Ganz so einfach ist es wohl nicht. Im Angesicht des Todes, bleibt oftmals das Gefühl, dem Dahingeschiedenen noch etwas schuldig geblieben zu sein, oder dass mit selbigem "noch eine Rechnung offen" ist. "Hitler war vom Satan bessen", heißt es in einem parallelen Thread. Ist es gerecht, wenn seine Seele nie mehr aus der Hölle heraus kann - nur für ein paar Jahre menschlich inakzeptablen Verhaltens?
Die hier glaubend postulierte "Gerechtigkeit Gottes" führt, zuende gedacht, zur widerlichen Ungerechtigkeit. Dann aber stellt sich die berechtigte Frage, ob man überhaupt über "Gerechtigkeit" jenseits unserer Zeit und jenseits unserer Natur spekulieren darf - und diese Spekulationen auch noch zu verbindlichem Glaubensgut stilisiert?
Ich sehe "Gebete für Verstorbene" daher eher als Erleichterung der Trauerarbeit, weil man damit Gefühle gegenüber dem Toten "abbauen" (verarbeiten) kann.
Die hier glaubend postulierte "Gerechtigkeit Gottes" führt, zuende gedacht, zur widerlichen Ungerechtigkeit. Dann aber stellt sich die berechtigte Frage, ob man überhaupt über "Gerechtigkeit" jenseits unserer Zeit und jenseits unserer Natur spekulieren darf - und diese Spekulationen auch noch zu verbindlichem Glaubensgut stilisiert?
Ich sehe "Gebete für Verstorbene" daher eher als Erleichterung der Trauerarbeit, weil man damit Gefühle gegenüber dem Toten "abbauen" (verarbeiten) kann.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

