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Bei wem hat Jesus gelernt?
#16
@eddyman Heute habe ich keine Zeit; wird nachgereicht.
#17
(04-04-2021, 15:34)eddyman schrieb: Die Frage, bei wem Christus gelernt hat, erscheint mir daher mehr als berechtigt. Natürlich gibt es immer auch Beispiele, die scheinbar ohne meisterliche Hilfe die höchste Stufe erlangt haben, wie Ramana Maharshi oder Sadhguru. Aber auch hier ist es nicht ganz so wie es scheint, denn es wird ein Vorlauf sichtbar, wenn zB Sadhguru davon berichtet, wie sein Meister Ihn zwei Leben früher berührt und ihm bestimmte mystische Fähigkeiten übertragen hat. Ein sukzessiver Fortschritt wird auch bei Buddha deutlich, wenn Er gefragt wird, wie er in nur so kurzer Zeit Erleuchtung erlangen konnte. Seine Antwort (aus dem Lotos-Sutra):

Die Frage, bei wem Christus gelernt hat, sollte doch geschichtlich gar nicht aufkommen. Er ist geschichtlich der Schöpfer von allem, womit sich die Frage woher seine Erkenntnisse kommen, doch erübrigt hat. Er ist derjenige Lehrer, auf welchen sinnvollerweise zu hören ist, nicht nur weil er geschichtlich als das Maß aller Dinge anzusehen ist, sondern weil er wohl alles schuf und somit auch alles Wissen umfasst. 

Die Apogryphen Schriften erklären doch ebenfalls ziemlich eindrucksvoll, dass das was aufgrund der Sinne getrennt erscheint gar nicht getrennt ist, weshalb Christus ja selbst im Thom Ev folgendes sagt: Jesus sprach: „Wenn die, die euch führen, euch sagen: Seht, das Königreich ist im Himmel, so werden die Vögel des Himmels euch vorangehen. Wenn sie euch sagen: es ist im Meer, so werden die Fische euch vorangehen. Aber das Königreich ist in euch, und es ist außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, dass ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid. Aber wenn ihr euch nicht erkennt, dann seid ihr in der Armut, und ihr seid die Armut.“
Man könnte es auch so übersetzen: Wenn ihr euch selbst erkennen werdet, dann werdet ihr wissen, dass ihr Erscheinungsformen des einen, eben lebendigen Gottes seid, welcher als das Potenzial von allem immer vollkommen unbewegt und rein ist. 

Was den Buddha angeht, so kreieren Menschen aufgrund der Unkenntnis des Göttlichen einen Unterschied, wo es doch gar keinen geben sollte. Der Schöpfer selbst lehrte uns doch, dass er sich in uns und wir uns in ihm befinden Joh 14, 20 und sich das ALLEINE wohl in der Vielfalt aller Gestaltungen zeigt, indem der Geist Gottes nahtlos alle Geschöpfe durchdringt 1 Kor 3, 16. Von den Sinnen getäuscht erkennt es sich getrennt von sich selbst. 

Von wem hat der Sohn gelernt? Na vom Vater selbst, welcher im Sohn wohnt, denn geschrieben steht doch:  Jesus spricht zu ihm, angesprochen auf den Vater: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich (DEN VATER) nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke.

Es passt zu den Aussagen des Johannes Evangeliums Kap 1 und zu den Aussagen der indischen Schriften, dass sich der unsichtbare Vater, Gott selbst zum Zwecke der Schöpfung in eine Form bringt, in sich selbst gebiert. Der Vokabel "eingeborener Sohn" wird in diesem geschichtlichen Kontext nicht der Bedeutung beigemessen, welche ihr offensichtlich beiwohnt.

Geschichtlich ist es meines Erachtens unpässlich dem Lehrer von Allem, der Ursache von Allem, dem Schöpfer einen Lehrer voranzustellen, denn nur einer sollte der Lehrer sein: "Der Vater im Himmel, dessen formhafte Version man den Sohn nennt" und der gab uns nur eine einzige Anweisung, so man an ihn und somit an den Vater im Himmel glaubt.
#18
(06-04-2021, 09:24)Urmilsch schrieb: Geschichtlich ist es meines Erachtens unpässlich dem Lehrer von Allem, der Ursache von Allem, dem Schöpfer einen Lehrer voranzustellen

Ja, macht Sinn, aber man könnte anführen, dass jemand wie Christus nicht erschienen ist, um die "Ursache von Allem" zu sein, sondern um den Menschen ein Beispiel zu geben, und einen Befreiungs- oder Erlösungsweg aufzuzeigen. Man könnte also sagen, dass die Demonstration dieser Entwicklung ein wichtiger Teil des Ganzen ist. Bei Buddha wird das sehr deutlich, der ja insb. die damalige Askese durch ihr volles Durchschreiten als nicht zum letztendlichen Ziel führend erklärt hat. Bei Christus ist dahingehend nur seine Wüstenzeit mit den Versuchungen überliefert.

