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Suche einen Glaubenskompass
#16
(16-08-2022, 21:16)Rosenzweig schrieb: Lassen wir unseren Blick ins Weltall schweifen, so sehen wir ja eigentlich etwas Unfassbares vor uns

Sicherlich. Aber auch ein Blick ins Mikroskop kann ein gewaltiges Erlebnis sein! Bei 150x fängt es an.
Und erst der Blick auf ein Röntgenphoto

Als Kind liebte ich das Kaleidoskop. Aber all diese Blicke bringen keine Erleuchtung.
Man kann stundenlang die Berggipfel bewundern, die Schönheit der See - ist aber alles geistige oder psychische Onanie

Wie schön das Hirschgeweih doch ist! Wie malerisch der Vollmond!
Aber das sagt nichts. Juden, Christen, Korangläubige, Mormonen, Zeugen Jehovas, Buddhisten, Hindus, Animisten lieben solche Anblicke - aber keiner kann seine Philosophie damit erhöhen.

Schön, aber wertlos

Was bringt mir eine schöne Muschel in Glaubensfragen? Na eben
Und der erhabene Anblick der Milchstraße und der Sternschnuppen ist zwar was fürs Gefühl, aber letztlich eine leere Sache
#17
(16-08-2022, 22:26)Sinai schrieb: Und der erhabene Anblick der Milchstraße und der Sternschnuppen ist zwar was fürs Gefühl, aber letztlich eine leere Sache

Hat Dich Reklov angesteckt? Der Anblick des Sternenhimmels - als Staedter vergisst man manchmal, wie grossartig der ohne Lichtverschmutzung aussieht - hat schon immer das Geschichtenspinnen angeregt. Und Geschichten haben Macht und koennen die menschliche Geschichte praegen. Astrologie und Astronomie (geschichtlich wurde das nicht unterschieden) waren in fruehen Gesellschaften weit verbreitet, und Kosmologie ist letztlich irgendwo an der Basis so gut wie jeder Religion zu finden.
#18
(16-08-2022, 22:26)Sinai schrieb:
(16-08-2022, 21:16)Rosenzweig schrieb: Lassen wir unseren Blick ins Weltall schweifen, so sehen wir ja eigentlich etwas Unfassbares vor uns

Wie schön das Hirschgeweih doch ist! Wie malerisch der Vollmond!
Aber das sagt nichts. 

Doch, es sagt sogar eine ungeheure Menge, nur muss man es lesen lernen. Das wäre eine tote Welt, wenn die Dinge nicht irgendwie in lebendiger Beziehung stehen würden. Der Eindruck, den etwas aus der Natur macht, wie der, der von der imposanten Formgestalt eines Hirschgeweihs kommt, stellt dazu erst einen Anfang dar.
"Meine Taten von gestern sind mein Schicksal von heute." Rudolf Steiner
#19
(17-08-2022, 12:01)Rosenzweig schrieb: Der Eindruck, den etwas aus der Natur macht, wie der, der von der imposanten Formgestalt eines Hirschgeweihs kommt, stellt dazu erst einen Anfang dar.

"In-etwa" aus dem selben Grund, warum bei idealen Temepraturverhältnissen an schmutzigen Glasscheiben Eisblumen entstehen und die zufällige "Dreckverteilung" an den Fenstern die Struktur des Musters vorherbestimmt. Oder durch Zuchtauswahl aus dem  Wolf ein *https://www.mein-haustier.de/hunderassen/chihuahua/ wurde. Für die Zucht des Hirschgeweihes  zeichnet  sich der sexuelle Selektionsdruck als der Hauptverantwortliche Zuchtdirektor aus... usw. usf.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
#20
(17-08-2022, 12:01)Rosenzweig schrieb:
(16-08-2022, 22:26)Sinai schrieb: Wie schön das Hirschgeweih doch ist! Wie malerisch der Vollmond!
Aber das sagt nichts. 

