17-03-2004, 14:08
hallo spock.
nur mal ganz schnell......
Frage von MS
Wie ist die Historizität Jesu außerhalb der Bibel zu belegen? Man hört immer wieder, dass die Auferstehung von Jesus ein sehr gut belegtes historisches Ereignis ist. Gibt es dafür außerbiblische Belege?
Die historische Zuverlässigkeit Jesu und insbesondere seiner Auferstehung ist in der Theologie stärker umstritten als in den Geschichtswissenschaften. Vom Standpunkt der Historiker ist gerade die Auferstehung Jesu ein gut belegtes geschichtliches Ereignis.
(2) Außerbiblische Belege
Flavius Josephus
"Um diese Zeit lebte Jesus, ein Mann voll Weisheit, wenn man ihn überhaupt einen Mann nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Dinge und war ein Lehrer der Menschen die gern die Wahrheit aufnehmen; so zog er viele Juden und viele aus dem Griechentum an sich. Dieser war der Christus. Als Pilatus ihn auf die Anzeige der bei uns an der Spitze Stehenden hin mit der Kreuzigung bestraft hatte, hörten diejenigen, die ihn zuerst ins Herz geschlossen hatten, nicht mit ihrer Zuneigung auf. Er erschien ihnen nämlich am dritten Tag wieder lebend, wie die göttlichen Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm verkündigt hatten. Noch bis jetzt hat der Stamm der Christen, die nach ihm genannt sind, nicht aufgehört."
Tacitus
Tacitus war römischer Geschichtsschreiber (ca.55-110 n. Chr.). Dieser hat im Zusammenhang mit dem Brand Roms zur Zeit des Kaisers Nero auch über die Christen geschrieben. Sie wurden vom Kaiser fälschlich als Brandstifter bezeichnet. Er schreibt, dass "der Stifter dieser Sekte, Christus [...] unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden" ist (Tacitus, Annalen XV,44), also eine genaue Übereinstimmung mit den Aussagen im Neuen Testament.
Sueton
Bei diesem kurz nach Tacitus lebenden Historiker kommen zumindest die Anhänger Christi vor: "Mit Todesstrafen wurde gegen die Christen vorgegangen, eine Sekte, die sich einem neuen und gefährlichen Aberglauben ergeben hatte." (Biographie über Nero) Außerdem berichtet er in seiner Claudius-Biographie: "Die Juden vertrieb er aus Rom, weil sie, von Chrestus aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten" (Claudius 25).
Babylonischer Talmud
Die Weisung der Mischna, wie eine Steinigung durchzuführen sei, nimmt das Beispiel von Jesus Christus um die Durchführung zu erklären:
"Es ist überliefert: Am Rüsttag zum Passafest hängte man Jesus, den Nazarener. Ein Ausrufer ging vierzig Tage lang vor ihm her [und verkündigte]: 'Er [Jesus] geht hinaus, um gesteinigt zu werden, weil er gezaubert und Israel verführt und zum Abfall [von Gott] verleitet hat. Jeder, der etwas zu seiner Entlastung weiß, möge kommen und es für ihn geltend machen." (Sanhedrin 6,1)
Tschau
nur mal ganz schnell......
Frage von MS
Wie ist die Historizität Jesu außerhalb der Bibel zu belegen? Man hört immer wieder, dass die Auferstehung von Jesus ein sehr gut belegtes historisches Ereignis ist. Gibt es dafür außerbiblische Belege?
Die historische Zuverlässigkeit Jesu und insbesondere seiner Auferstehung ist in der Theologie stärker umstritten als in den Geschichtswissenschaften. Vom Standpunkt der Historiker ist gerade die Auferstehung Jesu ein gut belegtes geschichtliches Ereignis.
(2) Außerbiblische Belege
Flavius Josephus
"Um diese Zeit lebte Jesus, ein Mann voll Weisheit, wenn man ihn überhaupt einen Mann nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Dinge und war ein Lehrer der Menschen die gern die Wahrheit aufnehmen; so zog er viele Juden und viele aus dem Griechentum an sich. Dieser war der Christus. Als Pilatus ihn auf die Anzeige der bei uns an der Spitze Stehenden hin mit der Kreuzigung bestraft hatte, hörten diejenigen, die ihn zuerst ins Herz geschlossen hatten, nicht mit ihrer Zuneigung auf. Er erschien ihnen nämlich am dritten Tag wieder lebend, wie die göttlichen Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm verkündigt hatten. Noch bis jetzt hat der Stamm der Christen, die nach ihm genannt sind, nicht aufgehört."
Tacitus
Tacitus war römischer Geschichtsschreiber (ca.55-110 n. Chr.). Dieser hat im Zusammenhang mit dem Brand Roms zur Zeit des Kaisers Nero auch über die Christen geschrieben. Sie wurden vom Kaiser fälschlich als Brandstifter bezeichnet. Er schreibt, dass "der Stifter dieser Sekte, Christus [...] unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden" ist (Tacitus, Annalen XV,44), also eine genaue Übereinstimmung mit den Aussagen im Neuen Testament.
Sueton
Bei diesem kurz nach Tacitus lebenden Historiker kommen zumindest die Anhänger Christi vor: "Mit Todesstrafen wurde gegen die Christen vorgegangen, eine Sekte, die sich einem neuen und gefährlichen Aberglauben ergeben hatte." (Biographie über Nero) Außerdem berichtet er in seiner Claudius-Biographie: "Die Juden vertrieb er aus Rom, weil sie, von Chrestus aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten" (Claudius 25).
Babylonischer Talmud
Die Weisung der Mischna, wie eine Steinigung durchzuführen sei, nimmt das Beispiel von Jesus Christus um die Durchführung zu erklären:
"Es ist überliefert: Am Rüsttag zum Passafest hängte man Jesus, den Nazarener. Ein Ausrufer ging vierzig Tage lang vor ihm her [und verkündigte]: 'Er [Jesus] geht hinaus, um gesteinigt zu werden, weil er gezaubert und Israel verführt und zum Abfall [von Gott] verleitet hat. Jeder, der etwas zu seiner Entlastung weiß, möge kommen und es für ihn geltend machen." (Sanhedrin 6,1)
Tschau
