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Irrationalismus - Können wir die Welt überhaupt erklären?
#19
(27-11-2024, 21:58)subdil schrieb: es gibt eben auch die mysteriösen Fälle, die der ehemalige Polizist David Paulides unter dem Namen "Missing 411" zusammengetragen hat. Da sind schon Fälle darunter, die nicht durch die von dir geschilderten Naturbedingungen in den Nationalparks zu erklären sind. Beachte an dieser Stelle bitte, dass ich ja nicht behaupte, die Leute seien von Aliens entführt worden oder ähnliches. Ich sage nur, dass konventionelle Erklärungen für diese Fälle nicht hinreichend sind. Ähnlich ist es auch bei der "Djatlow Pass" Geschichte

was soll da "nicht hinreichend" sein, und wofür?

wenn etwas nicht gewußt wird, was für schlüsse sind deiner meinung nach dann daraus zu ziehen?

meiner meinung nach eben keine - und das wars auch schon

Zitat:
(27-11-2024, 18:36)Ulan schrieb: Die "Djatlow Pass"-Angelegenheit ist mittlerweile aufgeklaert. Da war auch nichts "Uebernatuerliches" involviert.

Du meinst die Lawinen-Theorie? Die ist kompletter Nonsens. Jeder, der sich tiefgehend mit diesem Ereignis befasst hat, kann diese These nicht ernst nehmen

jetzt bin ich aber auf deine begründung gespannt. und auf deine eigene theorie

Zitat:
(27-11-2024, 20:34)petronius schrieb:
(27-11-2024, 16:24)subdil schrieb: Also meines Erachtens gibt die Wissenschaft ja durchaus eine Antwort auf das große Ganze
laß mich nicht dumm sterben: wie lautet die?

Entropie

das ist eine physikalische größe, aber keine antwort auf irgendeine frage. "entropie sagt über "das große Ganze" genau so viel wie "kernspin" - nämlich genau gar nichts

Zitat:Dieses Konzept erklärt alles vom Urknall bis zum Ende des Universums - sogar, warum die Zeit überhaupt eine Richtung hat

dann führe diese erklärung doch mal konkret aus. für mich erklärt ein hingerotztes "entropie" gar nichts

Zitat:
(27-11-2024, 20:34)petronius schrieb:
Zitat:Das definierende Element, der Kernvorgang im Universum, ist doch meinem Verständnis nach laut Wissenschaft die Entropie
nein, wieso? warum nicht der raum, die zeit, die massenverteilung...?

Aus oben genanntem Grund

du hast zwar etwas genannt (bzw. behauptet), aber weder begründet noch ausgeführt

Zitat:
(27-11-2024, 20:34)petronius schrieb:
Zitat:Was sind denn die klassischen großen Fragen:
Woher kommen wir?
ist das denn eine wissenschaftliche frage?

Also die Frage nach dem Ursprung - sowohl des Universums als auch des Lebens - würde ich schon als eine wissenschaftliche Fragestellung betrachten

aber nicht so, wie leute wie du und reklov das verstanden haben wollen. der ursprung des universums ist wissenschaftlich so gut erklärt, wie das nur möglich ist - durch "rückrechnung" bis hin zum "urknall". das aber erfüllt eure metaphysischen sehnsüchte nicht (die eben nicht wissenschaftlich sind), weshalb euch die wissenschaftliche erklärung nicht genügt und ihr wie die dreijährigen nervensägen immer weiter fragt "aber warum?"

Zitat:Allerdings kann man darauf auch unwissenschaftliche Antworten geben. Jeder so, wie er es gerne mag. Denn wie im Eingangsposting beschrieben, ist ja vielleicht die Ratio überhaupt nicht das richtige Mittel, um die Welt zu verstehen. Insofern ist die Wissenschaft immer nur die eine Seite der Medaille

ja, das darfst du gerne glauben

aber es ist kein grund, deshalb, weil die wissenschaft halt nicht die antworten gibt, welche du gerne hören möchtest, die wissenschaft als defizitär zu denunzieren und ihr "neue denkwege", also eine öffnung hin zur esoterik, vorzuschreiben

Zitat:
(27-11-2024, 20:34)petronius schrieb:
Zitat:Die Zivilisation als hochgeordnete Struktur erzeugt dafür eine riesige Menge an Erwärmung - was zur Klimaerwärmung und dadurch zu chaotischeren Wetterereignissen führt. Mit der Entropie kann man sogar den Klimawandel ganz exakt erklären, so wie so ziemlich alles andere auch
dann erklär doch bitte mal