Doch, es sagt sogar eine ungeheure Menge, nur muss man es lesen lernen. Das wäre eine tote Welt, wenn die Dinge nicht irgendwie in lebendiger Beziehung stehen würden. Der Eindruck, den etwas aus der Natur macht, wie der, der von der imposanten Formgestalt eines Hirschgeweihs kommt, stellt dazu erst einen Anfang dar.

Ist schon richtig, wir lernen eine Menge ueber die Welt beim Anblick dieses Hirschgeweihs.

1. Wir verehren Macht. Je groesser die Macht, desto groesser die Verehrung. Ein Hirsch mit muskuloeser, stattlicher Erscheinung und dem Kopfschmuck wirkt nicht nur auf Hirschdamen, sondern auch auf Menschen, zumindest was die Bewunderung der Macht angeht. Kopfschmuck als Herrschaftssymbol ist uns ja auch nicht fremd (Koenigskronen, militaerische Kopfbedeckungen, etc.). Daran, dass groessere und muskuloesere Maenner zumindest beim Ersteindruck einen grossen Vorteil haben, haben auch alle Emanzipationsbewegungen nichts geaendert. Und ja, die groesste Verehrung von Macht findet sich dann in Religion; Formeln wie "nichts Groesseres darueber hinaus" besagen ja genau das.

2. Ein Hirschgeweih erinnert uns auch daran, dass der Gewinner alles bekommt und der Verlierer gar nichts. Ein Grossteil der Natur funktioniert nach diesem Prinzip. Nur der Gewinner darf sich fortpflanzen und in seinen Nachkommen weiter leben, alle Verlierer scheiden aus dem Spiel des Lebens aus. Gut, sie bekommen noch eine zweite Chance in einem anderen Jahr, wenn sie den Kampf ueberleben, was zumindest meist der Fall ist. Trotzdem gewinnt bei diesem Spiel nur ein Bruchteil aller Teilnehmer, und alle anderen bekommen gar nichts. Einen Seitenweg gibt's noch: ein gewitzter Hirsch kann den Moment des Kampfes nutzen, falls er eine Hirschdame findet, die sich auf so etwas einlaesst. Aber ansonsten bleibt es dabei: die meisten gehen leer aus.

3. Das Gewinnen in diesem Spiel ist der zentrale Punkt des Lebens. Da nur die groessten und staerksten maennlichen Hirsche das Spiel gewinnen, schlaegt sich das auch in ihren Nachkommen wieder. Das Gewinnen ist so wichtig, dass Hirschkuehe viel mehr Energie in ein maennliches Kalb stecken als in ein weibliches. Dieser Einsatz ist so wichtig, dass das oft in Mangelerscheinungen endet und Hirschkuehe mit maennlichen Kaelbern eine hoehere Wahrscheinlichkeit haben, den naechsten Winter vor Erschoepfung nicht zu ueberleben. Aber anscheinend ist es den Einsatz wert.


Das sind alles Konzepte, die man aus einem Hirschgeweih herauslesen kann. Eignet sich das als Glaubenskompass? Wohl eher nicht. Eigentlich sind unsere Ideale doch ganz andere. Oder zumindest versuchen wir, uns das einzureden, auch wenn unser Instinkt oefter dann doch mal gewinnt.
#21
Das Jahr über, leben  männlicher Hirsche in Gruppen und in freundschaftlicher Harmonie zusammen. Ihre Geweihe werfen sie nach der sogenannten "Brunft" (im Winter) ab. Die freundschaftliche Harmonie, ohne ein voll ausgereiftes Geweih, erhöht die Überlebenschance gegenüber Fressfeinden.. Bis dann am Ende des folgenden Sommers die Temperaturen sinken und die Hormonpegel steigen, sind die Geweihe wieder voll ausgereift.. und die bisher in inniger Freundschaft zusammenlebende Hirsch-Böcke, werden zu erbitterten Feinden....
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
#22
(17-08-2022, 13:11)Ulan schrieb: . . . dass der Gewinner alles bekommt und der Verlierer gar nichts. Ein Grossteil der Natur funktioniert nach diesem Prinzip. Nur der Gewinner darf sich fortpflanzen und in seinen Nachkommen weiter leben, alle Verlierer scheiden aus dem Spiel des Lebens aus. Gut, sie bekommen noch eine zweite Chance in einem anderen Jahr, wenn sie den Kampf ueberleben, was zumindest meist der Fall ist. Trotzdem gewinnt bei diesem Spiel nur ein Bruchteil aller Teilnehmer, und alle anderen bekommen gar nichts. . .


