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Maria 2.0 und der Griff nach der Hausmacht
#1
Liebe Forenfreunde,

... die Initiative Maria 2.0 ist zwar neu, war aber nach den vorherigen kritischen Wortäußerungen nur eine Frage der Zeit. Es gibt inzw. in der RKK auch eine relativ beachtliche Optionsbewegung.

Auf der einen Seite ist eine Neuausrichtung der Hausmacht ja nichts grds. schlechtes. Auf der anderen Seite kommt mir das insgesamt doch recht skuril vor. Wenn man bedenkt, dass die Kirche in einem inzw. 25-jährigen Auszerrungsprozeß sich befindet sind Stielfragen von untergeordneter Bedeutung.

Einige Geistliche sagen sicher schon hinter vorgehaltener Hand : die Frauen nutzen die Schwäche der Gesamtkirche nun aus und übernehmen ein Schiff im Niedergang.

Allerdings kenne ich die konkreten Forderungen der Initiative "Maria 2.0" nicht so ganz.
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#2
(16-05-2019, 18:05)Kreutzberg schrieb: Allerdings kenne ich die konkreten Forderungen der Initiative "Maria 2.0" nicht so ganz.


Ich habe etwas gefunden: Maria 2.0 – Wikipedia

Eine Bekannte von mir sympathisiert mit dieser Initiative. Augenzwinkernd sagte sie mir, es sei Maria aus Magdala gemeint

Maria aus dem Ort Magdala war der erste Mensch, dem der auferstandene Jesus erschien. Noch vor den Aposteln
"Sie war - als Frau! - auch die erste, welche die das Christentum begründende Botschaft von der Auferstehung Christi erfuhr und dann zu verbreiten hatte."
Maria Magdalena - Ökumenisches Heiligenlexikon

Der richtige Name dürfte nicht Maria Magdalena sein, sondern Maria aus Magdala
Siehe hier:
Maria aus Magdala - Lexikon :: bibelwissenschaft.de

Diese reuige Sünderin salbte Jesus die Füße und wurde dann damit belohnt, daß sie der erste Mensch war, dem der auferstandene Jesus erschienen war
"Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt." Joh 12,3 (Einheitsübersetzung)

Es gibt einen Zeitungsartikel aus 2012
Maria Magdalena: Gottes Emanze | PROFIL.at
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#3
(16-05-2019, 18:05)Kreutzberg schrieb: Liebe Forenfreunde,

... die Initiative Maria 2.0 ist zwar neu, war aber nach den vorherigen kritischen Wortäußerungen nur eine Frage der Zeit. Es gibt inzw. in der RKK auch eine relativ beachtliche Optionsbewegung.

Auf der einen Seite ist eine Neuausrichtung der Hausmacht ja nichts grds. schlechtes. Auf der anderen Seite kommt mir das insgesamt doch recht skuril vor. Wenn man bedenkt, dass die Kirche in einem inzw. 25-jährigen Auszerrungsprozeß sich befindet sind Stielfragen von untergeordneter Bedeutung.

Einige Geistliche sagen sicher schon hinter vorgehaltener Hand : die Frauen nutzen die Schwäche der Gesamtkirche nun aus und übernehmen ein Schiff im Niedergang.

Allerdings kenne ich die konkreten Forderungen der Initiative "Maria 2.0" nicht so ganz.

Die Frauen von "Maria 2" stellen einfach nicht die richtigen Fragen!
Was hält sie überhaupt in der RKK?
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#4
Welche Fragen oder welche Art von Fragen sollen denn "die Frauen" (ich nehme an: Christinnen römisch-katholischen Glaubens) stellen.
Ich mag kein Rätselraten!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#5
(17-05-2019, 23:28)Ekkard schrieb: Welche Fragen oder welche Art von Fragen sollen denn "die Frauen" (ich nehme an: Christinnen römisch-katholischen Glaubens) stellen.
Ich mag kein Rätselraten!

