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Was zählt vor GOTT: Der Glaube oder Werke,...
#1
...die Bibeln geben (leider) keine klare Antworten. Sie lassen auch hier, beides zu!

Meine Erkenntnis: Es können nur die Werke sein (Off.22.12) denn die sind religionsunabhängig und gelten für die g e s a m t e Menschheit.

A) „Denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck, und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus.“ (Römer 3,23-24) „Denn wir gehen davon aus, dass man aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt wird und nicht, weil man bestimmte Gesetzesvorschriften einhält.“ (Römer 3,28)

B) "Der Mensch wird durch „Werke" gerecht, nicht durch Glauben allein. Es kommt auf das rechte Tun an"
Jakobus: „Was hilft´s, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? ... So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glaube allein." (Jakobus 2, 14.24)

PS: Um das Rechte zu tun, benötigt Mann/Frau  keine Religion, und keinen vorgeschriebenen Glauben!
#2
Na, hier scheinen sich die User aber schwer zu tun! Oder wird erst Rücksprache mit dem   Pop  gehalten?
#3
Na ja, Paulus hat halt mehr Gewicht auf die Gnade gelegt, weshalb es bei den Protestanten zu dieser "sola gratia"-Lehre kam (Luther hat das sogar in seine Uebersetzung gemogelt).

Das mit den Werken steht halt hauptsaechlich im Jakobus-Brief. Luther mochte ihn deshalb nicht.

Meiner eigenen Meinung nach tendiert das "sola gratia"-Prinzip dazu, die soziale Komponente des Glaubens zu vernachlaessigen, da sie das Heilsziel als rein persoenliche Angelegenheit zwischen Gott und dem Glaeubigen ansieht.
#4
Wie lautet eigentlich die Frage?
#5
Glaube ist Selbstverpflichtung. Folglich sind Werke, sagen wir besser: Verhaltensweisen deren Ausfluss. Alles andere ist m. E. frömmelndes Nichtstun.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#6
(22-05-2019, 21:48)Ulan schrieb: Na ja, Paulus hat halt mehr Gewicht auf die Gnade gelegt, weshalb es bei den Protestanten zu dieser "sola gratia"-Lehre kam (Luther hat das sogar in seine Uebersetzung gemogelt).

Das mit den Werken steht halt hauptsaechlich im Jakobus-Brief. Luther mochte ihn deshalb nicht.

Meiner eigenen Meinung nach tendiert das "sola gratia"-Prinzip dazu, die soziale Komponente des Glaubens zu vernachlaessigen, da sie das Heilsziel als rein persoenliche Angelegenheit zwischen Gott und dem Glaeubigen ansieht.

Noch einmal: Off. 22.12 + Matth.7.21 + 1. Kor.3.8 + Gal.6.7 + Joh. 14.12,  usw.

Jeder Mensch ist alleine vor seinem vollkommenen GOTT verantwortlich, der uns in seiner Gesetzmäßigkeit (Gnade) nahezu unbegrenzt viele Chancen der Inkarnation gibt!
#7
<< Werke ... sind religionsunabhängig und gelten für die gesamte Menschheit.
... Um das Rechte zu tun, benötigt man keine Religion ... >>


Ich denke ebenso, nämlich dass das grundsätzlich Richtige für alle Menschen das Gleiche ist, weil ja bei allen Menschen das Herz, die Lunge, die Leber, die Nieren und auch der Blutkreislauf auf die gleiche Weise funktionieren. Dies ist jedenfalls ein gemeinsamer Nenner. Der Zähler, das heißt, das individuell Richtige, ist aber trotzdem bei allen Menschen ungleich.

Bezüglich der Frage, was vor Gott zählt, meine ich, dass außer der Fähigkeit vergeben zu können, nichts wirksam zu zählen vermag. Dass Gott in der Stille Sünden vergibt ist ein klarer Fall und wird auch nicht bestritten. Gerecht ist demzufolge, wenn man das tut, was man Anderen schuldet, nämlich die stillschweigende Vergebung. Nicht 7 mal, sondern 77 mal 7 mal, soll gemäß dem Worte Jesu vergeben werden, was heißen will, dass nicht oft, sondern immer vergeben werden soll.

