29-11-2009, 00:06
...Wahrscheinlichkeit annehmen!
Was brachte den Menschen so weit unsichtbare, überirdische Wesen, wie Geister, Dämonen und Götter zu erfinden? Die Antwort ist einfach, weil er sie brauchte, denn zum Über-leben waren sie unentbehrlich. Der Schlüssel zur einzigarti-gen Karriere des Menschen ist Animismus, bzw. Religion. Die Hinwendung zum Übersinnlichen ist nicht ein zufälliges Nebenprodukt der Evolution, wie Dawkins in seinem Buch „Der Gotteswahn“ behauptet, sondern hat ihn als Mensch, als bewusstes Wesen erst ermöglicht. Seit Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis aß, und mit seiner Verführerin aus dem Paradies gewiesen wurde, wie das schöne Gleichnis der Bibel es schildert, begann er die Phänomene der Welt zu deuten und nach Vergangenheit und Zukunft zu fragen. So verlor er den paradiesischen Zustand der Unschuld eines Lebens im Hier und Jetzt. Nicht vor 6.000 Jahren, wie die Bibel lehrt, sondern vor 600.000 Jahren oder noch früher. Als der Vormensch im Laufe vieler Generationen sich seiner bewusst wurde, befiel ihn Angst vor Träumen, die er für wahr hielt, vor befremdlichen Himmelserscheinungen, die ihm Schlimmes verhießen, vor Urgewalten des Himmels und der Erde. Zum Menschen gereift, dachte das Wesen nicht nur an Gegenwärtiges, sondern versuchte plausible Antwor-ten für abwesende, vergangene und zukünftige Ereignisse zu finden, eindeutige Erklärungen für eine vieldeutige Welt.
Seit der Existenz einer Art, die fragen kann woher sie kommt, wohin sie geht und wozu sie auf der Welt ist, gibt es die Gewissheit von der Wirksamkeit übernatürlicher Mächte innerhalb und außerhalb des menschlichen Lebens. Als ein-zige von Hundertmillionen Arten ist dem Mensch klar gewor-den, dass jedem Sein der Tod innewohnt. Die Konfrontation mit dem geheimnisvollen Nichtmehrsein war ihm ungeheuer-lich, denn er begriff nicht das Verlöschen des Lebens. So be-fiel ihn entsetzliche Angst vor den Geistern der Verstorbenen. Homo wurde zum Menschen, indem er alle Dinge dieser Welt beseelte, alle ihm nützlichen Erscheinungen der Natur als gute, alle schädlichen und Angsterregenden Phänomene, als böse Geister betrachtete und gelernt hatte sie zu besänftigen. Er brauchte aber ein Medium für die Geister, einen Mittler der mit Geistern und Dämonen umgehen kann, der Antwor-ten für das Undurchschaubare findet. Dieser Okkultischer Hellseher fabriziert spirituelle Erfahrungen, die ihn und sein Umfeld schließlich an Überirdisches glauben lässt. Furcht vor Rache und Heimsuchungen der Toten wurde durch Schamanen mit magischen Mittel bekämpft, böse und gute Geister, durch Opfergaben milde gestimmt. Zauberer liefer-ten Deutungen für bestehende und zukünftige Erfolge, für Schicksalsschläge, Krankheiten und Katastrophen. Wenn natürliche Erklärungen für mysteriöse Ereignisse zu nichts führen, erscheint der Rückgriff auf jenseitige Lösungen nahe liegend. Der Glaube an magische Mächte wurde zur Heraus-forderung, zur „conditio sine qua non“ des Überlebens.
Fortsetzung folgt...
Was brachte den Menschen so weit unsichtbare, überirdische Wesen, wie Geister, Dämonen und Götter zu erfinden? Die Antwort ist einfach, weil er sie brauchte, denn zum Über-leben waren sie unentbehrlich. Der Schlüssel zur einzigarti-gen Karriere des Menschen ist Animismus, bzw. Religion. Die Hinwendung zum Übersinnlichen ist nicht ein zufälliges Nebenprodukt der Evolution, wie Dawkins in seinem Buch „Der Gotteswahn“ behauptet, sondern hat ihn als Mensch, als bewusstes Wesen erst ermöglicht. Seit Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis aß, und mit seiner Verführerin aus dem Paradies gewiesen wurde, wie das schöne Gleichnis der Bibel es schildert, begann er die Phänomene der Welt zu deuten und nach Vergangenheit und Zukunft zu fragen. So verlor er den paradiesischen Zustand der Unschuld eines Lebens im Hier und Jetzt. Nicht vor 6.000 Jahren, wie die Bibel lehrt, sondern vor 600.000 Jahren oder noch früher. Als der Vormensch im Laufe vieler Generationen sich seiner bewusst wurde, befiel ihn Angst vor Träumen, die er für wahr hielt, vor befremdlichen Himmelserscheinungen, die ihm Schlimmes verhießen, vor Urgewalten des Himmels und der Erde. Zum Menschen gereift, dachte das Wesen nicht nur an Gegenwärtiges, sondern versuchte plausible Antwor-ten für abwesende, vergangene und zukünftige Ereignisse zu finden, eindeutige Erklärungen für eine vieldeutige Welt.
Seit der Existenz einer Art, die fragen kann woher sie kommt, wohin sie geht und wozu sie auf der Welt ist, gibt es die Gewissheit von der Wirksamkeit übernatürlicher Mächte innerhalb und außerhalb des menschlichen Lebens. Als ein-zige von Hundertmillionen Arten ist dem Mensch klar gewor-den, dass jedem Sein der Tod innewohnt. Die Konfrontation mit dem geheimnisvollen Nichtmehrsein war ihm ungeheuer-lich, denn er begriff nicht das Verlöschen des Lebens. So be-fiel ihn entsetzliche Angst vor den Geistern der Verstorbenen. Homo wurde zum Menschen, indem er alle Dinge dieser Welt beseelte, alle ihm nützlichen Erscheinungen der Natur als gute, alle schädlichen und Angsterregenden Phänomene, als böse Geister betrachtete und gelernt hatte sie zu besänftigen. Er brauchte aber ein Medium für die Geister, einen Mittler der mit Geistern und Dämonen umgehen kann, der Antwor-ten für das Undurchschaubare findet. Dieser Okkultischer Hellseher fabriziert spirituelle Erfahrungen, die ihn und sein Umfeld schließlich an Überirdisches glauben lässt. Furcht vor Rache und Heimsuchungen der Toten wurde durch Schamanen mit magischen Mittel bekämpft, böse und gute Geister, durch Opfergaben milde gestimmt. Zauberer liefer-ten Deutungen für bestehende und zukünftige Erfolge, für Schicksalsschläge, Krankheiten und Katastrophen. Wenn natürliche Erklärungen für mysteriöse Ereignisse zu nichts führen, erscheint der Rückgriff auf jenseitige Lösungen nahe liegend. Der Glaube an magische Mächte wurde zur Heraus-forderung, zur „conditio sine qua non“ des Überlebens.
Fortsetzung folgt...
