03-07-2022, 03:05
Meine Beurteilung beruht nur auf dem Tora-Text. Jahwe selbst bezeichnet den Spott der Aegypter als den Grund, warum er seinen goettlichen Beschluss in die Tonne treten musste. Dein neues Zitat hat ausserdem nichts mit dem von mir Gesagten zu tun.
1. Von den Aegyptern ist in Deinem neuen Zitat keine Rede. Wir redeten ueber die Textstellen, in denen Jahwe seinen Gerichtsbeschluss zurueckziehen musste, weil er sonst von den Aegyptern bzw. anderen Voelkern (je nach Iteration) verspottet worden waere. Wenn er dagegen irgendeine Handhabe gehabt haette, haette die Bibel das wohl erwaehnt, bzw., Jahwe haette seinen Beschluss nicht zurueckziehen muessen. So aber musste er klein beigeben.
2. Dieses von Dir aus einer anderen Bibelstelle hervorgekramte Zitat ist ja wohl offensichtlich auch nie umgesetzt worden. Trotzdem geht es hier natuerlich um das zum fraglichen Zeitpunkt unserer Diskussion immer noch nicht eingeloeste Versprechen Jahwes an die Israeliten, und insofern geht's natuerlich, wie von mir gesagt, um Angelegenheiten, die direkt sein Volk betreffen, und bei seinem Volk beansprucht Jahwe natuerlich absolute Macht. Da der Kernbereich von Dtn geschrieben wurde, als die Israeliten bereits im Land herrschten, wenn auch unter einem assyrischen Oberkoenig, und da der Bibeltext hier den assyrischen Vasallenvertrag kopierte, schauen wir sowieso auf nachtraegliche Geschichtsklitterung. Dass die tatsaechlichen Ereignisse ganz anders aussahen (die Kanaaniter als Vergangenheit der Israeliten, die Jebusiter in den davidischen Staat und seine Priesterschaft eingegliedert, etc.), kommt noch dazu.
1. Von den Aegyptern ist in Deinem neuen Zitat keine Rede. Wir redeten ueber die Textstellen, in denen Jahwe seinen Gerichtsbeschluss zurueckziehen musste, weil er sonst von den Aegyptern bzw. anderen Voelkern (je nach Iteration) verspottet worden waere. Wenn er dagegen irgendeine Handhabe gehabt haette, haette die Bibel das wohl erwaehnt, bzw., Jahwe haette seinen Beschluss nicht zurueckziehen muessen. So aber musste er klein beigeben.
2. Dieses von Dir aus einer anderen Bibelstelle hervorgekramte Zitat ist ja wohl offensichtlich auch nie umgesetzt worden. Trotzdem geht es hier natuerlich um das zum fraglichen Zeitpunkt unserer Diskussion immer noch nicht eingeloeste Versprechen Jahwes an die Israeliten, und insofern geht's natuerlich, wie von mir gesagt, um Angelegenheiten, die direkt sein Volk betreffen, und bei seinem Volk beansprucht Jahwe natuerlich absolute Macht. Da der Kernbereich von Dtn geschrieben wurde, als die Israeliten bereits im Land herrschten, wenn auch unter einem assyrischen Oberkoenig, und da der Bibeltext hier den assyrischen Vasallenvertrag kopierte, schauen wir sowieso auf nachtraegliche Geschichtsklitterung. Dass die tatsaechlichen Ereignisse ganz anders aussahen (die Kanaaniter als Vergangenheit der Israeliten, die Jebusiter in den davidischen Staat und seine Priesterschaft eingegliedert, etc.), kommt noch dazu.

