02-09-2009, 18:42
(02-09-2009, 12:47)atman schrieb:(02-09-2009, 12:31)jam schrieb: Bilder machen hat damit zu tun vom Sinne der Tora ,das man aus Holz oder anderen Materiealien etwas macht um es Gottesdienstlich zu verehren und es an die Stelle von Gott setzt,
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Wenn ich dich richtig verstanden haben soll, geht es nicht darum keine Vorstellung von Gott zu haben, sondern Gott nicht bildlich abzubilden. Das wäre somit dann natürlich kein Widerspruch. Und hört sich für mich sowohl theologisch als auch historisch logischer an, obwohl viele Ausleger darunter ein Vorstellungsverbot verstehen.
wikipedia (ich weiß, ich weiß...) sagt dazu:
Da Gott sich für Juden von Beginn an durch sein – ebenfalls exklusiv gedachtes – Wort offenbarte (Gen 1,3), betrifft das Bilderverbot im Tanach nur optische und gegenständliche Abbilder, nicht Sprachbilder. Diese zeigen eine große Vielfalt an Metaphern, Vergleichen und Anthropomorphismen
http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote
des weiteren heißt es in Exodus 20,4:
Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde
ob darauf zurückzuführen ist, daß im islam die darstellung alles gegenständlichen verpönt ist im vergleich zu etwa abstrakten ornamenten, weiß ich nicht
das bilderverbot so auszulegen, daß auch metaphorisch kein bild gottes erlaubt sei, also jegliche beschreibung gottes dagegen verstieße, seine unbegreiflichkeit zu verletzen, scheint mir eine eher christliche und hier eher jüngere haltung zu sein, welche darauf zurückzuführen ist, daß man sich dessen bewußt ist, in welche zwickmühlen man sich durch jegliche verbindliche gottesdefinition bringen kann (stichwort beweisbarkeit resp. widerlegbarkeit)
was sich der beschreibung völlig entzieht, muß eben auf ewig im nebel bleiben. zu nutz oder frommen sowohl des gläubigen wie des nicht gläubigen, je nachdem...
wittgenstein habe ich in diesem zusammenhang schon oft genug zitiert