. . . Eignet sich das als Glaubenskompass? Wohl eher nicht. Eigentlich sind unsere Ideale doch ganz andere. . .

Ja, Du hast recht. Dieses brutale tierische Ausleseverfahren fördert den Egoismus
Bei Menschen ist das unerwünscht!

Da dies den Bereich politischer Ideologien berührt und manchmal sogar wesentlicher Bestandteil politischer Ideologien ist, denke ich, es ist einen eigenen Thread wert:

Politik und Soziales > Positive und negative Aspekte der Auslese zur Paarung
#23
(17-08-2022, 12:01)Rosenzweig schrieb:
(16-08-2022, 22:26)Sinai schrieb:
(16-08-2022, 21:16)Rosenzweig schrieb: Lassen wir unseren Blick ins Weltall schweifen, so sehen wir ja eigentlich etwas Unfassbares vor uns

Wie schön das Hirschgeweih doch ist! Wie malerisch der Vollmond!
Aber das sagt nichts. 

Doch, es sagt sogar eine ungeheure Menge, nur muss man es lesen lernen. Das wäre eine tote Welt, wenn die Dinge nicht irgendwie in lebendiger Beziehung stehen würden. Der Eindruck, den etwas aus der Natur macht, wie der, der von der imposanten Formgestalt eines Hirschgeweihs kommt, stellt dazu erst einen Anfang dar.

Ich rede also von einem Anfang, der dort entsteht, dass die Dinge in der Natur des Mikro- und des Makrokosmos' einen Eindruck in unseren Empfindungen hinterlassen. Das ist wie ein Kind, das sich von allem unvoreingenommen beeindrucken lässt. Wird der Mensch älter, so wächst mit seinem Bewusstsein die Erkenntnisfähigkeit. Was zuvor nur in den Gefühlen gelegen hatte, wie der Eindruck des Hineinziehens der Schwärze des Weltalls und das hervorstechende Strahlen der Sterne oder der Mond nicht nur mit seinen Phasen, darin lässt das Denken eine Polarität erkennen, womit es ein Mittel in der Hand hält, lebendige Verhältnisse im und zwischen Mikro- und Makrokosmos erkennen und begreifen zu können.
"Meine Taten von gestern sind mein Schicksal von heute." Rudolf Steiner
#24
(16-08-2022, 21:46)Geobacter schrieb:
(16-08-2022, 12:04)Franz schrieb: Beide Seiten, Theologie und Naturwissenschaft, machen das gleiche, sie suchen nach unserem Ursprung,  jede der beiden geht andere Wege, zusammen führe sie zu einem gemeinsamen Ziel.

"Glauben" heißt nicht wissen, @Franz. Deswegen macht glauben glücksseelig (Placebo). Die Beschaffenheit unserer Welt erlaubt es zudem jederzeit und überall zu scheitern. Man muss immer gut aufpassen.


