29-12-2024, 16:00
(29-12-2024, 15:43)Reklov schrieb:(23-12-2024, 19:45)petronius schrieb: ich sehe an neurologisch/physiologischen vorgängen jetzt nicht so viel philosophisches
aber es ist doch schön, wenn einem solche auswirkungen mangelnder sauerstoffversorgung des gehirns die angst vor dem späteren tatsächlichen tod nehmen können
@ petronius,
vor allem ist "schön", dass Du wenigstens eine sinnvolle Einschränkung gemacht und lediglich von "ich sehe" geschrieben hast.
Du hättest aber weit mehr dazu beitragen können, würdest Du nicht nur "sehen", sondern das schwierige Thema "überdenken"!
Vor allem gilt es dabei zu überdenken, dass diese Erklärung keinen Sinn macht, nach welcher die Nahtoderfahrungen eine Funktion des Gehirns sind, um dem Individuum die Angst vor dem Tod zu nehmen bzw. eine beruhigende Wirkung auf das betroffene Individuum haben sollen.
Denn nicht alle Nahtoderfahrungen sind positiv, weil es auch die sogenannten Höllenerlebnisse gibt und selbst die insgesamt positiven Erlebnisse beinhalten häufig einen kurzen Einblick in diese Höllensphären. Das hatte ich in diesem Thread auch schon an Ekkard gerichtet angemerkt, aber bisher keine Antwort darauf bekommen.
Dazu kommt, dass die Lebensrückblicke eine starke moralische Komponente haben - also es wird berichtet, dass man Situationen aus seinem Leben gezeigt bekommt, in denen man sich moralisch nicht korrekt verhalten hat. Was das mit einer beruhigenden Funktion oder einer Fehlfunktion des Gehirns zu tun haben soll, konnte mir bisher auch niemand erklären.

