(14-07-2025, 14:51)Reklov schrieb: ... die Bibel kann uns (wie manch anderes Buch auch!) helfen, aber nur, wenn wir in ihre Texte "hinein hören", dabei wacher und sensibler werden für das große Geheimnis des Universums oder dem von Menschen verwendeten Begriff für das Unbekannte: "Gott".
Doch auch die Bibeltexte stellen immer nur den Versuch dar, "Gott", in dem, was ihn ausmacht, darzustellen - unzulänglich zu "vermitteln".
Und wenn man dann ehrlich auf diesen Text guckt, gibt es nur sehr, sehr wenige Stellen in der Bibel, die so etwas ueberhaupt versuchen. Eigentlich ist die Bibel ein Buch ueber menschliche Beduerfnisse und Befindlichkeiten, gesellschaftliche Forderungen, Regeln fuers Miteinander, Loesungen dafuer, und natuerlich viel politische Propaganda.
(14-07-2025, 14:51)Reklov schrieb: Es bleibt dem Gläubigen nur zu bekennen, dass es eine "höhere Wirklichkeit" gibt, und zwar eine unbegreifliche und eine unaussprechliche!
Oder anders ausgedrueckt: ueber Gott erzaehlt uns die Bibel im Endeffekt nichts. Da, wo nicht der typische, antike Gewaltherrscher bemueht wird, bleibt das Bild vage und fern. Kein Wunder, dass der Blick auf "Gott" dann im Endeffekt durch einen Blick ins eigene Innere ersetzt wird, um diesen "Gott" dann dort zu "finden".
Die Bibel ist also ein Buch ueber den Menschen, auch wenn sie haeufig vorgibt, ueber anderes zu reden.

