Ich habe kurz deinen Beitrag #26 überflogen und stieß auf die Urbevölkerung Südamerikas
Das Gold der Inkas wurde von den Conquistadores gewaltsam eingesammelt - da bedurfte es keiner Missionstätigkeit !
Gold war so reichlich vorhanden, dass selbst die Dachrinnen aus diesem nichtrostenden Metall waren.
Dann kam die Missionstätigkeit der bettelarmen südamerikanischen Volksmassen - aber da gab es nichts zu holen.
Ein Fass ohne Boden!
Die Jesuiten errichteten Dörfer mit Gütergemeinschaft - die reducciones de indios
Deutsche Bezeichnung etwas irreführend: Reduktionen
"Reduktion" kommt von reducir = "zusammenführen" oder "ordnen"
Die Jesuiten wollten die zerstreut lebenden indigenen Völker (z. B. Guaraní) in organisierte Dorfgemeinschaften zusammenführen.
Dort sollten sie nach christlichen Prinzipien leben, unterrichtet, missioniert und zugleich vor Ausbeutung durch Sklavenjäger oder koloniale Großgrundbesitzer geschützt werden.
Die Jesuiten wollten die zerstreut lebenden indigenen Völker (z. B. Guaraní) in organisierte Dorfgemeinschaften zusammenführen.
Die Jesuiten führten ein Mischsystem aus europäischer Verwaltung und Bewahrung indigener Kultur ein:
Gottesdienste, Unterricht und Verwaltungssprache oft auf Guaraní, nicht nur Spanisch
Handwerk, Musik und Kunst wurden gefördert. Berühmt wurde die Guaraní-Barockmusik
Im den reducciones sollten sie nach christlichen Prinzipien leben, unterrichtet, missioniert und zugleich vor Ausbeutung durch Sklavenjäger oder koloniale Großgrundbesitzer geschützt werden.
Jede Reduktion war wie ein eigenes kleines Gemeinwesen organisiert: mit Kirche, Schule, Krankenstation, Werkstätten, Landwirtschaft, gemeinsamer Vorratshaltung.
Auf dem Höhepunkt gab es über 30 Jesuitenreduktionen mit mehr als 150.000 Menschen
Sie gelten heute manchen Historikern als eine utopische Sozialordnung (manchmal "christlicher Kommunismus" genannt), weil es kein Privateigentum von Feldern, Häusern, Vieh, Werkstätten gab (bloß die Bekleidung war Privateigentum - wie in der späteren Sowjetunion)
1767 wurden die Jesuiten aus allen spanischen Kolonien vertrieben - die Reduktionen zerfielen rasch
Wie dem auch sei - es war eine ziemlich utopische Art von Wirtschaftsgemeinschaft
Reichtum für die Kirche entstand bei diesem gigantischen karitativen christlichen Sozialprojekt sicher nicht
Und dass die Priester der alten Kulte mit ihren blutigen Menschenopfern verboten wurden (bei lebendigem Leib die Brust aufschneiden und das Herz herausreißen - oder die berüchtigte Kopfjägerei mit ihren Schrumpfköpfen), war für die indigenen Völker eine Befreiung !
(22-08-2025, 08:00)Farius schrieb: " Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes..." Von einem Befehl keine Rede!!
Hier hat die katholische Kirche ihre Gier nach Reichtümer - irdische Güter - gerechtfertigt um beispielsweise die Urbevölkerung halb Südamerkas auszurotten !!
Mit Christentum hat sowas rein gar nichts zu tun!!
Das Gold der Inkas wurde von den Conquistadores gewaltsam eingesammelt - da bedurfte es keiner Missionstätigkeit !
Gold war so reichlich vorhanden, dass selbst die Dachrinnen aus diesem nichtrostenden Metall waren.
Dann kam die Missionstätigkeit der bettelarmen südamerikanischen Volksmassen - aber da gab es nichts zu holen.
Ein Fass ohne Boden!
Die Jesuiten errichteten Dörfer mit Gütergemeinschaft - die reducciones de indios
Deutsche Bezeichnung etwas irreführend: Reduktionen
"Reduktion" kommt von reducir = "zusammenführen" oder "ordnen"
Die Jesuiten wollten die zerstreut lebenden indigenen Völker (z. B. Guaraní) in organisierte Dorfgemeinschaften zusammenführen.
Dort sollten sie nach christlichen Prinzipien leben, unterrichtet, missioniert und zugleich vor Ausbeutung durch Sklavenjäger oder koloniale Großgrundbesitzer geschützt werden.
Die Jesuiten wollten die zerstreut lebenden indigenen Völker (z. B. Guaraní) in organisierte Dorfgemeinschaften zusammenführen.
Die Jesuiten führten ein Mischsystem aus europäischer Verwaltung und Bewahrung indigener Kultur ein:
Gottesdienste, Unterricht und Verwaltungssprache oft auf Guaraní, nicht nur Spanisch
Handwerk, Musik und Kunst wurden gefördert. Berühmt wurde die Guaraní-Barockmusik
Im den reducciones sollten sie nach christlichen Prinzipien leben, unterrichtet, missioniert und zugleich vor Ausbeutung durch Sklavenjäger oder koloniale Großgrundbesitzer geschützt werden.
Jede Reduktion war wie ein eigenes kleines Gemeinwesen organisiert: mit Kirche, Schule, Krankenstation, Werkstätten, Landwirtschaft, gemeinsamer Vorratshaltung.
Auf dem Höhepunkt gab es über 30 Jesuitenreduktionen mit mehr als 150.000 Menschen
Sie gelten heute manchen Historikern als eine utopische Sozialordnung (manchmal "christlicher Kommunismus" genannt), weil es kein Privateigentum von Feldern, Häusern, Vieh, Werkstätten gab (bloß die Bekleidung war Privateigentum - wie in der späteren Sowjetunion)
1767 wurden die Jesuiten aus allen spanischen Kolonien vertrieben - die Reduktionen zerfielen rasch
Wie dem auch sei - es war eine ziemlich utopische Art von Wirtschaftsgemeinschaft
Reichtum für die Kirche entstand bei diesem gigantischen karitativen christlichen Sozialprojekt sicher nicht
Und dass die Priester der alten Kulte mit ihren blutigen Menschenopfern verboten wurden (bei lebendigem Leib die Brust aufschneiden und das Herz herausreißen - oder die berüchtigte Kopfjägerei mit ihren Schrumpfköpfen), war für die indigenen Völker eine Befreiung !

