yentl schrieb:Ich beurteile nur die AUSSAGEN über deinen Glauben nach dem Maßstab der Bibel.Das ist eben das, Yentl,
was du nicht kapierst.
"Den Maßstab der Bibel" gibt es nicht.
Entweder kennst du die Bibel zu wenig oder du glaubst mehr deinen Predigern und ihren Handreichungen als deinem eigenen Verstand.
Schade, dass du so nicht verstehen kannst,
dass man mit einer textkritischen Haltung mehr über die Nachfolge Jesu erfährt und spannender Gottes Geist entdecken und praktizieren kann als durch Wiederkäuen von Bibelsprüchen.
Ich kann auch mit der Vergebung, die Gott mir aus seiner väterlichen Gnade so wie David u.a. zukommen lässt mindestens so gut leben wie du mit deinem Blutopfer, das Gott deiner Meinung nach braucht, damit er Jesu Opfer gegen unsere Sünden aufrechnen kann.
Mein Gott ist nich ein solcher Rechner und Schuld-Eintreiber, mein himmlischer Vater vergibt aus Gnade.
Es ist auch einfach zu billig,
Jesu Tod als Sühnopfer abzutun, damit einem über Gott und allen stehenden Gesetz Genüge getan wird. Das ist primitives Gesetzesdenken.
Jesu Tod ist die Konsequenz seiner radikalen Nächstenliebe, die von uns in der Nachfolge Jesu dieselbe Bereitschaft verlangt, für unseren Nächsten zu sterben. Sein Tod verpflichtet auch uns zur selben Liebe und Geschwisterlichkeit.
Wir werden nicht besser oder gerecht,
wenn ein anderer für uns stirbt, sondern Gott vergibt uns, wenn wir uns ändern (Buße tun = Umdenken, Metanoia), uns zu neuen Menschen machen lassen im Geiste Jesu. Blut ist kein Waschmittel und Sünden sind keine Flecken auf der Weste, sondern ein gottesferner Zustand des Menschen im Ganzen. Mit Waschen ist da nix! Nachfolge Jesu ist gefragt!
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)