Glauben ist Glauben, egal an was. Blende ich Religion und Glauben aus, kommt man natürlich auch durchs Leben, wenn ich tot bin, bin ich tot. Man lebt und will jetzt alles und verzichtet auf nichts,  "da oben ist nichts mehr, du muss den Himmel auf Erden haben". Jeder nach seimem Gewissen, wenn er wenigstens die Menschenrechte beachtet.
Ich brauche einen Gott, wie iGiordano Bruno ihn  betrachtet; die Welt als als Spiegel Gottes, somit eine Aufwertung des Begriffes der Materie. 
Schade, daraus hätte mehr als eine Weltanschuung werden können. 100 Jahre später wäre er wohl nicht als Kätzer verbrannt worden.

Gut aufpassen.......

Jeder soll sein Verstand  bemühen und überlegen, auf was er sich einlässt.
Ich vertraue der Wissenschaft und am Grunde des Bechers  alle Information wartet  ein Gott, wie W. Heisenberg es ausdrückte, dabei kann es von mir auch mehrere Universen geben.
Die  Berechnungen von Einstein, Newton oder Heisenberg scheinen richtig zu sein.

Ja, das Leben kann grausam sein. Es ist alles im Fluss, ich bin dabei unbedeutend.
Ich muss das Leben annehmen,  verstehe ich z. B. was Johannes der Täufer mit der Taufe  meinte, gepart mit der modernen Forschungen, gibt dies einen Sinn für mich an einen Schöpfergott zu glauben.

Lieben Gruß
Franz
#25
(16-08-2022, 21:16)Rosenzweig schrieb:
(16-08-2022, 12:04)Franz schrieb: Nun, was man nicht verhindern kann, kann man nur hinnehmen oder akzeptieren.

Gelassenheit bei dem Elend in der Welt darf jedenfalls nicht mit Verantwortungslosigkeit verwechselt werden. Wie will man einen Gott lieben und ehren, der das Elend zulässt? Das wird schwierig, wenn man ihm das Elend einfach so in die Schuhe schiebt.

Ich schiebe Gott nichts zu, ginge es mir schlechter, wäre es nicht anders, dann dürfte ich auch nicht jammern, ich muss es einfach hinnehmen. Es ist natürlich leicht zu sagen, wenn man das Elend und kein Leid kennt.
Bei dem vielen Elend und Ungerechtigkeit suchen wir nach einer Gerechtigkeit und beten "erbarme dich unser", und hoffen eine Antwort zu erhalten.
Wenn es einen Schöpfungsplan gibt, warum sollte ein Schöpfer seinen perfekten Plan ändern, 
mir zu helfen von den unzähligen anderen Leben des Kosmos? Mit einer Änderung hier und einem Erbarmen da, wäre sein Plan nicht perfekt.

Unsere Realität ist ständige Veränderung. Diese Veränderung ist  einen stetigen Ablauf und dem Zusammenspiel der Dinge in der Zeit, ein optimaler Plan. Im Zusammenhang mit der Emergenz ist das Universum als ein universeller Selbstorganisationsprozess. Der Schöpfungsprozess der Materie, der sogenannte Big Bang geschieht jeden Moment immer wieder aufs Neue , so einen Plan kann nur von  einem allmächtigen Geist sein, mein Bewusstsein der Schöpfung reicht über das Staunen nicht hinaus.

Gott hat den Menschen  mit  einem eigenverantwortlich  freiem Willen erschaffen, hervorgegangen aus einem perfekten Plan. Was der Mensch sich einbrockt, muss er selbst ausbaden. Der Mensch ist für sein Tun verantwortlich. Auch wenn man heute weiß, einen  freien Willen nicht. Nicht der Mensch entscheidet, sondern sein Gehirn. Die Gene sind dabei eingebunden. Mein Bewusstsein ist aus Bewusstsein entstanden, also  auch Evolution.

Wäre alles Gute, so würde man das Böse  gar nicht kennen, es gäbe kein Böses.
Wir benötigen das Gute und das Negative, um daran zu reifen.  Viele machen sich leider selbst die Hölle schon auf Erden.