Schade eigentlich. Dieser Entwicklungsteil hat mich immer am meisten interessiert. Dass das weitgehend fehlt, hat wohl neben den Wundern und der (angeblichen) Auferstehung vom Tode zu einer Überhöhung geführt, so dass derjenige, der sich immer als "Menschensohn" bezeichnet hat, dann zum "Gottessohn" wurde. Das ist nicht gut. Bei diesen Menschheitslehrern ist es wichtig, dass ein Gleichgewicht zwischen ihrem göttlichen und ihrem menschlichen Anteil vorherrscht, um die Menschen in richtigem Maße anzuziehen (vgl. Katechismus 464: Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch.) Überwiegt das eine oder andere, vermindert dies das Streben. Diese Überhöhung sehe ich oft von ind. und buddh. Mönchen und Mystikern kritisiert.
#19
(06-04-2021, 10:53)eddyman schrieb:
(06-04-2021, 09:24)Urmilsch schrieb: Geschichtlich ist es meines Erachtens unpässlich dem Lehrer von Allem, der Ursache von Allem, dem Schöpfer einen Lehrer voranzustellen

Ja, macht Sinn, aber man könnte anführen, dass jemand wie Christus nicht erschienen ist, um die "Ursache von Allem" zu sein, sondern um den Menschen ein Beispiel zu geben, und einen Befreiungs- oder Erlösungsweg aufzuzeigen. Man könnte also sagen, dass die Demonstration dieser Entwicklung ein wichtiger Teil des Ganzen ist. Bei Buddha wird das sehr deutlich, der ja insb. die damalige Askese durch ihr volles Durchschreiten als nicht zum letztendlichen Ziel führend erklärt hat. Bei Christus ist dahingehend nur seine Wüstenzeit mit den Versuchungen überliefert.

Wer wird denn geschichtlich Sohn? Na der Vater (Gott), von welchem wir doch in diesem Forum mitunter sprechen. Auf wen sollten wir denn sonst hören, wenn nicht auf dessen, des Vaters Wort, welcher sowohl seinen Aufenthaltsort konkretisiert, als auch seinen Willen. Was den Lösungsweg angeht, so hat er uns Werkzeuge an die Hand gegeben, welche beim richtigen Verständnis, unschlagbar sind. Hierzu reicht die Aussage "ich in euch und ihr in mir". Wir erinnern uns daran, dass er nicht seine eigenen Worte, sondern die des Vaters sprach, was wohl soviel bedeutet wie 1 Kor 3, 16. Wenn eins bei Buddha deutlich wird, dann das wir trotz Quantenphysik, so von unseren Sinnen geblendet sind, dass wir dessen Schlussfolgerung und den entsprechenden Schlussfolgerungen der Schriften einfach weiter missachten. Der Mensch sieht das was EINS und verbunden ist aufgrund seiner Sinne getrennt und das ist die Verblendung der Materie, unserer Sinne. Was macht denn einen Erleuchteten aus? Was wird er erkennen?

Das Alleine in Allem, das unsichtbare im Sichtbaren, das unsterbliche im Sterblichen, sich selbst in allem, womit wohl die wenigsten Menschen erleuchtet sind und sich entsprechend verhalten.
#20
(06-04-2021, 09:24)Urmilsch schrieb: Die Frage, bei wem Christus gelernt hat, sollte doch geschichtlich gar nicht aufkommen.

Richtig! Die Frage ist historisch nicht zu beantworten.

(06-04-2021, 09:24)Urmilsch schrieb: Er ist geschichtlich der Schöpfer von allem,...

Nein. Das ist er der christlichen Mythologie nach, wenn man sich Erzählungen entsprechend zurechtbiegt.

Wieviel an der Jesusfigur "geschichtlich" ist, darüber sind sich übrigens auch Theologen selten einig. Um lästigen Rückfragen auszuweichen, sprechen "aufgeklärte Theologen" vom kerygmatischen Christus, wenn über Jesu Lehrauftritte, die Passionsgeschichte und den Auferstehungsmythos referiert wird.

