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Warum mögen Sie/mögt ihr das Christentum
#3
(27-11-2008, 20:11)Replica schrieb: Religionen und die Bedeutung für ihre Anhänger
Die Bedeutung meines Christseins hat mit "Mögen" nur sehr wenig gemein. "Mögen" ist doch emotionale uneingeschränkte (kritiklose) Bejahung. Das trifft nicht ... Ich mag eher vieles an den verschiedenen Ausprägungen, Gebräuchen, Tradionen und Lehren des Christentum NICHT. Und das hindert oder gefährdet mich nicht im Geringsten, dauerhaft Christ zu bleiben.

Bei Deiner Frage fällt mir eine sehr treffende Antwort von Iris Weiss zum JudeSein ein:
Zitat:Es gibt - meiner Ansicht nach - nur eine Definition, die wirklich „funktioniert": Jude / Jüdin ist, wer Judentum ernst nimmt und darauf eine persönliche Antwort durch sein/ihr Leben gibt. Da „Judentum" sehr monolithisch klingt (als ob es eine für alle verbindliche Form geben könnte), spreche ich lieber von „jüdisch sein". Ernst nehmen heißt: sich mit der Tradition in ihren unterschiedlichen Ausprägungen (religiös, historisch, kulturell...)beschäftigen, ja mit ihr ringen, sich darüber streiten und darin leben, weil man seine eigenen Zugänge und Ausdrucksformen gefunden hat und immer wieder neu findet - sei es religiös oder säkular.
http://www.hagalil.com/judentum/feiertag...fragen.htm

So ähnlich würde ich die Bedeutung meines ChristSeins für mich fassen, als einzig funktionierende Variante:
Christ/Christin ist, wer sein ChristSein ernst nimmt und darauf eine persönliche Antwort durch sein/ihr Leben gibt. Ein reichliches Programm für ein ganzes Leben ...
Ernst nehmen heißt: sich mit der Tradition in ihren unterschiedlichen Ausprägungen (religiös, historisch, kulturell...)beschäftigen, ja mit ihr ringen, sich darüber streiten und darin leben, weil man seine eigenen Zugänge und Ausdrucksformen gefunden hat und immer wieder neu findet - sei es religiös oder säkular


Wichtig ist mir, dass dies keine abgrenzende oder diskriminierende Definition einer Religiösität gegen alle anderen ist. Unter anderen Randbedingungen wäre mir auch Relionszugehörigkeit in anderen klassischen Religionen ohne große Verbiegung vorstellbar, für mich selbstverständlich jeweils eher liberal, nichtfundamentalistisch ...

Fritz
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf! (Jerci Stanislaw Lec)

Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!
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Nachrichten in diesem Thema
Warum mögen Sie/mögt ihr das Christentum - von Replica - 27-11-2008, 20:11
RE: Warum mögen Sie/mögt ihr das Christentum - von Fritz7 - 28-11-2008, 17:11

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