...........Lassen wir unseren Blick ins Weltall schweifen 
ich z Zt. (Andomeda 2,5 Millionen Lichtjahre)  fast jede Nacht am Teleskop. Ein Katzensprung zu dem anderem Millijarden entfernten Galaxien, ie wir nie sehen werden.

Lieben Gruß
Franz


Danke an alle, nur mit dem Vergleich de Hirschgeweihs passte nicht, gut, auch alles Atome  wie alles in mir.
#26
(21-08-2022, 13:49)Franz schrieb:
(16-08-2022, 21:46)Geobacter schrieb:
(16-08-2022, 12:04)Franz schrieb: Beide Seiten, Theologie und Naturwissenschaft, machen das gleiche, sie suchen nach unserem Ursprung,  jede der beiden geht andere Wege, zusammen führe sie zu einem gemeinsamen Ziel.

"Glauben" heißt nicht wissen, @Franz. Deswegen macht glauben glücksseelig (Placebo). Die Beschaffenheit unserer Welt erlaubt es zudem jederzeit und überall zu scheitern. Man muss immer gut aufpassen.


Glauben ist Glauben, egal an was. Blende ich Religion und Glauben aus, kommt man natürlich auch durchs Leben, wenn ich tot bin, bin ich tot. Man lebt und will jetzt alles und verzichtet auf nichts, 

.... zwischen Glauben und glauben besteht ein großer Unterschied, @Franz.
Und von sich selber kann man da auch nicht einfach mal bequem auf andere schließen, ohne unehrlich und unredlich zu werden.
Gewöhnlich  glauben, heißt, zu "schätzen" und zu "meinen". Auch im Vertrauen gegenüber seinen Artgenossen.
Im sogenannten "heheren" Glauben geht es aber vorerst immer um die Pflege und Hege der (narzisstischen) ICH Bezogenheit (...ach was bin ich doch für ein Besserer).  Aus dieser großspurigen Ich-Bezogenheit heraus, wachsen dann solche  billigen allgemein-Vorstellungen, dass jeder der unrelligiös glaubt, halt eben auf nichts verzichten wollen tut... usw. usf. Was in Einzelfällen zwar durchaus möglich ist.. aber in der Verallgemeinerung totaler Blödsinn.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
#27
(21-08-2022, 13:49)Franz schrieb: Ich muss das Leben annehmen,  verstehe ich z. B. was Johannes der Täufer mit der Taufe  meinte, gepart mit der modernen Forschungen, gibt dies einen Sinn für mich an einen Schöpfergott zu glauben

ja, wenn der sinn deines lebens von außerhalb kommen muß, ist so ein gottesglaube sicher hilfreich

bei mir war die reihenfolge so, daß ich erst nicht mehr glauben konnte und dann feststellte, daß mir dabei nichts fehlt

Zitat:Glauben ist Glauben, egal an was. Blende ich Religion und Glauben aus, kommt man natürlich auch durchs Leben

was du jetzt vielleicht nicht glauben kannst, aber: was gar nicht da ist, muß man nicht erst ausblenden
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#28
(21-08-2022, 13:49)Franz schrieb: Gut aufpassen.......

Jeder soll sein Verstand  bemühen und überlegen, auf was er sich einlässt.
Ich vertraue der Wissenschaft und am Grunde des Bechers  alle Information wartet  ein Gott, wie W. Heisenberg es ausdrückte, dabei kann es von mir auch mehrere Universen geben.
Die  Berechnungen von Einstein, Newton oder Heisenberg scheinen richtig zu sein.

An einen Gott zu glauben macht natürlich Sinn. Aber diesen Sinn macht erst der Glaube. Und diesem Sinn bezieht sich aller Glaube auch immer nur auf ein ICH-MICH-MIR und MEIN - Bezugssystem.

