09-10-2008, 19:49
Trauer um den Verlust der angenehmen Seiten des Lebens ist was für jüngere Leute. Wenn man alt genug wird, verliert man diese so nach und nach, schon bevor man stirbt. Ich kann trotz hervorragender Stereo-Anlage und eines teuren Sennheiser-Kopfhörers das Triangel nicht mehr hören. Und einiges mehr, was sich bei einem Opern- oder Sinfonieorchester im oberen Frequenzbereich so abspielt. Wenn ich nicht ordentlich nachwürze, schmeckt das Essen nur nach Salz. Der Cognac oder der Wein duftet auch nicht mehr wie früher, auch wenn ich die Nase tief ins Glas stecke. Wenigstens macht es mir immer noch Spaß, auf der Straße nach den hübschen Mädchen zu schauen. Fluch dem, der den Minirock abschaffte! Reisen ist mir zu anstrengend, egal ob per Bahn oder mit Kfz. Und dergleichen mehr.
Aber es hat auch Vorteile, ein alter Knacker zu sein. Ich kann ohne weiteres jungen Frauen oder Mädchen ein Kompliment sagen, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, ich wolle sie anbaggern.
Nur wenigen Menschen gelingt es, ihrem Leben einen Sinn zu geben, so daß sie im Alter zufrieden zurückblicken können. Die meisten kaufen sich einen vorgefertigten "Sinn des Lebens" von den Priestern. Das funktioniert bei mir nicht.
Wenn ich heute - im Dezember sind es 74 Jahre - zurückblicke und Bilanz mache: Die schönen, gar glücklichen Stunden als Aktiva, die schlechten, unglücklichen als Passiva, dann lautet das Ergebnis: Totale Pleite. Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre. Viele Jahre habe ich als Lohnsklave an irgendwelche Arbeitgeber für ein paar klägliche Kröten verkaufen müssen und dabei die Erkenntnis gewonnen: Leben ist das, was geschieht während du auf Arbeit bist.
Immerhin, mein jüngster Sohn hat mir vor nicht allzulanger Zeit gesagt, ich sei der beste Papa für ihn gewesen, den er sich nur denken könne.
Nein, Angst vor dem Tod habe ich nicht. Nur vor dem Sterben. Da sind, wenn ich Pech habe, die weißbekittelten Spielverderber davor. Mir wollten sie schon mit dem Skalpell an die Herzkranzgefäße. Ich habe abgelehnt, ein Infarkt geht schneller als beispielsweise Krebs. Und wieder angefangen zu rauchen. Nichtraucher und Sportler leben auch nicht länger, sie sterben nur gesünder.
Aber es hat auch Vorteile, ein alter Knacker zu sein. Ich kann ohne weiteres jungen Frauen oder Mädchen ein Kompliment sagen, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, ich wolle sie anbaggern.
Nur wenigen Menschen gelingt es, ihrem Leben einen Sinn zu geben, so daß sie im Alter zufrieden zurückblicken können. Die meisten kaufen sich einen vorgefertigten "Sinn des Lebens" von den Priestern. Das funktioniert bei mir nicht.
Wenn ich heute - im Dezember sind es 74 Jahre - zurückblicke und Bilanz mache: Die schönen, gar glücklichen Stunden als Aktiva, die schlechten, unglücklichen als Passiva, dann lautet das Ergebnis: Totale Pleite. Das Leben ist eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre. Viele Jahre habe ich als Lohnsklave an irgendwelche Arbeitgeber für ein paar klägliche Kröten verkaufen müssen und dabei die Erkenntnis gewonnen: Leben ist das, was geschieht während du auf Arbeit bist.
Immerhin, mein jüngster Sohn hat mir vor nicht allzulanger Zeit gesagt, ich sei der beste Papa für ihn gewesen, den er sich nur denken könne.
Nein, Angst vor dem Tod habe ich nicht. Nur vor dem Sterben. Da sind, wenn ich Pech habe, die weißbekittelten Spielverderber davor. Mir wollten sie schon mit dem Skalpell an die Herzkranzgefäße. Ich habe abgelehnt, ein Infarkt geht schneller als beispielsweise Krebs. Und wieder angefangen zu rauchen. Nichtraucher und Sportler leben auch nicht länger, sie sterben nur gesünder.