* Welche Religion hat GOTT?
* Was war das Erlösungswerk von Jesus?
* Wie viele Erdenleben hat der menschliche Geist/die Seele?
* Kann ein von Menschen gewählter Mensch der Stellvertreter GOTTES sein? 
* Der Taler in dem Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt. Ist das im Sinne Jesus?
* Kann das im Sinne GOTTES/Jesus sein, wie die RKK mit Menschen umgeht, bzw. umgegangen ist?
* Usw.

PS: Ekkard, müssen die User hier darauf achten was Sie mögen und was nicht? Icon_rolleyes  Steht das irgendwo? Icon_wink
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#6
Vielleicht hast du ja Recht?!
Gegenfrage: Werden "die Frauen" durch Antworten auf diese, deine Fragen zu sozialeren, liebenswerteren Menschen?
Das ist das A&O aller religiösen Fragen.
Und wenn ja, bauen die (möglichen) Antworten eine Machtbasis auf gegen kirchenmännliche Bestimmtheiten?

Zum PS: Mir reicht, wenn User wissen, wenn ich etwas nicht mag Icon_lol
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#7
(18-05-2019, 23:55)Ekkard schrieb: Vielleicht hast du ja Recht?!
Gegenfrage: Werden "die Frauen" durch Antworten auf diese, deine Fragen zu sozialeren, liebenswerteren Menschen?
Das ist das A&O aller religiösen Fragen.
Und wenn ja, bauen die (möglichen) Antworten eine Machtbasis auf gegen kirchenmännliche Bestimmtheiten?

Zum PS: Mir reicht, wenn User wissen, wenn ich etwas nicht mag Icon_lol

"Gegenfrage: Werden "die Frauen" durch Antworten auf diese, deine Fragen zu sozialeren, liebenswerteren Menschen?"

Das kommt darauf an wem sie diese Fragen stellen und welche Antwortqualität sie bekommen.

Zumindest kann ihnen dann ein Ahnen kommen, welcher Organisation sie sich angeschlossen haben.

GOTT wird nicht dadurch römisch katholisch, in dem die "Marias" den Altar und die Sakristei sauber halten.

Zum PS: Wenn Ihr Nichtmögen und mein Mögen kompatibel sind, ist ja alles ok. Icon_razz
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#8
Aus meiner Sicht ist zunächst einmal interessant zu wissen, weshalb dieser Weg überhaupt gewählt wurde.
Die Kommunikation zur Kirchenleitung ist gestört und man wollte ein Signal setzen. Durch die neue Verletzlichkeiten
der Bistümer hofft man auf Bewegung durch öffentlichen Druck.

Wir wissen natürlich nicht - ob die Bistumsleitung auf diese Aktion ernsthaft reagiert oder auf die Strategie sitzt
die man kennt - nämlich runterspielen und aussitzen. Das erhöht dann den ohnehin hohen Frustpegel in der Basis.
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#9
Zitat: Das erhöht dann den ohnehin hohen Frustpegel in der Basis.

Und erhöht und beschleunigt hoffentlich die Kirchenaustritte!
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#10
Das war ein nicht unwichtiger Hinweis !

Wieviel Frust kann ein Ehrenamtler in beiden Konfessionen wohl ertragen bis er hinwirft ?
> die Praxis zeigt aber das dies so einfach nicht ist : denn ein verbaler Dialog hält die Hoffnung aufrecht, dass
sich was tut. Die Kirchenleitungen werden erst einmal zuhören; einiges in Aussicht stellen, was dann nie erfüllt wird.

Diese Taktick hat zersetzen Charakter. Was die Erfahrung zeigt ist aber auch, dass es Gemeinden gibt mit
einer ehrlichen Aufbruchsstimmung und Gemeinden mit einem endlosen Stillstand - wie in einer Zeitkapsel gefangen.
Das ist schwer vermittelbar für einen Außenstehenden. So etwas muss man einfach gesehen haben um es zu begreifen.
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#11
(22-05-2019, 13:26)Kreutzberg schrieb: Die Kommunikation zur Kirchenleitung ist gestört


Das war schon vor 2000 Jahren zur Zeit Jesu so

"Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich." Joh 6,60
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#12
Zitat:"...dass es Gemeinden gibt mit einer ehrlichen Aufbruchsstimmung..."

