26-05-2024, 19:03
(25-05-2024, 23:19)Ulan schrieb: Ich finde das ganze Thema ja eher erheiternd. Da wird versucht, durch sorgfaeltige Buerokratie eine Objektivitaet vorzumachen, die in diesem Fall gar nicht moeglich ist. Methodisch muss der Prozess letztlich unbefriedigend bleiben
allerdings. warum muß ich da an den alten sachsenspitzbart denken mit seinem „Es ist doch ganz klar. Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“. da werden einfach potemkinsche dörfer zusammengenagelt für alle, die eh nicht genau hinschauen (wollen)
Zitat:Und was "Wunder" in Lourdes angeht: Lourdes hat einen niedrigeren Prozentsatz von Heilungen vorzuweisen als ausserhalb von Lourdes spontan passieren; was fuer einen Ort, an dem Leute Heilung suchen, eher enttaeuschend sein muss. Aber wahrscheinlich geht's dabei sowieso eher um Hoffnung als um tatsaechliche Besserung. Solange sich Menschen wenigstens besser fuehlen, auch wenn es ihnen objektiv nicht besser geht, ist's wenigstens etwas
weiße salbe, opium des volks. man glaubt, was man glauben will:
ein mann rennt durch die straßen in lourdes und brüllt: jetzt kann ich wieder gehen! ich kann jetzt wieder gehen!
die menge sammelt sich um ihn: ein wunder! ein wunder! warst du querschnittsgelähmt?
nein, mir haben sie auf dem parkplatz vor der grotte das auto geklaut!
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

