21-12-2010, 01:31
(20-12-2010, 21:57)t.logemann schrieb: Im Übrigen stellt sich schon die Frage, ob das Beispiel so selten ist - umgekehrt "funktioniert" das übrigends auch. Das ein User nämlich die Religion bis auf's Blut verteidigt - weil er/sie in der Erziehungsphase völlig a-religiös erzogen wurde. "Religion als Ausdruck pubertärer Rebellion" sozusagen...
Die Kausalfrage ist in diesem Zusammenhange allerdings vollkommen irrelevant; jede Wahrnehmung ist Resultat von subjektiven Empfindungen und Wertungen, die teils bewusst, teils unbewusst funktionieren. Eine "objektive" Sichtweise gibt es nicht. Insofern ist die Frage nach den Ursachen solcher Wertungen absolut irrelevant.
Sicherlich bist Du online mit Wertungen dieser Art (vielleicht nicht in einem solchen Extrem, wie Du es schilderst, aber mit dergestaltigen Zwischenschritten) konfrontiert, aber für solche Prämissen den Grund zu finden, hat für eine Diskussion keinen anderen Sinn als Entwertung des Gesagten aufgrund von Persönlichkeiten.
Sinn einer Diskussion ist es m.E. den Gehalt dessen, was jemand sagt, zu überprüfen, aber nicht ein Psychogramm seiner Person zu erstellen und mir Notizen darüber zu machen, was er wann wo über sich sagt, um es ihm hinterher als Kampfargument um die Nase zu schmieren. Das ist allenfalls schlechter Stil, hat aber keinerlei Wissensgehalt.
“I love to play with kids; they’re easy to cheat and fun to beat.” –Fran Lebowitz