Mit der Frage ob Glaube oder Werke vor Gott zählen, wird etwas Zusammengehöriges getrennt. Obwohl man zum Vergeben in der Praxis nichts machen muss, vollbringt man aber trotzdem eine Tat. Geben ist eine Tat und Vergeben ist die höchste Form des Gebens. Ein Problem könnte ich nur darin sehen, dass alles, was nicht vergessen wurde, nicht vollständig vergeben sein könnte.

Klar, die Richtlinien der Natur sind für Gläubige und für Ungläubige die Gleichen. Obwohl Naturgesetze kein Ansehen der Person kennen, meine ich, dass der Umgang mit Menschen ein Ansehen der Person gebietet. Der Persönlichkeitswert einzelner Menschen ist individuell.
#8
Zitat:Dass Gott in der Stille Sünden vergibt ist ein klarer Fall und wird auch nicht bestritten.

Doch, z. B. auch von mir.  Warum?: GOTTES Urgesetz der Wechselwirkung lautet: "Das was der Mensch sät das wird ernten."  Und Jesus sagt lt. Bibeln: "Ich richte euch nach euren Werken"

Giuseppe, was bedeutet: GOTT in der Stille?


Zitat:Gerecht ist demzufolge, wenn man das tut, was man Anderen schuldet, nämlich die stillschweigende Vergebung. Nicht 7 mal, sondern 77 mal 7 mal, soll gemäß dem Worte Jesu vergeben werden, was heißen will, dass nicht oft, sondern immer vergeben werden soll.

Vergebung setzt aber Reue und Wandlung voraus, denn daraus erstehen die neuen Taten die vor GOTT Bestand haben.
#9
(26-05-2019, 10:06)Giuseppe schrieb: . . . dass das grundsätzlich Richtige für alle Menschen das Gleiche ist, weil ja bei allen Menschen das Herz, die Lunge, die Leber, die Nieren und auch der Blutkreislauf auf die gleiche Weise funktionieren. Dies ist jedenfalls ein gemeinsamer Nenner. Der Zähler, das heißt, das individuell Richtige, ist aber trotzdem bei allen Menschen ungleich.


Ein interessanter Vergleich mit Zähler und Nenner


(26-05-2019, 10:06)Giuseppe schrieb: Mit der Frage ob Glaube oder Werke vor Gott zählen, wird etwas Zusammengehöriges getrennt.


Für Christen macht es keinen Sinn, zwischen Glaube und Werken zu trennen

---

Für Christen ist ein Glaube ohne Werke sinnlos, und Werke ohne Glaube ebenso
Glaube ohne Werke: siehe das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter
"Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter." Lk 10,31f (Einheitsübersetzung)
Jesus zeigte, daß Glaube (Priester, Levit) allein Gott nicht wohlgefällig ist, wenn keine Werke folgen

Werke ohne Glaube: wer rein äußerlich Werke vollbringt (einen namhaften Geldbetrag mittels einem riesigen Scheck vor laufender Fernsehkamera an die Diakonie spendet um Wählerstimmen zu gewinnen) setzt damit keine christliche Tat. Dient zwar einem guten Zweck (es wird Armen geholfen) aber ist nicht christlich motiviert sondern anders motiviert

Zu denken ist auch an die Geschichte von der armen Witwe
"Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei kleine Münzen hineinwarf. Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen." Lk 21,2f (Einheitsübersetzung)
#10
Man kann natürlich auch den Glauben bekennen, indem man das Glaubensbekenntnis sonntäglich mitplappert, obwohl es nicht stimmt, in der Passage, daß Maria Jungfrau war. Josef war auch nicht der Vater, somit war Jesus unehelich geboren.
#11
<< Was bedeutet: GOTT in der Stille? >>

Das bedeutet 'stillschweigend'. Der Kavalier schweigt und bezahlt. Gott ist gütig zu den Undankbaren und zu den Bösen. Gott lässt die Sonne auch über die Bösen scheinen. Weihnachten ist die Antwort Gottes auf die Bosheiten der Menschheit.

