04-10-2017, 21:49
Ich hatte die Möglichkeit von Kategorienfehlern im Alles-Thread schon einmal erläutert. Es handelt sich in diesem Fall um die Auffassung der Religionen (seit altersher), dass Gott eine reale, messbare, prüfbare Größe (Person) sei. Das ist im philosophischen Sinne einfach falsch. Keine vorgestellte Figur (Theaterstück, Literatur, Mythos) hat nachprüfbare Eigenschaften, die man draußen in unserer Welt mit Messinstrumenten feststellen könnte - schlicht, weil sie Vorstellungen sind. Der Standpunkt ist philosophischer Natur, eine sprachliche Meta-Ebene, die sich mit Denkregeln beschäftigt.
Du musst schon schreiben, welche Eigenschaften ein Gott hat und dazu sagen, wie man dies nachprüfen kann. Anderenfalls ist "Gott" die mythologische Vorstellung, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Dort ist sie gerade nicht konkret, also Vorstellung.
Ich denke, es war anders: Mir ist nicht klar, welche Art Glaube in diesem Thread gemeint ist. Wenn es nur um mythologisch begründeten, religiösen Glauben geht, geht es sicher auch ohne.
Wenn aber allgemeiner von Denkweisen die Rede ist, die gesellschaftliche Regeln und soziales Verhalten beeinflussen, dann geht es nicht ohne diese.
(04-10-2017, 08:25)Adamea schrieb: Ein Gläubiger der glaubt dass Gott etwas Reales ist.Wenn du ernsthaft diskutieren willst, solltest du die Meta-Ebene der Erkenntnis (s. o.) nicht einfach ausblenden.
ABER OHNE dieses Glauben wäre Glauben doch kein Glauben mehr! DAS ist unrealistisch!
Du musst schon schreiben, welche Eigenschaften ein Gott hat und dazu sagen, wie man dies nachprüfen kann. Anderenfalls ist "Gott" die mythologische Vorstellung, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Dort ist sie gerade nicht konkret, also Vorstellung.
(04-10-2017, 08:25)Adamea schrieb: Die Atheisten wollen dass die Gläubige Gott tatkräftig in der Realität umsetzen?Ich wüsste nicht, dass davon die Rede gewesen ist! Du klagst immer mal wieder über "die Atheisten". Da sie die Gottesvorstellung vermeiden, haben sie das Problem nicht.
(04-10-2017, 08:25)Adamea schrieb: Glaube kann nur die real vorhanden geistige Aktivität des Menschen im eigenem Kopf sein. Dazu können sich gleichdenkende, also gleichgläubige logisch in der Welt der Realität, als eine Gemeinschaft zusammen treffen.Gut so! Dann sind wir uns bis hierher einig.
Glaube ist der Bau, das Gebäude, der Bau ist etwas Geistiges.
(04-10-2017, 08:25)Adamea schrieb: Die Realität besteht nicht nur darin dass sie materiel ist, sonderen Realität besteht auch darin dass diese "Materie" Geistiges ist.Falsch! Reales ist messbar, mindestens irgendwie prüfbar, hat Ort und Zeiten der Wirkung. Das ist ja das Problem. Vorgestelltes ist nicht messbar. Es handelt sich bestenfalls um zwischenmenschliche Vereinbarungen, die im Übrigen auch keiner Prüfung bedürfen. Man braucht ja nur nachzufragen oder zu -lesen.
Jeder Gedanke ist geistige Materie.
Das Glauben und alle Gläubige SIND in der Realität ALS Realität.
(04-10-2017, 08:25)Adamea schrieb: Der Kategorienfehler wird bei den Atheisten begangen, nicht bei den Gläubigen.Du führst ja deine Denkfehler direkt vor, Motto: Realität besteht auch darin, dass diese "Materie" Geistiges ist. Das genau ist "geistiger Kuddelmuddel". Reales ist immer von der Natur vorgegeben und mithin messbar. Dieses Wort (Reales) gehört nicht in die Kategorie des Vorgestellten (Theaters, Buches, Mythos).
(04-10-2017, 08:25)Adamea schrieb: Glaube hat sich in dieser Welt durch das Denken können erschaffen oder m.E. logisch ergeben.Das mag sein. Von meiner Seite war davon nicht die Rede. In der Sache: Ich weiß dies schlicht nicht.
Ich denke, es war anders: Mir ist nicht klar, welche Art Glaube in diesem Thread gemeint ist. Wenn es nur um mythologisch begründeten, religiösen Glauben geht, geht es sicher auch ohne.
Wenn aber allgemeiner von Denkweisen die Rede ist, die gesellschaftliche Regeln und soziales Verhalten beeinflussen, dann geht es nicht ohne diese.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

