Ulan schrieb:Burkl schrieb:"In dem Maße, wie die Welt ihrer christlichen Hoffnung enträt, bleibt ihr als Alternative nur jene Spielart des Materialismus, die wir kennen: das und sonst nichts. ..."
Klingt zwar erst einmal gut, aber das hat mit der Realitaet nur bedingt zu tun.
Sehe ich auch so, das mit der christlichen "Hoffnung" ist auch wieder so eine Sache, kann ich nix mit anfangen. Erfahrbare Erlösung mag Hoffnung auf ein großes Freisein wecken, aber Hoffnung sollte nicht an den Anfang gestellt werden.
Ulan schrieb:Das Christentum wird durch ganz andere Mythen ersetzt.
Das mit "Mythen" ist jetzt Deine Wertung. Das Interessante ist finde ich, dass viele mit der Kirche nicht mehr so viel zu tun haben wollen, aber trotzdem nicht ganz aufs Religiöse verzichten möchten. Seien wir doch mal ehrlich: das was die meisten Menschen von der Religion wollen, ist psychologischer Trost (a propos 'Hoffnung'). Das ist hart, aber so isses nunmal. Wir sind Menschen, und teils würde ich mich persönlich davon gar nicht ausschließen.
Aber in dieser Hinsicht immer nur die Kirche(n) zu kritisieren ist nicht ganz richtig. Wie lange ertragen wir modernen Menschen unsere Oberflächlichkeit noch? Dann bleiben nur noch Leid und Lebenskrisen, die dann hoffentlich zu einem inneren Weg führen, und wenns halt über MBSR ist.