<< GOTTES Urgesetz der Wechselwirkung lautet: "Das was der Mensch sät das wird er ernten." >>

Aus einem Apfelkern kann ein Apfelbaum herauswachsen, der Früchte trägt. Die Gleichung "Mensch = Pflanze" ist ebenso unstatthaft, wie die Gleichung "Mensch = Tier". Bei bewussten Wesen funktioniert das Gesetz von Saat und Ernte zwar ebenfalls, jedoch auf eine ganz und gar andere Art und Weise.

Pflanzen und Tiere kennen keine Freiwilligkeit. Für Pflanzen und Tiere gibt es daher nur einen einzigen Weg. Für bewusste Wesen gibt es zwar auch nur einen einzigen Weg, jedoch kann das Beschreiten dieses Weges von jedem Menschen abgelehnt werden. Die meisten Menschen begehen ungewollt Selbstmord dadurch, dass sie eine Lebensweise führen, für welche sie nicht geschaffen sind.

Wird als Begründung für eine natürliche Wechselwirkung hinsichtlich des Menschen die Gesetzmäßigkeit von Saat und Ernte vorgetragen, so sind dabei zwei Tatsachen außer Acht gelassen, nämlich dass immer mit Vermehrung geerntet wird, und dass die Ernten im Bereich des Guten eine höhere Vermehrungsrate haben, als im Bereich des Bösen. Wäre dem nicht so, dann wäre es unmöglich, Böses mit Gutem zu besiegen, weil dann beide Bereiche gleichstark wären.

Nicht jedes Saatkorn bringt gleiche Mengen an Früchten hervor. Es gibt die Verhältnisse eins zu null bis eins zu hundertfältig und mehr. Die Regel "Auge um Auge, Zahn um Zahn, Wunde um Wunde, usw." ist bei Menschen nicht anwendbar, weil diese "Eins zu Eins Regel" auf dem Gerechtigkeitsprinzip beruht, welches ein Gleichheitsprinzip ist, von dem es in der Natur nirgendwo ein Beispiel gibt. Das Prinzip der Natur beruht auf Überfluss.

Wem seine persönliche Ernte nicht zusagt, der kann seine Saaten verändern, und dadurch eine neue Verhältnismäßigkeit innerhalb seiner Gesamternte bewirken. In Sonderfällen kann es auch geschehen, dass geerntet werden darf, was Andere gesät haben. Auch in gesellschaftlicher Hinsicht ist dies so, und zwar im Guten wie im Bösen.

<< Vergebung setzt aber Reue und Wandlung voraus … >>

Einen Zwang zur Reue und zur Wandlung besteht nicht, weil es für Menschen keinen Zwang zum Existieren gibt. Wir Menschen kamen zwar auf die Welt, ohne vorher gefragt worden zu sein, ob wir existieren wollen, aber gerade deswegen ist ja auch jedem Menschen die Möglichkeit gegeben "Nein" zum Leben zu sagen.

Vergebung ist eine bedingungslose Leistung Gottes, die grundsätzlich und ohne geforderte Gegenleistung stattfindet. Vergebung ist ein Geschenk. Ebenso wurde jedem Menschen bei seiner Geburt das Leben geschenkt. Auf Geschenke besteht kein Rechtsanspruch. Gerade deswegen gibt es weder ein Lebensrecht, noch ein Recht auf das Empfangen von Vergebung. Die Vergebung kann ebenso vergebens in Empfang genommen werden wie das Leben.

Die Grundlage natürlicher Funktionen ist die Vergebung. Über alles wächst schlussendlich immer wieder Gras. Vergebung ist auch eine Materialeigenschaft. Wenn man sich beispielsweise beim Zwiebelschneiden in den Finger schneidet, so leitet der Körper auf der Stelle die Wiederherstellung des vorherigen Zustandes ein, ob man es will oder ob man es nicht will. Wäre es nicht so, dann würde jeder Mensch sofort verbluten, wenn er sich ungewollt oder gewollt verletzt. Wachstum wirkt dem Zerfall entgegen.

Das Gesetz der Natur unterliegt einem barmherzigen Prinzip, welches will, dass der Schuldige unbestraft davonkommt. In der Natur wird immer mehr gegeben, als empfangen wird (Mutterprinzip). Die Empfindungen einer guten Mutter kommen den Empfindungen Gottes näher, als alle anderen menschlichen Reaktionen, die wir kennen. Gott gibt ohne aufzuhören.

