27-11-2022, 23:10
(27-11-2022, 20:20)Ekkard schrieb:(27-11-2022, 16:58)Reklov schrieb: Auch Atome können diese Forderung erfüllen ... zumindest aus der Sicht "menschlichen" Urteilsvermögens.Welche Aussage kann über Atome gemacht werden, die für alle Zeit an jedem Ort gelten soll? Deren bloße Existenz ist langweilig - und vor allem nicht immer. Denn sie unterliegen Veränderungen bei Kernprozessen (im Urknall, in Kernkraftwerken, sogar im Weltall unter Beschuss durch die kosmische Strahlung, v. a. aber in Sternen) Und was ist mit radioaktiven Elementen?
Da ich kaum denke, dass Reklov weiss, was Du ansprichst, sage ich's deutlicher: "Aus der Sicht menschlichen Urteilsvermoegens" gab es die ersten 380.000 Jahre nach dem Urknall keine Atome, weshalb auch sie, genau wie der Raum, die aristotelische Forderung nicht erfuellen. Auch das mit der ueberall tiefsten Temperatur von 2,7 Kelvin, die Reklov oefter mal erwaehnt, faellt in dieselbe Kategorie, da das 380.000 Jahre nach dem Urknall etwa 3000 Kelvin waren.
Was bleibt, sind einige Naturkonstanten, und auch da sind wir nicht unbedingt bei allen sicher, dass die unveraenderlich sind. Auch die schoenen Zufaelle, die Reklov so imponieren - z.B. die Position der Erde in der habitablen Zone - aendern sich laufend, da die habitable Zone um die Sonne sich laufend nach aussen verschiebt und die Erde lange vor ihrem Untergang sterilisiert werden wird.
Wie immer geht's ihm um Ideen. Nur Ideen sind absolut, und fuer die Idee von Wahrheit gilt das letztendlich auch. Der Idee von Wahrheit zuzustreben ist sicherlich erstrebenswert, aber da Ideale unerreichbar sind, gelten sie bestenfalls als Wegweiser. Dafuer sind sie gut, aber sie sollten nicht zur Ueberhoehung missbraocht werden.

