12-08-2003, 11:27
Gerhard schrieb:Weil PIlatus mit diesem Urteil offen gegen römisches Recht verstoßen hat.Shadaik schrieb:Gerhard schrieb:warum soll sich da jemand belasten, Regeln des Römischen Reiches mißachtet zu haben?Da die Christen das ja überall rumerzählt haben hätte sich eigentlich ein römisches Gericht um den Fall kümmern müssen.
Davon ist aber ebenfalls nichts bekannt.
Warum soll sich noch ein Römisches Gericht um die Sache kümmern, wenn das Urteil längst entschieden und vollstreckt worden ist? Hätten diese Christen nicht auch Angst haben müssen, dann selbst gerichtet zu werden? DA werden sie wohl vorsichtig gewesen sein, wem sie was erzählen.
Zitat:Zumindest der so genannten "bekannten" Welt.Shadaik schrieb:Überhaupt gibt es nichts was auch nur auf die Existenz Jesu hinweist - der ja den Ereignissen in der Bibel zufolge eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Welt gewesen sein müsste.
Aufgrund welcher Aussage in der Bibel kommst Du zu der Aussage, daß Jesus in diesen drei Jahren, in denen er durch das Land gereist ist und verkündet hat eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der ganzen Welt gewesen sein müßte?
Bei dieser Bergpredigt herrschte ja angeblich ein ziemliches Gedrängel und ein einfacher Wanderprediger wie Jesus es zunächst einmal war hätte kaum so viele Menschen versammlen können.
Das erweckte, wenn es denn stattfand, natürlich auch die Aufmerksamkeit der Römer. Es müsste zumindest Zeugenberichte geben. Es gibt keine außer den Evangelien.
Das römische Nachrichtensystem war hervorragend, die Kunde über eine so gewaltige Versammlung hätte der Kaiser innerhalb von 2 Tagen erhalten können. Die Größe lässt es unwahrscheinlich erscheinen, dass er nicht informiert wurde.
Das ganze erinnert mich ein wenig an eine Ufosichtung. Da hat auch gerade niemand eine Kamera dabei. Hier war leider kein Römer anwesend.
Zitat:War es nicht auch so, daß diese Menschen in dieser Zeit zur Besetzung durch die Römer mehr Rechte als andere besetzte hatten.Welche anderen? Die Römer waren als Besatzungsmacht überaus tolerant, sie konnten auch problemlos fremde Bräuche und Religionen akzeptieren, da diese ja nur eine Erweiterung in der Anzahl der Götter bedeuteten - für sie kein Problem.
Zitat:Mag sein, daß der Ritt auf einem Esel noch nicht so viel Aufmerksamkeit bei den mächtigen erregt, aber wenn Jesus in den Tempel geht, und dort die Händler vertreibt, so ist das eine Provokation sondersgleichen für die etablierte Schicht. In den Tempeln war Handel mit Opfertieren und es gab spezielles Geld in diesen Stätten. Wer dieses alles in Frage stellt, stellt möglicherweise das ganze System in Frage.Ja, aber eine Todesstrafe bleibt ungerechtfertigt.
Kann man da nicht davon ausgehen, daß die sich so angegriffen gefühlte geistliche Führung spätestens ab diesem Zeitpunkt nach einem Weg suchte, diesen Provokateur loszuwerden, der sie möglicherweise alle in Frage stellte?
Zitat:Wenn es so motiviert gewesen wäre, dann wäre es möglicherweise doch gleichzeitig auch ein Grund gewesen, nicht so in Römischen Büchern aufzutauchen.Hm...
