht wahrgenommen.
Weil eben jeder etwas anderes unter Glückseligkeit versteht, müssten manche Menschen auch verstehen was es bedeutet nichteinmal die Grundbedürfnisse zu haben.
Die Glückseligkeit wenn sie ganz verstanden werden will, braucht das Verständis darüber wo Glück anfängt!
Ohne den Anfang zu erkennen, kann niemand die Wahrheit seines Glückes wirklich erkennen.
Ein Mensch der also zusehen muß wie andere regelrecht im Überfluß der Glückseligkeit sind, wärend er nicht einmal das einfache Glück hat, wird noch unglücklicher oder im schlimsten Fall vielleicht zum Dieb.
Um die Glückseligkeit zu messen muß man also m.E. die Richtschnur nur richtig ansetzen.
Die individuelle Glückseligkeit entsteht mit allen Dingen und Erfahrungen, wie z.B. das Vereisen können, also alles was man erwerben und genießen kann, darum ist der Mensch oft im Kaufrausch und Reisefieber.
Der Erlebnisdrang.
Arme Menschen haben wenger Erlebnisse, könnten aber Sehnsucht nach Erlebnissen haben.
Die Unzufriedenheit ist das Gegenteil der Glückseligkeit.
So läßt sich m.E. schon am Einkommen eines Menschen die Glückseligkeit messen. Das ist zwar immernoch ungenau, aber es filtert einiges logisch weg.
Ich kann mir z.B. keine Fehlkäufe leisten, und ich werden schon ungemütlich wenn mir jemand einen Schmarrn verkaufen will oder ein Produkt nicht hält was es verspricht.
Da kann ich nicht Glückselig sein, weil ich mich ausgebeutet fühle.
Ich mußte zusehen wie ein Ehepaar das Geld hat, sehr verschwenderisch Nahrungsmittel verderben lies. Das hat mich wahnsinnig geärgert, ich dachte sehr viel über Gerechtigkeit nach und darüber was ein einfaches Leben wert ist im gegenzug zu einem bessergestellten Menschen.
Das Wissen das alle Menschen gleich sind, ist m.E. nur reine Theorie, wirklich gelebt würde Gleichheit anders aussehen.
Da müsste die Arbeitskraft eines Menschen zum Notwendigen und etwas Glückseligkeit ausreichen.
Auf die ganze Welt gesehen, geht es uns hier in Deutschland zwar gut und jeder lebt aus dieser Sicht, die eine scheinbare ist, in Glückseligkeit.
Das ist m.E. ein Trugschluß, weil dieser Vergleich in eine andere Ebene geht!
Die Glückseligkeit, das Leben von Land zu Land/Nation ist m.E. nicht miteinander vergleichbar, das sind nur verschiedene Ausdrucksweisen einer Glückseligkeit oder dem Unglücklichsein /Unzufriedensein, innerhalb mehrerer Einheiten.
Das Jammern auf höherem Niveau ist m.E. nur innerhalb einer Einheit, also einem Land vergleichbar, nicht von Land zu Land.
Hier kann man keine Äpfel mit Birnen vergleichen auch wenn beide Früchte sind!
Nebenbei: Der letzte Satz ist eine Möglichekeit die 3 zu verstehen. 2 Verschiene Seinszustände (Apfel+Birne) aber beide Früchte, also 1 Sein.
Man muß also beim A+B vergleich ganz genau wissen WO dieser Vergleich stattfindet.
Eine Richtschnur, die Maß und so Einsich ist, zu verwenden bedingt das richte Ansetzen an einem richtigen Punkt.
Also muß eine Richtschgnur öfter und je nach Bereich angsetzt werden, wie eine Wasserwaage an mehreren Stellen und immerwieder angelegt wird um den Bau gerade und stabil zu erschaffen.
Wenn die eine Wand mit der Wasserwaage gemessen wird, bedeutet das nicht dass die Nebenwand ebenso gerade ist.
Alles muß spezifisch, seperat, differenziert...gemessen werden.
LG

