(07-11-2023, 13:25)Athon schrieb:(07-11-2023, 11:48)Reklov schrieb: Eine schon immer existierende Information kann durchaus gedacht werden. Wie auch immer, - diese "Information" müsste zumindest rein "geistiger Natur" sein...
Warum "müsste" sie das? ETWAS (als Information), das schon immer existiert haben muss - weil es NICHTS nicht geben kann - kann auch rein materieller Natur sein.
Du solltest einfach deinen Grundsatz über Bord werfen, dass Materielles geistige Ursachen haben müsse. Sicher ist z. B. ein Auto das Produkt einer geistigen Überlegung. Aber das für die Umsetzung erforderliche Materielle existiert auch ohne diesen Gedanken.
Hallo Athon,
... "existieren" mag es ja durchaus schon seit jeher, - das von uns sprachlich so bezeichnete "Materielle" . - Nur - ob dieses sich willentlich/bewusst ordnen und somit dasjenige hervorzubringen imstande wäre, was wir allein schon auf unserem Planeten als lebendiges Bewusstsein erfahren können - bleibt damit weiterhin schwer zu beantworten, oder zu beweisen.
Das passt übrigens auch bestens zu Deinem Beispiel mit dem Auto: Ohne einen "Konstrukteur" käme nämlich nichts in Gang! Es entstünde weder eine zuvor nötige Konstruktionszeichnung der versch. Einzelteile, noch folgte danach eine "praktische" Ausführung in eine funktionierende, fahrtüchtige Form, auch wenn man sich vorstellte, dass alle nötigen Schrauben, Kabel und all die vielen anderen Einzelteile eines Autos nebeneinander, und sogar als Reihe logisch richtig gruppiert, auf einer Fläche eng nebeneinander liegen würden. Ein Auto würde dennoch nie entstehen
Bei all den immer wieder so gemachten menschlichen Erfahrungen hält sich aber dennoch bei manchen Leuten hartnäckig der "Glaube", dass das Materielle in der Lage sei, nicht nur einen Kosmos von sich aus gesetzmäßig zu ordnen, sondern auch bewusste Lebensformen hervorzubringen.
Solches kann ebenfalls leicht als "wissenschaftlicher Aberglaube" bezeichnet werden.
Nach wie vor besteht also die Frage: Welcher Platz bleibt für die Wortformel "Gott", oder für eine anders bezeichnete "schöpferische Kraft" in einem Universum, das von der Physik lediglich mathematisch "beschrieben" wird?
Vielleicht besteht der Unterschied zwischen Naturwissenschaft und Religion darin, dass die Naturwissenschaft glaubt, bei dieser Suche seien wir ganz auf uns selbst gestellt. Die Religion hingegen sagt uns, dass wir auf der Suche nach der Wahrheit zwar vielleicht auf imaginären Pferden sitzen, dass aber die Wahrheit auch uns sucht...
Übrigens: Deinen "Slogan" kann man auch leicht umdrehen und sagen: Gott schuf den Menschen und hat bis heute daran zu schaffen
Gruß von Reklov

