30-06-2009, 23:28
Es fällt auf, dass in der katholischen Kirche schon länger mit zweierlei Maß gemessen und nicht konsequent durchgegriffen wird.
Einerseits erfolgt bei wiederholten illegitimen Weihen (erst Bischöfe und jetzt Priester) keine nennenswerte Reaktion oder gar ein Interdikt ex cathedra, sondern Schweigen, was in diesem Fall nicht unbedingt Gold ist, andererseits wird liberalen Theologen wie Hans Küng bei der kleinsten Kritik am hl. Stuhl die Lehrbefugnis entzogen.
Das lässt viel Raum für Spekulationen. Benedikt muss für sich entscheiden, ob er lieber einen liberalen Denker oder einen ultrakonservativen Holocaustleugner in seiner Gemeinschaft hat.
Er ist kein Mann von politischen Talent und er wird auch von den Medien nicht so verehrt wie sein Vorgänger.
Ich halte ihn für einen Mann des Wortes, für einen großen Theologen und Autor, der geistlich eine starke Stütze ist, sich aber auf weltlichem Parkett nicht zurechtfindet.
Das ist dennoch überhaupt keine Rechtfertigung der Aufhebung der Exkommunikation eines Holocaustleugners.
Der letzte Satz deiner Schilderung ist zwar amüsant aber letztendlich doch sehr extrem, wie du zugeben musst.
Immerhin hat der Papst sich ja auf seiner Israel-Reise noch einmal für ein gutes Verhältnis zum Judentum bemüht, obwohl ich mir von der Reise viel klarere Worte erwartet hatte, wie ich sie in letzter Zeit allgemein im vom Vatikan vermisse.
Ich denke, dass die katholische Kirche sich momentan an einem Scheideweg befindet.
Der Papst muss sich jetzt für die richtige Richtung entscheiden und durchgreifen.
Lord Byron
PS: Du machst deinem Namen "advocatus diaboli" ja alle Ehre!
Einerseits erfolgt bei wiederholten illegitimen Weihen (erst Bischöfe und jetzt Priester) keine nennenswerte Reaktion oder gar ein Interdikt ex cathedra, sondern Schweigen, was in diesem Fall nicht unbedingt Gold ist, andererseits wird liberalen Theologen wie Hans Küng bei der kleinsten Kritik am hl. Stuhl die Lehrbefugnis entzogen.
Das lässt viel Raum für Spekulationen. Benedikt muss für sich entscheiden, ob er lieber einen liberalen Denker oder einen ultrakonservativen Holocaustleugner in seiner Gemeinschaft hat.
Er ist kein Mann von politischen Talent und er wird auch von den Medien nicht so verehrt wie sein Vorgänger.
Ich halte ihn für einen Mann des Wortes, für einen großen Theologen und Autor, der geistlich eine starke Stütze ist, sich aber auf weltlichem Parkett nicht zurechtfindet.
Das ist dennoch überhaupt keine Rechtfertigung der Aufhebung der Exkommunikation eines Holocaustleugners.
Der letzte Satz deiner Schilderung ist zwar amüsant aber letztendlich doch sehr extrem, wie du zugeben musst.
Immerhin hat der Papst sich ja auf seiner Israel-Reise noch einmal für ein gutes Verhältnis zum Judentum bemüht, obwohl ich mir von der Reise viel klarere Worte erwartet hatte, wie ich sie in letzter Zeit allgemein im vom Vatikan vermisse.
Ich denke, dass die katholische Kirche sich momentan an einem Scheideweg befindet.
Der Papst muss sich jetzt für die richtige Richtung entscheiden und durchgreifen.
Lord Byron
PS: Du machst deinem Namen "advocatus diaboli" ja alle Ehre!