>> Jesus sagt lt. Bibeln: "Ich richte euch nach euren Werken" >>

Wo könnte ich das so nachlesen ?
#12
(27-05-2019, 12:05)Giuseppe schrieb: Aus einem Apfelkern kann ein Apfelbaum herauswachsen, der Früchte trägt. Die Gleichung "Mensch = Pflanze" ist ebenso unstatthaft, wie die Gleichung "Mensch = Tier".

Ich denke, daß Du recht hast.


(27-05-2019, 12:05)Giuseppe schrieb: Bei bewussten Wesen funktioniert das Gesetz von Saat und Ernte zwar ebenfalls, jedoch auf eine ganz und gar andere Art und Weise.

Bitte dies zu präzisieren was Du da genau meinst. Vielleicht Beispiele zur Illustration


(27-05-2019, 12:05)Giuseppe schrieb: Pflanzen und Tiere kennen keine Freiwilligkeit.

Pflanzen sicher nicht, bei den meisten Tieren auch nicht, aber bei Höheren Tieren (Hund, Katze, Pferd) kann man manchmal erstaunliche Handlungen beobachten.
Ich habe einmal einen Hund beobachtet, der in einer Familie wohnte. Die Hausfrau schenkte ihm ein Stück Braten, der Hund verschlang es nicht, sondern ging damit zur Tochter der Frau und bot ihr das Stück Braten an


(27-05-2019, 12:05)Giuseppe schrieb: Für Pflanzen und Tiere gibt es daher nur einen einzigen Weg.

Auch das stimmt bei manchen Tieren nicht immer. Eine Entenfamilie schwimmt im See nahe dem Ufer. Eine Ratte greift die Familie an und will ein Küken fressen. Die Entenmama kann nun entweder flüchten oder sich dem Kampf stellen

Einmal sah ich ein Wildschwein das auf zwei Hunde einer Spaziergängerin losging. Der eine rannte davon, der andere stellte sich dem Kampf

Sehr oft haben die Tiere die Wahl zwischen Flucht und Kampf  


(27-05-2019, 12:05)Giuseppe schrieb: Für bewusste Wesen gibt es zwar auch nur einen einzigen Weg, jedoch kann das Beschreiten dieses Weges von jedem Menschen abgelehnt werden.

Ich denke, daß es oft mehrere richtige Alternativen gibt. Mehrere richtige Wege ! Ein Mensch macht Abitur und steht vor der Berufswahl oder Studienwahl.

Er kann wählen zwischen einer Ausbildung zum Lehrer, einem Medizinstudium, einem Theologiestudium


(27-05-2019, 12:05)Giuseppe schrieb: Nicht jedes Saatkorn bringt gleiche Mengen an Früchten hervor. Es gibt die Verhältnisse eins zu null bis eins zu hundertfältig und mehr.


Dies ist sehr realistisch.
Ich beobachtete im Herbst einen Kastanienbaum. Es fielen etwa 50 Kastanien herunter
Im Frühjahr schaute ich wieder hin und sah, daß ein kleines Bäumchen aus dem Boden sprießte. Die allermeisten Samen waren zugrunde gegangen - und das war gut so. Würden von 50 Samen 40 Pflanzen entstehen, würde das eine entsetzliche Sache sein! Alle Meter würde ein Baum wachsen

Die Schöpfung oder die Natur (je nach Religion des Betrachters) erzeugt einen Überfluß an Leben, wobei offenbar einkalkuliert ist, daß 99 % wieder zugrunde geht:

Eine Häsin ist sehr fruchtbar und bringt mehrmals im Jahr eine Gruppe Jungen zur Welt (vgl Hasen - Wikipedia)
Da es im Wald nicht genug Futter gibt, verhungern die meisten nachdem das Säugen durch das Muttertier beendet ist.

