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Österreich: FPÖ & SPÖ gleichstark !
#1
Unglaubliche Meldung aus Österreich:

"Rot und Blau gleichauf bei 25 Prozent." (Kurier)

Dieser Artikel ist im Internet zu finden:
Kurier: Schlechter Umfragestart für Pamela Rendi-Wagner

Zur Einordnung der Zeitung Kurier:
Der Kurier ist eine der auflagestärksten Zeitungen in Österreich
"Der Kurier ist eine überregionale österreichische Tageszeitung; sie wird als politisch liberal eingestuft."
Kurier (Tageszeitung) - Wikipedia

Wie ist diese Sache zu interpretieren ?
Die Meldung dürfte stimmen, denn auch andere österreichische Zeitungen schreiben heute das selbe:

Zu finden im Google:
Rot und Blau gleichauf bei 25 Prozent.

Die SPÖ war doch immer eine extrem starke Partei. Unter Kreisky hatte sie die absolute Mehrheit
Die FPÖ war immer eine Kleinpartei.

In Österreich bedeutet Rot und Blau folgendes:
Die Schwesterpartei der SPD in Österreich ist die SPÖ von Frau Rendi-Wagner, Parteifarbe "Rot"

Die Schwesterpartei der AfD in Österreich ist die FPÖ von Herrn Strache, Parteifarbe "Blau"
(Anm.: Die österreichische FPÖ steht nicht der liberalen FDP nahe, sondern der AfD)

----------------

Wie es ausschaut, dürften FPÖ und SPÖ nun gleichstark sein. Schwer vorstellbar, aber ich denke nicht, daß alle diese Zeitungen lügen. Vor allem der als liberal eingestufte "Kurier" gilt als sehr seriös

Wie kam es jetzt zu diesem unglaublichen Gleichstand ?

Die SPÖ war doch immer eine extrem starke Partei in Österreich, eine Massenpartei
Und die FPÖ war gegenüber der SPÖ immer eine Kleinpartei

----------------

Ganz Europa ist in der letzten Zeit in Bewegung gekommen.
Zuerst die Wahl in Italien !
Dann in Deutschland das Wahldesaster von Angela Merkel und massive Stimmenverluste der SPD
In Österreich und Tschechien der Aufstand gegen den UNO Migrationspakt
Jetzt in Österreich der Gleichstand von FPÖ und SPÖ
"Die Grünen sind mit 6 Prozent wieder etwas stärker" (Kurier)

Ungarn - das Nachbarland von Österreich - hat seinen Orbán
Und in Kroatien oder Slowenien gibt es bereits bewaffnete Milizen gegen die Migranten

Wie es aussieht, geht es in Europa Richtung Rechts
Als Viktor Orbán in Ungarn Ministerpräsident wurde, glaubte man noch an eine Ausnahmeerscheinung in einem ehemaligen Ostblock Land

Aber nun liest man täglich unglaubliche Meldungen in den im Internet vorhandenen Zeitungen !

Wenn in Österreich die Rechte gleichstark mit der Sozialdemokratie ist, dann ist das eine neue Situation,
auch ideologisch ist das nun eine andere Situation. Eine Pattstellung die wir bisher in Westeuropa noch nicht kannten
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#2
Zur Einordnung fuer die weniger begeisterungsfaehigen Leser im Forum, die Ergebnisse der Nationalratswahlen 2017:

SPÖ 26,86%
FPÖ 25,97%

Da bedeutet die Meldung des Kurier doch geradezu einen Erdrutsch. [/Sarkasmus]
Auch damals lagen beide Parteien bei den Umfragen gleichauf.

Bei der SPÖ kommt halt auch dazu, dass ihr relativ beliebter Vorsitzender Christian Kern vor einem guten Monat zurueckgetreten ist. Den Namen der neuen Vorsitzenden muss ich selbst gerade zu behalten lernen, da die Dame wohl recht unbekannt war, und das ist der Hauptgrund fuer die momentanen Umfrageeinbussen.

Uebrigens bedeutet die Kurier-Meldung auch, dass die FPÖ, wohl innerhalb der Fehlermargen, Einbussen erlitten hat. Aber das nur am Rande, da die Fehlermargen +/-3,1 Prozent betragen.

Viel heisse Luft um nichts also.
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#3
(03-11-2018, 15:37)Ulan schrieb: Da bedeutet die Meldung des Kurier doch geradezu einen Erdrutsch. [/Sarkasmus]

Bei der SPÖ kommt halt auch dazu, dass ihr relativ beliebter Vorsitzender Christian Kern vor einem guten Monat zurueckgetreten ist.


Der Kurier gilt laut Wikipedia als liberal
"Der Kurier ist eine überregionale österreichische Tageszeitung; sie wird als politisch liberal eingestuft."
Kurier (Tageszeitung) - Wikipedia
Eine sehr seriöse Zeitung

Ich glaube nicht, daß der vorherige SPÖ Vorsitzende Christian Kern "beliebt" war, warum ist er dann zurückgetreten?

Und Rendi Wagner wirkt im Vergleich zu Bruno Kreisky wie ein verschrecktes Kaninchen
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#4
Kern hatte in Umfragen immer ein weitaus besseres Ergebnis als seine Partei. Also ja, er war recht beliebt. Er schielt aber wohl gerade eher auf einen gut bezahlten Posten im Europaparlament als sich auf Jahre auf der Oppositionsbank einzurichten.

