14-11-2019, 08:23
(13-11-2019, 23:42)Sinai schrieb: Du vermutest, daß "die meisten" Deutschen Physik und Chemie in der Schule ganz furchtbar fanden und es nie verstanden haben . . .
Sollte das zutreffen, dann wären diese Fächer aber stark zu durchforsten - und deren Nutznießer (die betreffende Lehrerschaft) ebenso.
In Amerika haben sie auch Physik und Chemie im College, aber sympathisch
Ohne diesen ganzen fürchterlichen Wust an Formeln und künstlich hochgehaltenem Leistungsdruck
Naturwissenschaften ohne Formeln sind nicht denkbar und sie gehören ab einem gewissen Niveau schlcht dazu. Das mag in der Grundschule noch funktionieren, darüber hinaus aber nicht.
Die Unis bemängeln doch bereits jetzt schon, dass das Niveau der Studienanfänger immer weiter sinkt.
Eltern können niemals vollwertig ausgebildete Lehrer mit ihrem fachlichen Hintergrundwissen ersetzen. Das ist doch ein Vorteil von Schulen: Im besten Falle werden die Kinder von Fachexperten unterrichtet, die nicht nur auf Prüfungen vorbreiten sondern auch Verständnis für eine Disziplin vermitteln.
Homeschooling hat immer die Gefahr, dass Dinge unter den Tisch fallen bzw. nicht richtig gelehrt werden. Ein mathematisch begabtes Kind hat nicht viel davon, wenn es mt 15 Jahren noch Kastanienmännchen mit den Eltern baut oder krude Schöpfungsmythen als Wahrheit gelehrt bekommt.
Schule ist auch ein wichtiger Gegenpol zu weltanschaulichen Indoktrinationen. Mal davon abgesehen, dass nicht alle Eltern die geistigen, finanzeillen und materiellen Mittel haben, ihre Kinder umfassend in allen Fächern auszubilden. Einem Abiturienten per se die Fähigkeit als Lehrkraft in Mathe, Physik, Chemie, Kunst, Sport, Musik, Kunst, Englisch, Geschichte, Wirtschaft etc. zu unterstellen ist imho fernab jedweder Realität.
(13-11-2019, 23:42)Sinai schrieb: Die Lehrer lassen heutzutage viele Schüler sitzen und verlängern dadurch das Gymnasium frech um ein weiteres Jahr. Arbeitsplatzbeschaffung!
Die Lehrerschaft in D ist politisch organisiert.
Sitzenbleiben ist nicht schlimm. Es wird nur immer so dargestellt.
(13-11-2019, 23:42)Sinai schrieb: Wenn die heute Erwachsenen sagen, daß sie das Zeug nie verstanden haben, ist es offenbar in dieser Intensität für Beruf und Alltag wertlos
Du solltest dich mal aus deiner Filterblase lösen. Für einen angehenden Mathematiker ist es keineswegs wertlos.
Schule vermittelt einen umfassenden Überblick über in verschiedenenen Disziplinen. Sie dient der allgemeinen Bildung. Es ist klar, dass nicht jeder alles davon hinterher auch im Beruf benötigt. Das ist aber auch nicht Ziel.