Von daher ist der Glaube ein keinen Schöpfergott auch völlig sinnlos, weil ein solcher Glaube keinen Inhalt hat und somit auch in keinem Bezug zum ICH MICH MIR und MEIN steht. Vom Verstand her, wenn man denn überhaupt einen hat... ist dieser Glaube der dich anzieht, eine simple und bequeme Komfortzone der Selbstüberschätzung, für die es auch nicht sonderlich viel eigenen Verstand braucht. Da kann man dann ja einfach Einstein, Newton oder Heisenberg  zitieren und auch noch so tun, als hätte man ihre Berechnungen sogar höchstpersönlich überprüft...

Berücksichtigen muss man dabei nur noch.. dass solche Zitate möglicherweise gar nicht von den genannten Autoritäten selbst stammen... Das wäre überaus peinlich.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
#29
(21-08-2022, 13:49)Franz schrieb: Jeder soll sein Verstand  bemühen und überlegen, auf was er sich einlässt.
Ich vertraue der Wissenschaft und am Grunde des Bechers  alle Information wartet  ein Gott, wie W. Heisenberg es ausdrückte, dabei kann es von mir auch mehrere Universen geben.
Die  Berechnungen von Einstein, Newton oder Heisenberg scheinen richtig zu sein.

Ja, das Leben kann grausam sein. Es ist alles im Fluss, ich bin dabei unbedeutend.
Ich muss das Leben annehmen,  verstehe ich z. B. was Johannes der Täufer mit der Taufe  meinte, gepart mit der modernen Forschungen, gibt dies einen Sinn für mich an einen Schöpfergott zu glauben.

Dann bemühen wir einmal unseren Verstand. Hast du dir einmal die Berechnungen Einsteins angeschaut? Die würde nicht einmal ein Physiker so ohne weiteres verstehen können. Woher weiß ich das? Weil ich im Freundeskreis einige Physiker habe. Die Medien machen aus Einstein so etwas wie einen Guru.

Die damalige Taufe war völlig anders als es heute praktiziert wird. Der Mensch wurde, kurz erklärt, bis zu einer Erträglichkeitsgrenze untergetaucht, wobei Bilder seiner Vergangenheit aufgetaucht sind. Heute kann man das nicht mehr machen, weil die Konstitution des Menschen eine andere geworden ist.

Greifen wir das Ich bzw. das Ich-Bewusstsein eines jeden einzelnen Menschen heraus, das der Hinduismus "Kama-Manas" nennt, so geht es gerade darum, es nicht nur über die Inkarnationen hinweg zu entwickeln. Jeder Mensch hat durch sein Ich ein Göttliches.
"Meine Taten von gestern sind mein Schicksal von heute." Rudolf Steiner
#30
Guten Tag !

Wr haben z.Zt Urlaubsgäste, die bedient werden wollen, deshalb konnte ich nicht sofort antworten.  

Ich habe mit meinem Beitrag  gefragt, wenn alles mit allem verbunden ist, Materie und Geist, so wäre Gott in mir und mit mir.

Ist meine Vorstellung eines Glaubens, ich atme Atome  mit Information (Geist) ein und umgekehrt  falsch?

Ob meine Vorstellung mit einem Pantheismus  in Einklang zu bringen ist, darauf suche ich eine Antwort im Forum, egal, ob Glaube oder Weltanschauung, ob meine Seele weiterlebt, überlasse ich dem der alles verbindet.
Hier meine Antworten an Euch.

Lieben Gruß
Franz





@Geobacter

Das  Adjektiv "hehre" kenne ich nur bezogen auf die Häretiker, die "heilig", "ehrwürdig". Sie  glaubten  die „Gute Christen“  zu sein,  die Macht der Kirchen war schon zu groß, sie landeten alle auf den Scheiterhaufen. „Tötet sie alle, Gott wird die Seinen erkennen“  Kein Erbarmen, keine Nächstenliebe, aber was die  Haretiker  sich auferlegten, war mehr Fanatismus,  nicht im Sinne Jesus. (ich war neulich noch an einem der Orte in Frankreich.) Einen richtigen Glauben gibt  es nicht, nur Toleranz und Nächstenliebe.

