Vor 3 Stunden
(Vor 5 Stunden)Thomas der Ungläubige schrieb: Das Wörtchen "unverfälscht" lässt hier aber noch eine Hintertür offen. Auch, dass er die biblischen Geschichten nicht entsorgen wollte, sondern für ehrwürdig hielt, darf man nicht unterschlagen.
Da wird nichts unterschlagen. Die Charakterisierung als "Incarnation primitivsten Aberglaubens" bezog sich eindeutig sowohl auf das unverfaelschte Judentum als auch auf alle anderen Religionen. Und dass viele Bibelgeschichten in ihrer Eigenschaft als Literatur und kulturelles Gut geschaetzt werden, wirst Du bei vielen Deiner Gespraechspartner in diesem Thread so auch finden.
(Vor 5 Stunden)Thomas der Ungläubige schrieb: Also gibt es auch etwas an das du glaubst. Warum diese Abwertung als Selbstbetrug?
Ich hatte nichts abgewertet. Du hattest gemutmasst, ich wuerde mir etwas vormachen in Bezug auf meine Freiheit von Ideologie oder Metaerzaehlungen. Dies hatte ich verneint, glaube aber trotzdem fest, dass wir alle uns jeweils mindestens zu irgendeinem Punkt etwas vormachen; wir Menschen sind da sehr erfinderisch.
(Vor 5 Stunden)Thomas der Ungläubige schrieb: Die katholische Kirche liebt so wie ich ihre Widersprüche. Die schlimmsten Ideologien sind die, die Vollständigkeit und Transparenz versprechen.
Na ja. Wie aus Deiner Erlaeuterung hervorgeht, meinst Du beim Bezug auf "schlimmste Ideologien" die Verkaeufer von einfachen Antworten auf komplexe Fragen; sicher, das sind Bauernfaenger. Bei der katholischen Hermeneutik habe ich aber eher das Gefuehl, dass die kunstvollen rhetorischen Girlanden ihrer Erklaerungen (gerne von mir und Anderen als "Geschwurbel" bezeichnet) eher von den Widerspruechen ablenken wollen. Die RKK macht das mit ihrer jahrtausendealten Uebung darin sicherlich mit reichlich Finesse und weniger Plumpheit als so mancher evangelikale Prediger, aber auch das wirkt dann auf mich noch als versuchte Irrefuehrung.