Hab ich doch schon

nein

Zitat:Die Zivilisation als ein System der Ordnung scheint zunächst gegen das Entropiegesetz zu verstoßen

nein

Zitat:weil es im Gegensatz zur Weltentwicklung, welche immer auf mehr Unordnung hinausläuft, eine Ordnung etabliert und erhält

das widerspricht ja nun keinerlei "Entropiegesetz". welches zu formulieren du ja noch nicht mal in der lage bist. weshalb ich mit fug und recht davon ausgehe, daß du das konzept der "entropie" oder auch nur den zweiten hauptsatz der thermodynamik noch nicht mal ansatzweise verstanden hast

Zitat:durch die Zivilisation wird ein enormes Maß an Wärme freigesetzt - dieses führt zum Klimawandel, welcher chaotischeres Wetter produziert und somit auf Dauer die etablierte Ordnung der Zivilisation gefährdet

das ist richtig, aber hat ja nichts mit entropie als solcher zu tun

Zitat:Ich sage ja im Übrigen nicht, dass die Entropie eine befriedigende Erklärung für den Sinn des Universums darstellt. Aber eine Erklärung ist es trotzdem

dann formuliere diese doch bitte

bisher sehe ich ja nur, daß du uns den begriff "entropie" vor die füße schmeißt, ohne irgendeine erklärung

Zitat:Eben eine rein wissenschaftliche, rationale Erklärung, mit der das eigentliche Wahrheitssuchen des menschlichen Individuums aber nicht viel anfangen kann, weil dieses einfach mehr verlangt

siehe oben - das nie endende "aber warum?" des dreijährigen

kann man so machen, klar

Zitat:Und dieses Mehr ist es eben, was die rein wissenschaftliche Betrachtung niemals bieten kann - weshalb die religiösen, esoterischen und spirituellen Erklärungsansätze auch niemals aus der Mode kommen werden, weil eben auch die ihren Platz haben

klar. die frage ist nur, wo

mit wissenschaft oder deren defiziten hat derlei wunschdenken halt nichts zu tun, so menschlich es auch sein mag

deshalb faßt man sich ja auch an die stirn, wenn menschen wie reklov oder du es dennoch andauernd anhand der wissenschaft und in deren begriffen thematisieren wollen



im übrigen denke ich, daß die volkstümliche umschreibung der kontraintuitiven thermodynamischen zustandsgröße "entropie" als "(grad der) unordnung" sehr mißverständlich ist. "ordnung" wird ja landläufig als folge von "struktur" begriffen, man macht z.b. ordnung (aus seiner unordnung, also dem einen umgebenden saustall zu hause), indem man seinen krempel der strukturierten ablage in jeweils dafür vorgesehene schubladen unterzieht

der "maximale ordnungszustand" (das entropieminimum) im urknall aber ist das genaue gegenteil: ein (weitestgehend) uniformer einheitsbrei von energie, ohne jede struktur. jeder schritt hin zu einer struktur aber ist ein vorgang, der die entropie in der gesamtheit erhöht

die problematik dieses "unordnung"sbegriffs versucht ja auch schon wikipedia deutlich zu machen:

Im Rahmen dieser Deutung wird umgangssprachlich die Entropie häufig als ein „Maß für die Unordnung“ bezeichnet. Allerdings ist Unordnung kein definierter physikalischer Begriff und hat daher kein physikalisches Maß. Richtiger ist es, man begreift die Entropie als ein wohldefiniertes objektives Maß für die Menge an Information, die benötigt würde, um aus der Kenntnis des vorliegenden Makrozustandes des Systems den tatsächlich vorliegenden Mikrozustand bestimmen zu können. Je größer die Anzahl infrage kommender Mikrozustände ist, desto mehr Information wird benötigt. Dies ist gemeint, wenn die Entropie auch als „Maß für die Unkenntnis der Zustände aller einzelnen Teilchen“ umschrieben wird

ich fürchte allerdings, daß auch diese erklärung, so sehr sie ekkard entgegenkommen mag, für dich nicht aussagekräftig ist. ich warne daher ausdrücklich davor, sich aus nicht oder maximal halb verstandenen physikalischen zusammenhängen irgendwelche schlagworte herauszupicken und allein auf dem begriff basierend eigene philosophische hypothesen zu entwickeln. das kann nur schiefgehen, so populär es auf ytube auch sein mag
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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RE: Irrationalismus - Können wir die Welt überhaupt erklären? - von petronius - 28-11-2024, 15:46

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