(04-07-2019, 16:59)Holmes schrieb: Stimmt das? Ist die vegane Ernährung wirklich nicht gesund? Also vom Vitamin B12 Mangel gehört und eventuell noch ein Mangel an mineralien, aber die kann man ja Supplementieren oder sehe ich das falsch?
Ich halte sie jedenfalls für nicht gesünder als eine ausgewogene Ernährung, die überwiegend aus pflanzlichen und zu einem geringen Teil aus tierischen Lebensmitteln besteht.
Der Mensch ist ein Allesfresser. Das heißt, er hat im Laufe seiner Daseinsgeschichte immer alles gefressen, was ihm vor die Zähne gekommen war. Für eine Ernährung, die überwiegend aus pflanzlichen und zu einem geringen Teil aus tierischen Produkten besteht, ist er am besten angepasst. Man kann also durchaus annehmen, dass eine vegetarische Ernährung, ergänzt durch Milchprodukte und Eier oder sonstigen geringen Anteilen an tierischen Produkten, ernährungsphysiologisch von Vorteil wäre. Dass ein hoher Anteil von Fleisch und tierischen Fetten an der Gesamternährung eine der Ursachen von Wohlstandskrankheitsbildern ist, kann wohl nicht geleugnet werden.
Veganern kann es allerdings Mühe bereiten, bestimmte Nahrungsmittel, die sie mit essenziellen Aminosäuren, etc. versorgen sollen, in ausreichender Menge zu sich zu nehmen. Darüber hinaus muss bekanntermaßen Cobalamin (Vit B12) zugeführt werden. Wo der Vorteil gegenüber einer überwiegend vegetarischen und zum geringen Teil aus tierischen Produkten bestehenden Ernährung sein soll, erschließt sich mir nicht.
Ethisch begründet kann ich veganen Ernährungspraktiken hingegen durchaus was abgewinnen.
Da es kaum aussagekräftige Studien dazu gibt, ist das halt auch ein wenig eine Glaubensfrage. Siehe auch HIER (klick!).
MfG B.