Ob der Kurier als liberal gilt oder nicht hat mit meiner Antwort von oben nichts zu tun. Deine Einschaetzung von Frau Rendi-Wagner bestaetigt ja auch eher meine Sicht der Dinge.
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#5
(03-11-2018, 14:25)Sinai schrieb: Unglaubliche Meldung aus Österreich:
"Rot und Blau gleichauf bei 25 Prozent." (Kurier)

"Unglaublich" nur für Menschen, die politisch "am Mond" leben.
Das ist schon im Mai 2018 so gewesen.

26.05.2018: ÖVP 32, SPÖ 25, FPÖ 25, Institut: Unique Reseach, Auftraggeber: Profil

Im Dezember 2017 sah es schlimmer aus:

23.12.2017: ÖVP 32, SPÖ 26, FPÖ 28, Institut: Reseach Affairs, Auftraggeber: TZ Österreich

Und ein paar Tage zuvor etwa so wie heute:

10.12.2017: ÖVP 32, SPÖ 26, FPÖ 26, Institut: Market, Auftraggeber: Der Standard
MfG B.
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#6
Was das Erstaunen ueber das Abschneiden der SPÖ angeht, so ist die "Analyse" im ersten Beitrag sowieso etwas merkwuerdig. Die SPÖ bekam schon bei der Nationalratswahl 2013 26,82% der Stimmen. Ihr Stimmanteil ist also seit Jahren relativ stabil, wobei sie aber wohl auch von den Querelen bei den Gruenen profitiert hat.

Auf der anderen Seite gab's damals noch Haiders BZÖ als nennenswerte Kraft, eine weitere populistische Partei, die sich 2005 von der FPÖ abgespalten hatte und dieselbe Waehlerklientel bediente, und die kamen beide zusammen damals auch auf ueber 24% der Stimmen. Das BZÖ trat 2017 nicht mehr zu Wahl an. Vom damaligen Team Stronach (2013 5.73%) gingen nach dessen Aufloesung auch einige zurueck zur FPÖ. Im Prinzip hat sich also auf der Seite auch nicht viel veraendert.

Die eigentliche grosse Aenderung ist der Wiederaufstieg der ÖVP, der anderen Volkspartei.
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#7
Nun lese ich, daß diese Pattsituation auch schon vor Monaten vorhanden war

Wenn nun der KURIER gestern einen Artikel schrieb "Rot und Blau gleichauf bei 25 Prozent" dann werden sich dessen Journalisten wohl etwas gedacht haben.

Die Zeitung KURIER ist eine seriöse österreichische Zeitung. Kein billiges Sensationsblatt. Dies muß einmal klargestellt werden.

Offenbar hatte die SPÖ erwartet, daß der Wechsel an der Parteispitze (neue Parteichefin) die Stimmungslage verbessern wird - aber dies ist offensichtlich nicht der Fall
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#8
Wieso liest Du nicht einfach den von Dir hier ins Spiel gebrachten Kurier-Artikel, statt hier herumzuorakeln? Da steht doch, was sie sich dabei gedacht haben. Die Stimmungslage fuer die SPÖ hatte sich verbessert, sie lag in letzten Umfragen bei 28%, also hoeher als zur Wahl.

Die SPÖ war nicht gluecklich darueber, dass Kern seinen Abschied als Parteivorsitzender nahm. Das schnelle Finden eines Ersatzes war der Partei aufgezwungen, und es musste jemand sein, der im Nationalrat sitzt, um Oppositionsfuehrer sein zu duerfen, und da braucht es jemanden mit etwas aggressiverem Auftreten, was Kern anscheinend zuwider ist. Da war die Auswahl begrenzt. Kern ging, wie gesagt, um Spitzenkandidat fuer die Europawahl zu werden (und dann Fuehrer der SPE; wir werden sehen, was daraus wird), die beiden aus den Laendern ins Auge gefassten Politiker (der ebenfalls recht beliebte Hans Peter Doskozil war im Gespraech) erklaerten wohl, lieber Landeshauptmann bleiben oder werden zu wollen, und die zweite Nationalratspraesidentin Doris Bures schielt wohl darauf, Bundespraesidentin zu werden. Sieht so aus, als waere Frau Rendi-Wagner die gewesen, die's machen wollte. Jetzt muss sie in die Aufgabe hineinwachsen.
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#9
(04-11-2018, 20:22)Ulan schrieb: Sieht so aus, als waere Frau Rendi-Wagner die gewesen, die's machen wollte. Jetzt muss sie in die Aufgabe hineinwachsen.


Mag schon sein, daß sie es machen wollte. Aber ich gebe zu bedenken, daß sie (zwar) eine anerkannte Wissenschaftlerin ist, aber keine Führungspersönlichkeit

Wenn jemand ungeeignet ist, kann er oder sie auch nicht hineinwachsen

Die SPÖ war eine Arbeiterpartei und die Basis wünscht jemand mit "Stallgeruch"
Eine Sprache mit kurzen und verständlichen Sätzen ohne Fremdwörter alle zehn Sekunden

Sicher hochintellektuell, wirkt sie nervös (die paar Fernsehaufnahmen von ihr zeigten das schon) und sie kann sicher nicht die ziellose SPÖ zu einer klaren Linie führen

on verra (wir werden sehen)
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