03-12-2004, 20:00
Ich zitiere aus Josh McDowell, "Das Kann ich nicht glauben", S. 51:
Die Einheitsübersetzung steht übrigens in meinem Wohnzimmer im Regal und wird durchaus von Zeit zu Zeit zu Rate gezogen, weil ich die Übersetzung an sich sehr schätze.
LG
C.
Zitat:Die Gründe dafür, die Apokryphen als heilige Schrift einzuordnen, brechen bei näherer Untersuchung vollständig zusammen. Die Verfasser des Neuen Testaments mögen sich darauf beziehen, aber sie zitieren sie niemals als heilige Schrift oder geben auch nur den geringsten Hinweis, dass diese Bücher inspiriert wären. Wenn die Septuaginta im ersten Jahrhundert diese Bücher enthielt, was keineswegs eine bewiesene Tatsache ist, dann ignorierten Jesus und seine Jünger sie vollkommen.
Sich zum Beweis für die Inspiration der Bücher auf bestimmte Kirchenväter zu berufen, ist ein schwaches Argument, da ebenso viele in der frühen Kirche, besonders Origenes, Hieronymus und andere, ihre angebliche Inspiration leugneten.
Die Syrische Kirche wartete bis zum vierten Jahrhundert n. Chr., um diese Bücher als kanonisch zu akzeptieren. Es ist bemerkenswert, dass die Peschita, die syrische Bibel aus dem zweiten Jahrhundert n.Chr., sie nicht enthielt.
Der frühe Augustinus erkannte die Apokryphen zumindest teilweise an. Aber später reflektieren die Schriften des Augustinus eine klare Ablehnung dieser Bücher als außerhalb des Kanons und minderwertiger als die hebräischen Schriften.
Die jüdische Gemeinschaft lehnte diese Schriften ebenfalls ab. Auf der jüdischen Synode von Jamnia (ca 90 n.Chr.) wurden neun der Bücher unseres alttestamentlichen Kanons aus unterschiedlichen Gründen diskutiert, ob sie eingeschlossen werden sollten. Schließlich erklärte man nur die hebräischen Bücher in unserem heutigen Kanon des Alten Testaments für kanonisch.
Das Vorhandensein von Apokryphen unter den Fragmenten des Alten Testaments beweist hinsichtlich der Inspiration wenig, da auch zahlreiche Fragmente anderer, nicht zur Schrift gehörender Dokumente gefunden worden sind.
Man kann nicht genug darauf hinweisen, dass die römisch-katholische Kirche selbst diese Bücher nicht vor 1545-1563, auf dem Konzil von Trient, als heilige Schriften erklärt hat.
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Die Apokryphen enthalten außerdem nachweisbare Irrtümer. Tobit soll gelehrt haben, als Jerobeam im Jahre 931 v. Chr. seine Revolte begann und lebte immer noch zur Zeit der assyrischen Gefangenschaft (722 v. Chr.), doch das Buch Tobit sagt, er habe nur 158 Jahre gelebt (Tobit 1,3-5; 14-11).
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Die Einheitsübersetzung steht übrigens in meinem Wohnzimmer im Regal und wird durchaus von Zeit zu Zeit zu Rate gezogen, weil ich die Übersetzung an sich sehr schätze.
LG
C.