An einen Gott zu glauben macht natürlich Sinn. Aber diesen Sinn macht erst der Glaube. Und diesem Sinn bezieht sich aller Glaube auch immer nur auf ein ICH-MICH-MIR und MEIN - Bezugssystem......................


Ein Bezugsystem mit Eigenschaften der Materie ist mir soweit verständlich. 
Geist, Seele, Gott oder Paradies als Bezugspunkt in Verbindung mit einem System, ein neuer Denkansatz für mich.

Der Mensch hat natürlich die Fähigkeit, mit mehreren Bezugssystemen  gedanklich umzugehen. Es gibt eine objektive Welt der Materie, die messbar ist und abgebildet werden kann. Teilchen, die sich an mehreren Orten gleichzeitig befinden oder über die Ferne miteinander verbunden (Verschränkung) sind.

Ein System, wie sich z.B.Materie und Geist, gegenseitig beeinflussen, du schreibst, ein Bezugssystem  ICH-MICH-MIR und MEIN -,  mit einem Glauben an Gott, wäre für mich denkbar. 

Mein  Bezugspunkt wäre dann eine Geistesvorstellung, wie ein Paradies. Somit ist wieder alles miteinander verbunden. 
Eine bleibende Schwingungsfähigkeit im Leben mit dem Blick auf den Bezugspunkt. So könnte ich ICH-MICH-MIR und MEIN -  die Verbindung mit einem System, mit  Geist, Seele, Gott oder Paradies als Bezugspunkt vorstellen und daran reifen.



...............Berücksichtigen muss man dabei nur noch.. dass solche Zitate möglicherweise gar nicht von den genannten Autoritäten selbst stammen... Das wäre überaus peinlich.

Das mag sein, ich weiß es nicht.

Heisenberg, oder Einstein, sahen in der Natur eine Ordnung. Einen Gott wird von ihnen nicht personifiziert.
Teilchen, die sich an mehreren Orten gleichzeitig befinden oder über die Ferne miteinander verbunden sind, waren für Einstein noch Spuk.

Ob das Zitat Heisenberg untergeschoben wurde oder nicht, die Physik tritt auf der Stelle, nur noch mathematische Strukturen, die kaum jemand versteht, man kann einen  Gott nicht tot recherchieren.
Die Naturwissenschaftler können weder den positiven Gottesbeweis liefern, noch das Gegenteil.
Es kann eine gottlose Erklärung für die Entstehung der Welt geben und eine göttliche. Die Naturwissenschaft kann den sogenannten Urknall nicht erklären und wird ihn auch nie erklären können, denn unsere Zeit auf dem Planeten läuft ab.

Stephen Hawking glaubte  daran, dass es immer Regeln geben wird, die über dem Menschen stehen und die dieser zu befolgen hat, denn eine andere  Wahl hat er gar nicht.Für ihn war es wichtig aufzuzeigen, dass es zwischen Gravitation, Thermodynamik und den Quoteneigenschaften ganz enge Verbindungen gibt.


@Rosenzweig

Diese Berechnungen sind  für einen Physiker bestimmt interessant für die meisten der Menschen nicht verständlich, da höhere Mathematik.
Die Berechnungen Einsteins verlieren nicht ihre Gültigkeit, die moderne Physik lässt sich nur nicht mit der Realitätstheorie verbinden.
Je weiter die Zerlegung  der Einheiten der Materie fortschreitet, desto mehr verlieren die Objekte an individuellen Eigenschaften.  Eigenschaften als Beziehungen zwischen den Dingen, ein nicht lösbares Problem von anderen, was nicht erkärbar ist.

Der Glaube ist das nicht methodisch begründete aber zweifelsfreie Für-wahr halten, so sagt man.


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