13-11-2024, 14:23
(12-11-2024, 23:18)subdil schrieb: Ich finde es erstaunlich, dass du als Atheist/Materialist überhaupt schon so tiefgehend über diese Problematik nachgedacht hast, dass du zu dieser Erkenntnis gekommen bist
naja, spätetens die pascalsche wette bringt einen zwangsläufig darauf, würde ich meinen
Zitat:Ich bin in dieser Frage für mich selber zu folgendem Ergebnis gekommen: Am sichersten ist es, wenn man Gott und dem Universum in möglichst klaren, unmissverständlichen Worten mitteilt, dass man nach diesem irdischen Leben in die absolute Nichtexistenz kommen möchte
origineller gedanke. aber wäre es nicht noch sicherer, "Gott und das Universum" würden "in möglichst klaren, unmissverständlichen Worten mitteilen", was sache ist?
ich hab da schon vor einem halben jahrhundert, nachdem ich eingesehen hatte, daß all das fromme gerede von einem persönlichen jesus, der immer für einen da und ansprechbar sei, nur heiße luft ist, einen deal mit "gott" geschlossen:
wenn es ihn gibt und er was von mir will (z.b. als existent anerkannt werden), soll er es klar und deutlich sagen. bis dahin gibt es ihn nicht für mich. ich habe da keinen widerspruch vernommen, also hat er dem deal zugestimmt durch unterlassung von widerspruch
Zitat:Jetzt wissen wir also, dass wir uns da auf nichts konkretes vorbereiten können, aber dann können wir uns immer noch im allgemeinen und abstrakten darauf vorbereiten, dass vielleicht nach dem irdischen Leben doch nicht die Lichter ausgehen, sondern das Bewusstsein losgelöst vom Körper weiter existieren wird. Ich meine, das ist doch schon beinahe eine konkrete Vorstellung
ehrlich gesagt, habe ich keine konkrete vorstellung davon, wie wir uns, meinetwegen auch "im allgemeinen und abstrakten", auf etwas vorbereiten können oder sollen, von dem wir gar nichts wissen - noch nicht mal, ob es überhaupt existiert
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

