12-10-2008, 16:02
Ahriman und Keiner
Ich glaube ihr verallgemeinert beide sehr arg in der Annahme, was junge oder alte Menschen wollen. Ich denke zwar, dass Ahriman näher dran ist, aber de facto kommt die Zufriedenheit nicht automatisch mit dem Alter. Man muß oder kann das ganze Leben darum kämpfen, im Alter wirklich unzufrieden diese Welt verlassen zu können.
Außerdem kommt es auch darauf an, wie man alt wird. Mein bereits verstorbener Opa zB war mit Sicherheit zufrieden. Er hat seiner zeit eine Firma gegründet, hat etwas technisches "erfunden", hat daraus etwas weltbekanntes gemacht, hatte eine große Familie und Verwandschaft usw. Ich denke, er hat alles erreicht, was er erreichen wollte. Trotzdem zeigte sich das Alter in seinen letzten jahren insofern, dass er kaum noch sehen und hören konnte und, was noch schlimmer war, er konnte das, was er sagen wollte nicht mehr herausbringen. Bei Unterhaltungen von mehreren Leuten saß er da, konnte uns kaum verstehen und schaffte nicht mehr zu sagen, was er im Kopf hatte... das war fürchterlich für einen intelligenten und extrovertierten Man wie ihn. Er war im Kopf noch fit genug zu merken, dass er zwar Dinge loswerden wollte, es aber einfach nicht mehr konnte und das nie mehr. Ich hätte mir für ihn gewünscht, dass ihm das erspart geblieben wäre und er, wie meine Oma innerhalb weniger Tage durch eine Krankheit in ein schmerz- und leidfreies Koma fällt und einschläft.
Wer möchte bitte eine solche Zeit nur um eines längeren Lebens willen verlängern?
Ich glaube ihr verallgemeinert beide sehr arg in der Annahme, was junge oder alte Menschen wollen. Ich denke zwar, dass Ahriman näher dran ist, aber de facto kommt die Zufriedenheit nicht automatisch mit dem Alter. Man muß oder kann das ganze Leben darum kämpfen, im Alter wirklich unzufrieden diese Welt verlassen zu können.
Außerdem kommt es auch darauf an, wie man alt wird. Mein bereits verstorbener Opa zB war mit Sicherheit zufrieden. Er hat seiner zeit eine Firma gegründet, hat etwas technisches "erfunden", hat daraus etwas weltbekanntes gemacht, hatte eine große Familie und Verwandschaft usw. Ich denke, er hat alles erreicht, was er erreichen wollte. Trotzdem zeigte sich das Alter in seinen letzten jahren insofern, dass er kaum noch sehen und hören konnte und, was noch schlimmer war, er konnte das, was er sagen wollte nicht mehr herausbringen. Bei Unterhaltungen von mehreren Leuten saß er da, konnte uns kaum verstehen und schaffte nicht mehr zu sagen, was er im Kopf hatte... das war fürchterlich für einen intelligenten und extrovertierten Man wie ihn. Er war im Kopf noch fit genug zu merken, dass er zwar Dinge loswerden wollte, es aber einfach nicht mehr konnte und das nie mehr. Ich hätte mir für ihn gewünscht, dass ihm das erspart geblieben wäre und er, wie meine Oma innerhalb weniger Tage durch eine Krankheit in ein schmerz- und leidfreies Koma fällt und einschläft.
Wer möchte bitte eine solche Zeit nur um eines längeren Lebens willen verlängern?
Gruß
Motte
Motte

