15-05-2008, 22:46
johnson schrieb:Inwiefern ist das Böse denn Teil des "freien Willens"?
Siehe unten :
johnson schrieb:Boom schrieb:Ich denke, um das Gute überhaupt erkennbar zu machen. Gäbe es nur Gutes, würde man es nicht sehen können. Es wäre alles gleich... und man könnte sich nicht bewusst für das Gute entscheiden. Das Böse ist eine Notwendigkeit für die Wahrnehmbarkeit und Existenz des Guten.
So nach dem Motto: Erst wenn man krank ist, weiß man warum es besser ist gesund zu sein? Ein solcher Gedanken gang verschließt sich doch jeder Logik.
Nein, du hast mich falsch verstanden. Erst durch die Existenz der Krankheit bekommt der Zustand "gesund" eine Bedeutung. Könnte man nicht krank werden, hätte auch der Begriff "Gesundheit" keine Berechtigung; er wäre gar nicht nötig. Genauso hätte "Gut" keine Bedeutung, wenn es nicht auch "Böse" gäbe.
Durch den freien Willen kann ich mich dafür entscheiden, Gutes zu tun. Gäbe es das Böse nicht, könnte ich mich nicht entscheiden. Daher gehört das Böse zwingend zum freien Willen dazu.
johnson schrieb:Dieses Thema wird auch nicht verschleiert, oder als diffuser Nebel behandelt. Wir als Christen haben durch die Bibel einen klaren Hinweis darauf, auf was und wen das Böse zurückzuführen ist. Diese Antwort mag den wenigsten passen, aber das ist ein anderes Thema.
Schade, dass du nur den Hinweis aber nicht die Auflösung lieferst :)
Ich nehme die Bibel nicht wörtlich; sie wurde von Menschen geschrieben, zwischendurch zigmal übersetzt und abgeschrieben, ich traue den Texten nicht.
Aber zum Thema : Du spielst eventuell auf den Sündenfall an ? Also kam das Böse durch den Menschen in die Welt ? Wie gesagt, soviel Macht traue ich uns nicht zu. Wenn wir uns zu irgendeinem Zeitpunkt für das Böse entschieden haben, muss es vorher schon existiert haben. Wir hätten uns nicht für etwas entscheiden können, was es gar nicht gibt. Daher denke ich, dass Gott das Böse schuf, und zwar als notwendige Folge der Erschaffung des Guten. Ob wir es allerdings wählen, hat er uns überlassen.

