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relativierungsbedürftige Wundergeschichten
#36
Glaubensgewissheiten einschließlich der Akzeptanz des Wunderbaren müssen etwas Wunderbares sein. Allein, mir "kräuseln sich die Zehennägel". Denn Menschen mit solchen Gewissheiten verlieren den Zusammenhang mit ihren Mitmenschen und der Natur. Entweder ist der Mitmensch ein Bruder im Geiste oder ein Feind (jenseits der Mauer zum Göttlichen)! Ich denke, wir sind uns einig, dass solche Gewissheiten nicht der Weisheit (letzter) Schluss sein können.

(30-09-2019, 16:43)Burkl schrieb: Die Offenbarung hat ja viel mit der Eschatologie zu tun, also der Beschreibung des an sich Unbeschreiblichen, nämlich der neuen außerhalb der Raumzeit seienden Schöpfung.
Davon ist keine Rede! Denn der Gedanke der Raumzeit stammt aus dem 20. Jahrhundert. Raum und Zeit gab es damals nicht, sondern nur die "Welt", gemeint war im Wesentlichen die Erde und das irdische Geschehen einschließlich der menschlichen Taten und den Himmel, die Sphäre des Göttlichen bzw. das Reich Gottes.

(30-09-2019, 16:43)Burkl schrieb: Als "Barmherzigkeit" manifestiert sich die Heiligkeit Gottes nur im Zeitlichen. Genau genommen ist die schiere Existenz der Zeit bereits Aussage der Barmherzigkeit.
Das sehe ich komplett anders. Zeit ist Ausdruck materieller Wechselwirkungen. Es wird gerne vergessen, dass in unserer Welt Materie eben nicht nur tote "Klötze" sind, sondern Dinge, an denen und mit denen etwas geschieht. Wenn man so will, ist Materie "Geschehen".

(30-09-2019, 16:43)Burkl schrieb: Wäre Gott nur gerecht und nicht barmherzig, so wäre die Folge des Sündenfalls nicht der Fall des Menschen in Endlichkeit, Leid und Tod sondern dessen völlige Auslöschung gewesen.
Auch gut, dann hätten wir das Leben niemals kennen gelernt. Und?

(30-09-2019, 16:43)Burkl schrieb: Am Ende der Zeit, in der neuen zeitlosen Welt, da gibt es keine Umkehr mehr, der Seelenzustand steht fest, ist in seine Endgültigkeit gelangt. Die Mauer zwischen denen die bei Gott sind und denjenigen, die für immer von Ihm getrennt sind, steht unüberwindlich da (vgl. Offb 22,15).
Was für ein Alptraum! Welcher asoziale Seelenkrüppel denkt sich denn so etwas aus? Vom Gedanken der Menschwürde sind solche Bibelstellen offenbar weit entfernt. Man versteht fast, warum es Hexenverbrennungen und Kreuzzüge gegeben hat, an Stelle kontinuierlicher Weiterentwicklung humander Geisteshaltung einschließlich der Erforschung der Natur.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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RE: relativierungsbedürftige Wundergeschichten - von Ekkard - 30-09-2019, 20:10

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