Interessant!

Kreutzberg, definieren Sie doch bitte: Ehrliche Aufbruchsstimmung!

Was ist aus Schöpfungssicht eine ehrliche Aufbruchsstimmung?
* Wird der Papst abgesetzt?
* Dürfen die Priester Geschlechtsverkehr haben?
* Sind alle Menschen auf Erden gleich wertvoll?
* Werden die Schöpfungsgesetze GOTTES akzeptiert, zB. was wir säen werden wir auch ernten?
* Haben diese Gemeinden erkannt, dass die Seele viele Erdenleben hat?
* Haben diese Gemeinden erkannt, dass die Bibeln nicht das Wort GOTTES sein können?
* Haben diese Gemeinden erkannt, dass der Tod Jesus ein Verbrechen war und keine Rettung?
* Haben diese Gemeinden das w a h r e Erlösungswerk von Jesus erkannt?
* ?

Wo kann ich diese Gemeinde(n) finden?
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#13
Hier ist uebrigens ein Artikel von gestern auf Spiegel Online, der auch darauf eingeht, was das Thema des Threads eigentlich ausmacht:

*https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/maria-2-0-in-hamburg-katholikinnen-kaempfen-fuer-aemter-und-gleichberechtigung-a-1268707.html

Da stehen auch die Kernforderungen.
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#14
(23-05-2019, 08:26)Ulan schrieb: Hier ist uebrigens ein Artikel von gestern auf Spiegel Online, der auch darauf eingeht, was das Thema des Threads eigentlich ausmacht:

*https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/maria-2-0-in-hamburg-katholikinnen-kaempfen-fuer-aemter-und-gleichberechtigung-a-1268707.html

Da stehen auch die Kernforderungen.

Aus Spiegel:
"Wir werden den Kirchenoberen die Augen öffnen über die Bedürfnisse der Gläubigen."

Die Forderungen des Netzwerks Maria 2.0:
  • Zugang von Frauen zu allen Kirchenämtern und Weihen
  • Keine kirchlichen Ämter für Missbrauchstäter, -dulder oder -vertuscher
  • Überstellung von Missbrauchsverdächtigen an weltliche Ermittlungsbehörden und Gerichte
  • Aufhebung des Pflichtzölibats
  • Anpassung der Sexualmoral an die Lebenswirklichkeit der Menschen
Aus Sicht der Frauen berechtigte Forderungen, aber sekundär!
Auch bei "Maria 2", bleiben die primären Themen unberücksichtigt.  Auch das ist verständlich, haben sie sich doch bis dato nicht damit beschäftigt.

Metapher: Ich melde mich bei einem Fußballverein an, stelle aber fest: Hier wird ja nur Schach gespielt" Icon_frown
Was mache ich jetzt?: A) Ich melde mich wieder ab und gehe in einen richtigen Fußballverein? oder B) Ich versuche den Verein von innen her zu bewegen, sie mögen doch bitte mehr Fußballspielen.
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#15
(23-05-2019, 10:47)daVinnci schrieb: Aus Spiegel:
"Wir werden den Kirchenoberen die Augen öffnen über die Bedürfnisse der Gläubigen."

Die Forderungen des Netzwerks Maria 2.0:
( . . . )
- Anpassung der Sexualmoral an die Lebenswirklichkeit der Menschen


Es ist zu bezweifeln, ob das wirklich "die Bedürfnisse der Gläubigen" sind

Und ob die Gläubigen gar eine "Anpassung der Sexualmoral an die Lebenswirklichkeit der Menschen" wollen ist ebenso sehr zweifelhaft


Es gibt hier im Forum bereits einen Thread:
Politik und Soziales >  Maria 2.0 und der Griff nach der Hausmacht

Maria aus Magdala (volkstümlich "Maria Magdalena) war eine berühmte biblische Frau - sie war der erste Mensch, dem der auferstandene Jesus erschien. Der auferstandene Jesus erschien ihr vor den Aposteln !

Dies wahrscheinlich als Belohnung für ihr Verhalten
"Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt." Joh 12,3 (Einheitsübersetzung)
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