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Determinismus oder Willensfreiheit?
#4
1. Anmerkung: Dass eine Geschehensabfolge determiniert abläuft, heißt nicht, dass sie in allen Fällen "berechenbar" sei. Sondern es kommt sehr darauf an, welche Randbedingungen in jedem Schritt gegeben sind. Und da gibt es durchaus so etwas wie "Störfeuer", was sich zufällig ergibt.

2. Anmerkung: Der Freie Wille wurde hier schon mehrfach diskutiert mit keinem klaren Ergebnis.
Freier Wille und Determinismus haben nicht unmittelbar miteinander zu tun. Unsere Willensbildung hängt, wie zuvor erwähnt, mit den gerade geltenden Randbedingungen zusammen. Der planende Wille richtet sich also nach zufällig gerade vorhandenen Möglichkeiten, gar Zwängen. Er wird daher Folge einer u. U. chaotischen Vorgeschichte. Er entzieht sich damit der Berechenbarkeit. Dabei verwende ich den Begriff "berechenbar" sehr weitgehen auch als "abschätzbar", "feststellbar" und ähnlich.

Meiner Meinung nach ist "freier Wille" nur dann gegeben, wenn kein Zwang aus dem Umfeld vorliegt. Und gesellschaftliche Zwänge liegen praktisch immer vor. Das ist die Crux von Wesen, die stark vergesellschaftet sind, wie wir Menschen. Unser Bewusstsein ist nichts anderes als Ausdruck unserer Anbindung an das gesellschaftliche Umfeld.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard


Nachrichten in diesem Thema
RE: Determinismus oder Willensfreiheit? - von Ekkard - 04-09-2024, 22:12
RE: - von Geobacter - 22-09-2024, 22:28

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