28-07-2009, 16:08
Materialismus:
1. Alles Existierende ist ausschließlich auf physikalische Vorgänge zurück zu führen. So werden z. B. Bewusstseinsphänomene durch physische Vorgänge im Gehirn erklärt.
2. Der dialektische M. (nach Engels) kritisiert die rein mechanistische Sichtweise (die Welt - ein Uhrwerk). Nach Engels hat die Wirklichkeit mehrere Ebenen: z. B. die physische, die organische, die Ebene des Bewusstseins, die soziale, die ökonomische, die kulturgeschichtliche. Die höheren Ebenen setzen die jeweils niedrigeren als ihre notwendigen Bedingungen voraus. Für die verschiedenen Ebenen setzt der dialektische M. die Existenz besonderer Entwicklungsgesetze voraus (ähnlich den Naturgesetzen).
Naturalismus:
1. Die Auffassung, dass alles Seiende auf eine kausal bestimmte Natur zurück geführt werden kann, wie sie von den Naturwissenschaften beschrieben wird. Insbesondere werden transzendentale Entitäten (Gott, Engel) und der freie Wille geleugnet. N. wird häufig auch als Materialismus bezeichnet (s. o.).
2. Der erkenntnistheoretische Naturalismus geht einen Schritt weiter und vertritt die Auffassung, dass alles Seiende mit den naturwissenschaftlichen Methoden vollständig beschrieben werden kann. Dies hat Auswirkungen auf die Beschreibung der Seinsweise (des Menschen), die z. B. allein durch die Evolutionstheorie gegeben ist.
3. Im ethischen N. wird die Auffassung vertreten, (a) Moralische Urteile sind mit der Beschreibung eines gesellschaftlichen Zustandes identisch und können wissenschaftlich geprüft werden. (b) Dies erlaubt den Umkehrschluss: Von einer Beschreibung kann auf das moralische Urteil geschlossen werden. (d) Wertende Begriffe wie "gut" können auf einfachere Begriffe aus der Beschreibung gesellschaftlichen Daseins hergeleitet werden.
Kurzfassungen aus:Anton Hügli / Poul Lübke "Philosophie Lexikon", rororo 2006
1. Alles Existierende ist ausschließlich auf physikalische Vorgänge zurück zu führen. So werden z. B. Bewusstseinsphänomene durch physische Vorgänge im Gehirn erklärt.
2. Der dialektische M. (nach Engels) kritisiert die rein mechanistische Sichtweise (die Welt - ein Uhrwerk). Nach Engels hat die Wirklichkeit mehrere Ebenen: z. B. die physische, die organische, die Ebene des Bewusstseins, die soziale, die ökonomische, die kulturgeschichtliche. Die höheren Ebenen setzen die jeweils niedrigeren als ihre notwendigen Bedingungen voraus. Für die verschiedenen Ebenen setzt der dialektische M. die Existenz besonderer Entwicklungsgesetze voraus (ähnlich den Naturgesetzen).
Naturalismus:
1. Die Auffassung, dass alles Seiende auf eine kausal bestimmte Natur zurück geführt werden kann, wie sie von den Naturwissenschaften beschrieben wird. Insbesondere werden transzendentale Entitäten (Gott, Engel) und der freie Wille geleugnet. N. wird häufig auch als Materialismus bezeichnet (s. o.).
2. Der erkenntnistheoretische Naturalismus geht einen Schritt weiter und vertritt die Auffassung, dass alles Seiende mit den naturwissenschaftlichen Methoden vollständig beschrieben werden kann. Dies hat Auswirkungen auf die Beschreibung der Seinsweise (des Menschen), die z. B. allein durch die Evolutionstheorie gegeben ist.
3. Im ethischen N. wird die Auffassung vertreten, (a) Moralische Urteile sind mit der Beschreibung eines gesellschaftlichen Zustandes identisch und können wissenschaftlich geprüft werden. (b) Dies erlaubt den Umkehrschluss: Von einer Beschreibung kann auf das moralische Urteil geschlossen werden. (d) Wertende Begriffe wie "gut" können auf einfachere Begriffe aus der Beschreibung gesellschaftlichen Daseins hergeleitet werden.
Kurzfassungen aus:Anton Hügli / Poul Lübke "Philosophie Lexikon", rororo 2006
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

