08-11-2025, 16:36
(05-11-2025, 12:06)Ulan schrieb:(04-11-2025, 21:10)Reklov schrieb: @ Ulan,
stell dir vor, was du hier zum Besten gibst, war mir schon lange bekannt! -
Diese Behauptung machst Du zu vielen Themen, von denen Du aber offensichtlich trotzdem nichts weisst oder sie missverstehst.
(04-11-2025, 21:10)Reklov schrieb: Ein Fehler, welchen aber nich nur du machst, ist, dass über das Wort "Gott", welches für mich eine Art Platzhalter für das Unbekannte ist, keine korrekte Aussage möglich war und ist.
Leute wie z.B., Nikolaus von Kues oder Spinoza haben dies deutlich und auf kluge Weise zu Papier gebracht. Nachlesen lohnt also!
Das soll mein Fehler sein? Du bist es, der dies immer wieder mit den Wissenschaften vergleicht, und staendig ignoriert, dass selbst ein Teilwissen aus den Wissenschaften immer noch mehr ist als ein komplettes Nichtwissen aus Deinen Glaubenskonstrukten. "Gott" ist erst mal nur ein ausgedachtes Konzept ohne Inhalt, wie Du selbst sagst, ein "Platzhalter fuer das Unbekannte", Dein persoenlicher Lueckengott, oft genug auch fuer Luecken, die gar nicht existieren.
Und ja, zumindest die Konzepte Spinozas sind mir bekannt. Ich rede hier aber nicht von Spinoza, sondern von Deiner speziellen Auspraegung der aufgeschnappten Konzepte und deren staendigen Kontrastierung mit Wissenschaft.
(04-11-2025, 21:10)Reklov schrieb: Der Begriff "Gott" ist also mehr eine Frage des persönlichen Bewusstseins und weniger eine Sache des Glaubens, denn Bewusstsein denkt zweifelnd und kritisch, während Glaube oft nur vererbten Kultur-Gewohnheiten folgt, welche sich in der Geschichte der Menschheit als Dogmen durchsetzten konnten, wenngleich auch oft nur mit Ausübung von roher Gewalt!
Auch persoenliches Bewusstsein hat keinen Anspruch darauf, dass die darin verinnerlichten Konzepte irgendeine Bedeutung fuer die Realitaet haben - im Gegensatz zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, was ja das Thema unseres Austauschs war. Und, wollen wir nicht alle "zweifelnd und kritisch" sein? Den Eindruck vermittelst Du eben gerade nicht. Du bist in Deinen Glaubensvorstellungen ziemlich einbetoniert.
@ Ulan,
einbetoniert sind wir alle - auf die eine oder andere Art und Weise, denn das menschliche Wissen reicht nicht allzu weit!
Beispiel:
Unsere Erde soll vor ca. 4,5 Milliarden Jahre entstanden sein. - Die Experten "erzählen" uns, dass schon sehr früh eine Gashülle um die Erde umgeben haben soll.
Diese bestand vermutlich aus Helium, Wasserstoff, Methan, Ammoniak und einigen Edelgasen. Die gesamten Schritte der Entwicklung unserer Erde kann ja überall nachgelesen werden. Es ist auch nicht ausreichend, wenn Wissenschaftler davon ausgehen, dass Gase in der Ur-Atmosphäre zu organischen Stoffen reagierten und die Blitze der damaligen Gewitter ihren dazu nötigen Beitrag lieferten.
Regen soll dann die organischen Stoffe ins Meer gespült haben und in flachen Gewässern konnten sich hohe Konzentrationen ansammeln. Auch aggressive Sonnenstrahlen brachten die Teilchen dazu, immer wieder miteinander zu reagieren ... usw.
Diese "Erzählung" unterscheidet sich im Wortlaut zwar deutlich von der Genesis, welche erzählt, "der Geist Gottes schwebte über dem Wasser". Im Grunde kann aber auch die wissenschaftliche "Erzählung" die bekannte Frage nach dem eigentlichen, uns völlig unbekannten Ur-Sprung nicht beantworten!
Wen also sollte es schon groß wundern, dass sich gerade auch unter den Naturwissenschaftlern viele "Gläubige" befinden, wenngleich diese völlig anders über die Welt und Mensch nachdenken können, als es ihnen die alten Religionsvorlagen ermöglichen.
Es geht, auch in diesem Forum, um die nicht völlig nachvollziehbare kosmische Spurenlese, und weniger um Beobachtungen, Messungen, Zahlen, Erkenntnisse und Ergebnisse.
Nicht ohne Grund spricht ja deswegen Ekkard von Forum- "Sparringspartnern", denn außer Wortkämpfe kann der Mensch nichts zum eigentlichen Grund des Seins und Daseins sagen! Es bleibt uns Menschen nur das Umkreisen der WAHRHEIT mit den begrenzten Mitteln unserer Wort- und Zahlensprache.
Gruß von Reklov

