Frieden qilin,
Das mit den Theologen habe ich mir sogar als erstes überlegt, auch weil ich selber durch das intensive Studium der Schriften manchmal in dieses Muster falle. Die "deformation professionelle" hatte bei mir mal einen Höhepunkt erreicht, als ich zu meiner Partnerin meinte, dass Mathematik die beste Wissenschaft sei, einfach weil ich alles nur noch matheorientiert sah. :eh: Weshalb ich aber das Beispiel mit dem Theologen nicht erwähnt habe, erfolgte aufgrund meiner Kritik an Religionsanhängern allgemein.
Vielen Dank für das Beispiel mit der Brille. Das passt auch gut hierhin.
mfG und Gott segne
@ Mandingo:
Frieden und danke für deinen Beitrag,
Genau das wird in den Einführungsvorlesungen der Modelltheorie auch gelehrt. Um es ganz kurz zu sagen: Modelle sind Abbildung und Konstruktion der Realität. Demnach sind insbesondere Erkenntnisse Modellbildung.
Allerdings würde ich als Glaubensgrundsatz (oder wissenschaftlicher: Axiom) voraussetzen, dass es eine Wahrheit gibt. Insbesondere würde ich "Wahrheit" wie folgt definieren:
Wahrheit ist ein Sachverhalt, der für alle - unabhängig von menschlichen und/oder persönlichen Einwirkungen und/oder Entwicklungen (wie z.B. kulturelle, religiöse, subjektive Faktoren) - unter den gleichen Bedingungen stets auf eine wiedererkennbare Art erkannt werden kann, wobei 'gleich' eine vernünftige Auslassung die für den Moment auf das Ergebnis einflusslosen Unterschiede bedeutet. Es kann dabei auch unbeweisbare/nicht überprüfbare Wahrheiten geben.
Denn es gibt einen Grund, weshalb eine Frequenz bei einer Überprüfung von allen gleich erkannt wird. Wenn es keine objektive Möglichkeit gäbe, diese Welt zu ergründen, wäre Wissenschaft nutzlos.
Mein Reden. :clap:
mfG und Gott segne,
Kerem
Das mit den Theologen habe ich mir sogar als erstes überlegt, auch weil ich selber durch das intensive Studium der Schriften manchmal in dieses Muster falle. Die "deformation professionelle" hatte bei mir mal einen Höhepunkt erreicht, als ich zu meiner Partnerin meinte, dass Mathematik die beste Wissenschaft sei, einfach weil ich alles nur noch matheorientiert sah. :eh: Weshalb ich aber das Beispiel mit dem Theologen nicht erwähnt habe, erfolgte aufgrund meiner Kritik an Religionsanhängern allgemein.
Vielen Dank für das Beispiel mit der Brille. Das passt auch gut hierhin.
mfG und Gott segne
@ Mandingo:
Frieden und danke für deinen Beitrag,
Mandingo schrieb:... denn alle Beteiligten gehen mit ihren Denk- und Wahrhnehmungsmustern an die Wirklichkeit heran.
Die Welt wird nie objektiv erfasst, weil im Sinne der Wahrnehmungspsychologie Wahrnehmung immer eine Konstruktion ist, die auf der Basis der jeweils aus der Kindheit und Kultur erwachsenen Modelle und Muster vorgenommen wird.
Genau das wird in den Einführungsvorlesungen der Modelltheorie auch gelehrt. Um es ganz kurz zu sagen: Modelle sind Abbildung und Konstruktion der Realität. Demnach sind insbesondere Erkenntnisse Modellbildung.
Allerdings würde ich als Glaubensgrundsatz (oder wissenschaftlicher: Axiom) voraussetzen, dass es eine Wahrheit gibt. Insbesondere würde ich "Wahrheit" wie folgt definieren:
Wahrheit ist ein Sachverhalt, der für alle - unabhängig von menschlichen und/oder persönlichen Einwirkungen und/oder Entwicklungen (wie z.B. kulturelle, religiöse, subjektive Faktoren) - unter den gleichen Bedingungen stets auf eine wiedererkennbare Art erkannt werden kann, wobei 'gleich' eine vernünftige Auslassung die für den Moment auf das Ergebnis einflusslosen Unterschiede bedeutet. Es kann dabei auch unbeweisbare/nicht überprüfbare Wahrheiten geben.
Denn es gibt einen Grund, weshalb eine Frequenz bei einer Überprüfung von allen gleich erkannt wird. Wenn es keine objektive Möglichkeit gäbe, diese Welt zu ergründen, wäre Wissenschaft nutzlos.
Zitat:Mein Vorschlag ist darum:
Wenn wir über unsere Weltbilder sprechen, dann sollten wir uns der Bedingungen ihres Zustandekommens bewusst sein, d.h. die Muster, Mythen, Kategorien usw. kennen und bei der Wertung des Bildes und in der Kommunikation über die Gesellschaft und andere Realität berücksichtigen.
Mein Reden. :clap:
mfG und Gott segne,
Kerem
Gottergebenheit beginnt durch Verleugnung und Hinterfragung; Ein Gott, ein Zentrum, eine gemeinsame Botschaft

