10-02-2019, 00:20
(10-02-2019, 00:00)Sinai schrieb:(09-02-2019, 23:35)Ulan schrieb: In Mk6 wuerde Deine Uebersetzung dazu fuehren, dass auch die Sprechenden (also juedische Leute aus dem Ort, die ihn aus seiner Jugendzeit kennen) in dieselbe Gruppe fallen wie Jesu leibliche Familie
"juedische Leute aus dem Ort, die ihn aus seiner Jugendzeit kennen", sind im Kontrast zu den Glaubensbrüdern Jesu
Die engsten Vertrauten Jesu waren eben seine Mutter und seine Glaubensbrüder
Darum geht es nicht. Lies doch mal den Kontext (Luther 1912):
"1 Und er ging aus von da und kam in seine Vaterstadt; und seine Jünger folgten ihm nach. 2 Und da der Sabbat kam, hob er an zu lehren in ihrer Schule. Und viele, die es hörten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt dem solches? Und was für Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine Hände geschehen? 3 Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm.
4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn im Vaterland und daheim bei den Seinen."
Die beiden Gruppen, um die es hier geht, sind, einerseits, die Sprechenden, also Synagogenbesucher (Juden) aus seinem Heimatort, die ihn schon lange kannten die, andererseits, seine unmittelbare Familie (Mutter, Brueder, Schwestern) nennen, die wohl auch answesend sind. Das eine ist also "Vaterland", das andere "die Seinen". Alle diese Leute sind "Glaubensbrueder", da die Szene in der Synagoge spielt; also muss die Beschreibung der Familie ueber ein solches Verhaeltnis hinausgehen, hier also die leibliche Familie bezeichnen.
Deine Konstruktion ist kuenstlich. Dass Maria als leibliche Mutter dargestellt ist, bezweifelst Du nicht. Warum Du dann ploetzlich mitten in der Aufzaehlung die Kategorie wechseln willst, liegt doch nur an irgendwelchen Glaubenskonzepten, dass nicht sein kann was nicht sein darf. Sinn macht Deine Konstruktion offensichtlich keinen, wie bereits mehrfach festgestellt.

