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Determinismus oder Willensfreiheit?
#52
(15-09-2024, 17:49)Geobacter schrieb: Wenn es überhaupt keinen freien Willen gibt, dann kann auch der Vergewaltiger nicht wollen was er tut.
Nun aus verschiedenen Beiträgen unseres Fernsehens geht hervor, dass es Menschen gibt, die die seelische Verfassung anderer nicht wahrnehmen, und die zugleich stark triebgesteuert sind. Besonders der Trieb, sich dominiant zu verhalten, kann sehr ausgeprägt sein. Solche Menschen (nennen wir sie Vergewaltiger) "wollen" andere beherrschen und sind höchst erstaunt, dass diese nicht mitspielen wollen.

Ob deren Wille frei ist oder nicht: Wenn eine Gesellschaft einigermaßen funktionieren soll, sind Vergewaltiger bzw. deren Tun zu vermeiden.

Ich habe mal gelesen: "Wenn es keinen freien Willen gibt, dann können wir auf die Juristerei, auf Gefängnisse und andere Zwangsmaßnahmen verzichten." Da kann ich nur sagen: Nonsense! Denn das Wollen hängt bei vielen auch von den zu erwartenden gesellschaftlichen Zwängen ab. Manche sind natürlich unverbesserlich. Aber deren Zahl kann normalerweise durch juristische Mittel gedrückt werden. (Man sieht auch hier wieder, das verteilt-Sein von Wollen und Reagieren.)

Der Freie Wille ist demnach kein sonderlich nützlicher Begriff.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard


Nachrichten in diesem Thema
RE: Determinismus oder Willensfreiheit? - von Ekkard - 15-09-2024, 19:32
RE: - von Geobacter - 22-09-2024, 22:28

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