Dass biblische Berichte und apokryphe Erzählungen zum Leben und Sagen Jesu nur geringen geschichtlichen Wert haben, wird von den Fachhistorikern heute doch kaum mehr infrage gestellt, - abgesehen von ein paar besonders frommen Vertretern der Zunft vielleicht.
MfG B.
#21

Unnötiges Zitat (vorherstehender Beitrag) entfernt!/Bion


Nein, ich esse meine Suppe nicht, nein meine Suppe esse ich nicht. Wie es mit dem Suppenkaspar erging, ist klar oder? 
Was möchtest du denn mit Gewissheit sagen Bion?
Geschichtlich und nicht nur der christlichen Schriften nach, war Christus der Schöpfer von allem, welcher unzähliger Schriften nach dank der Verkörperung des Vater selbst mal die Schöpfung in Gang brachte, welcher auch nur deshalb eingeboren heißt, weil der Vater sich selbst in eine Form brachte um schöpfen zu können, sich also in sich selbst gebar. 

Aber nehmen wir die Geschichte als Solches: Wort Gottes wird in Dtn 18, 18-19 angekündigt und Wort Gottes erscheint auch gem. Joh 1, 1-14 und wird. Dort wird gleich noch erklärt, dass jenes Wort welches erscheinen wird, alles erschuf. Das unterstreicht der Kol 1, 15-18, Joh 14, 5-9, aber der Bion weiß es besser. Auf die Aussagen des Thom Ev, des Maria Evangeliums sowie weiterer Schriften, welche ins gleiche Horn blasen, sche....ßt der Bion, weil er es eben besser weiß wie all jene Schriften, welche uns was über das Göttliche erklären. 

Man könnte meinen der Bion ist Urheber der Schrift, 

Meinen persönlichen Respekt  Eusa_clap
#22
Das Riesenzitat an sich gibt mir schon wieder zu denken, dass wohlmöglich das Thema verlassen werden könnte...
#23
(06-04-2021, 09:24)Urmilsch schrieb: Die Frage, bei wem Christus gelernt hat, sollte doch geschichtlich gar nicht aufkommen. Er ist geschichtlich der Schöpfer von allem, womit sich die Frage woher seine Erkenntnisse kommen, doch erübrigt hat. Er ist derjenige Lehrer, auf welchen sinnvollerweise zu hören ist, nicht nur weil er geschichtlich als das Maß aller Dinge anzusehen ist, sondern weil er wohl alles schuf und somit auch alles Wissen umfasst. 

In der eigenen/persönlichen inneren Weltanschauung ist dagegen ja nichts ein zuwenden, wenn es dem eigenen "Wohlsein" etwas nützt. Darüber hinaus einen Allgültigkeitsanspruch zu stellen, dem sich alle und jeder "unterwerfen müsse", endet dann ja doch immer nur in den selbigen Rangordungskamp-Arenas, in denen auch die Hirsche im Walde und die Hammel auf der Weide, sich ihre "Geweihe" an einander abreiben... und so mancher (schlechte) Verlierer auf der Bahre hinausgetragen werden muss, weil er einfach nicht nachgeben will. (Wahlbetrug)

Die Frage, bei wem Christus gelernt hat und ob überhaupt selber, zu eignen Lebzeiten, ist also in gewisser Weise doch von Belang.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
#24
Zitat entfernt.
Wenn du auf Vorherstehendes antwortest, ist es unnötig, das alles auch noch zu zitieren./Bion


Vielleicht stellen wir uns mal die Frage, was wir von ihm lernen können und wie die derzeitige Situation aussieht im Land der Kruzifixe. 

Trennung illusorisch, das ALL in allem und wir im All, gemäß Quantenphysik: Check
In diesem Kontext sich selbst richten wenn man andere richtet: Check
Aufgrund obiger Aussage seinen nächsten Lieben wie sich selbst: Durchaus plausible, also Check
Gott in uns und der Mensch wahrer Tempel Gottes: Den Schriften nach und zwar auch den indischen "Check" 

Leben wir so? Nicht check, auch nicht im Land der Kruzifixe, weil die checken das nicht.  Icon_smile

Gibt es einen besseren Lehrer als den Schöpfer von allem selbst? Nee, also Joh 15, 12 beachten und check

Jetzt kommt etwas total gegen unsere Natur: Segne deine Feinde, aber warum sagt das der Lehrer aller Lehrer? Denk, denk, denk
#25
(06-04-2021, 12:21)Urmilsch schrieb: Geschichtlich und nicht nur der christlichen Schriften nach, war Christus der Schöpfer von allem,...

Wenn man die christlichen Schriften weg lässt, bleibt von Christus überhaupt nichts übrig. Sinnfrei sind solche Bemerkungen allemal.

(06-04-2021, 12:21)Urmilsch schrieb: Aber nehmen wir die Geschichte als Solches: Wort Gottes wird in Dtn 18, 18-19 angekündigt und Wort Gottes erscheint auch gem. Joh 1, 1-14...

Nochmals: Biblische Texte erzählen Mythen nicht Geschichte!
MfG B.
#26
(06-04-2021, 13:18)Bion schrieb:
(06-04-2021, 12:21)Urmilsch schrieb: Geschichtlich und nicht nur der christlichen Schriften nach, war Christus der Schöpfer von allem,...

Wenn man die christlichen Schriften weg lässt, bleibt von Christus überhaupt nichts übrig. Sinnfrei sind solche Bemerkungen allemal.

Was sinnfrei ist Bion, ist wenn man sich bei einem Schöpfer an einem Namen festhält. 

Schauen wir doch einfach mal nach den Gemeinsamkeiten innerhalb der Schriften, was den den Schöpfer betrifft. 

Mahabharata, Buch 12, Kap. 352

Ich, Brahma, der uralte Schöpfer aller Wesen, bin aus Ihm geboren und du aus mir. Aus mir fließt das Weltall mit allen belebten und unbelebten Geschöpfen sowie alle Veden mit ihren Mysterien, oh Sohn.

Da ist es natürlich reiner Zufall, dass der Schöpfer der christlichen Mythen genau das ebenfalls erklärt, siehe auch Joh 14, 20. Da erscheint es auch ein reiner Zufall zu sein, dass der Schöpfer, nämlich Jesus im Thom Ev erklärt das ALL zu sein und das das All aus ihm hervorgekommen ist. 

Ein weiterer dämlicher Zufall ist Bion, dass beide Schöpfer erklären, jeweils die formhafte Version des unsichtbaren Gottes zu sein, jener Vater welcher immer vollkommen rein ist, sich jedoch zum Zwecke der Schöpfung selbst in eine Form bringt um schöpfen zu können. 

Der Zufälle noch nicht genug, bin ich, du und er sie es untrennbar mit dem All verbunden und wir befinden uns doch rein zufällig im ALL. 

Das mit dem Sinn ist immer so eine Sache, denn es liegt wohl im Auge des Betrachters was sinnfrei ist und was nicht.
#27
Weißt du was eine schöne Aufgabe für dich wäre? Welcher biblischen Figur du mit deiner Einstellung entsprichst. 
Schöpfer nicht im Fleisch, obwohl Schöpfer gemäß der Schrift das All ist und sich nahtlos im Fleisch befindet. 

Lass mich mal kurz hirnen: 

Ah gefunden: "Denn viele Verführer sind in die Welt gekommen, die nicht bekennen Jesum Christum, dass er in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Widerchrist"

Ob du mit deiner Variante richtig stehst oder nicht, dass zeigt dir am Ende der Gesandte, nämlich das Licht. 

Wer ist nochmal gleich als ein Licht in diese Welt gekommen, um in der Finsternis zu leuchten und uns zu erklären wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen, ja was tunlich und nicht tunlich ist?
#28
@Urmilsch
Versuche bitte beim Thema (= Bei wem hat Jesus gelernt?) zu bleiben!
MfG B.
#29
@Urmilsch
Spam entfernt. Beim nächsten Mal gibt es eine Verwarnung!

Nochmals: Du wirst dringend ersucht, beim Thema zu bleiben.
Willst du über etwas Anderes diskutieren, mach ein neues Thema auf.
MfG B.
#30
Also von der Aussage her (nicht vom Umgang) kann ich den Urmilsch schon verstehen, und die Vehemenz, mit der er den ich nenne es mal Monismus verteidigt, hat für mich was Wohltuendes. Diese Intensität gilt es zu internalisieren. Auch die eher theoretische Frage, bei wem Jesus gelernt hat, in die praktische Frage, bei wem wir denn lernen, umzumünzen, ist absolut legitim. Nur bitte nicht immer so ausschweifend und übergriffig...


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