Wenn nun ein Waldbesitzer auf die Idee kommt, die Hasen zu füttern (er zieht täglich mit dem Traktor einen Anhänger mit Möhren und Getreide in den Wald) und die Raubtiere (Füchse, Wildkatzen) vertreibt dann werden sich die Hasen sehr stark vermehren

Auch mit dem in der Bibel erwähnten Saatkorn ist das so. Ich habe mir einmal einen Weizenhalm angeschaut und oben 20 Saatkörner gezählt

Es kann nicht Sinn der Sache sein, daß jedes Weizenkorn einen neuen Halm hervorbringt

Offenbar rechnet die Natur oder die Schöpfung damit, daß die meisten Körner die auf die Erde fallen, wieder verdorren. Daher dieser unglaubliche Überfluß (20 Körner pro Halm!)

Das ist eben kein Überfluß - sondern erforderlich damit der Weizen nicht ausstirbt

Aber auch beim Gras in der Natur ist das so: ich habe mir eine Naturwiese (eine Lichtung) im Wald angeschaut. Dort wächst ohne menschliches Zutun Gras und eine Vielzahl Wiesenblumen.

Jeder Grashalm hat dutzende Samenkörner! Sie fallen im Herbst ab und werden vom Wind ein paar Meter weit getragen, dort liegen sie dann auf dem Wiesenboden und treiben nach dem ersten Regen aus.
Gott sei Dank gehen die allermeisten zugrunde. Sonst würde die ganze Welt von Gras bedeckt sein

Sehen wir in die Bibel:

Das Gleichnis vom Sämann

Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht.
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Mk 4,3ff EU

Ich denke, dieses Gleichnis ist so gemeint: Die Predigt Jesu wird von tausenden gehört (bei der Bergpredigt etwa waren 5000 Männer und deren Frauen und Kinder)
Nicht jedes Wort fällt auf fruchtbaren Boden. Der eine Zuhörer hat keine Zeit, der andere hat kein Interesse
Nur ganz selten fällt Predigt auf fruchtbaren Boden und ein Apostel soll sich nicht kränken wenn er vor 100 Leuten spricht und nur ein Einziger Interesse zeigt

So ist es ja sicher auch bei den vielen Flugblättern der heutigen Straßenmssion. Jede einzelne Flugblatt ist wie ein Weizenkorn
Ich sehe gelegentlich eine kleine Gruppe von drei oder vier jungen Christen, die am Hauptplatz Flugblätter verteilen. Ganze Stöße von Flugblättern liegen dort, sicher tausende !

Die allermeisten nehmen ein Flugblatt widerwillig entgegen und werfen es ein paar Schritte weiter in den Müll
Nur jeder Zwanzigste bleibt nach ein paar Schritten stehen und überfliegt das Flugblatt, dann wirft auch er es in den Müll
Nur ganz selten setzt sich einer auf die Bank, liest das Flugblatt und kehrt zum Verteiler zurück um mit ihm ein paar Worte zu wechseln

Jesus wollte sicher keine landwirtschaftlichen Tips für Getreidebauern geben, er erzählte das mit dem Sämann wohl deshalb, weil das Gleichnis in der dortigen Region des Ackerbaus gut verstanden wurde. Bei Inuit soll man dieses Gleichnis nicht erzählen, es würde auf wenig Interesse stoßen.

Ich vermute, Jesus wollte sagen:

Bei der Predigt der Frohen Botschaft soll man auf Breitenwirkung gehen.
Nicht ein hervorragendes dickes Buch in einer Auflage von 2000 Stück verteilen, sondern ein Flugblatt in einer Auflage von 20.000 Stück herstellen und verteilen

Könnte das so gemeint gewesen sein ?

Ich persönlich habe keine Erfahrung mit der Predigt der Bibel, keine Ahnung ob meine Beobachtungen am Hauptplatz repräsentativ sind und ob meine Interpretation vom Gleichnis mit dem Sämann sinnvoll ist

Ich sehe das nur als Beobachter der sich manchmal Gedanken macht, wie junge Leute stundenlang Flugblätter verteilen und mit Desinteresse konfrontiert sind

Offenbar reagiert doch hin und wieder einer auf solche Flugblattaktionen - sonst würden die das nicht machen

Jedenfalls sind das Aktionen wo Glaube und Werke zusammenwirken

Der Glaube ist die Frohe Botschaft die zur Straßenmission führt

Die Werke sind die tausenden Druckwerke (Flugblätter) mit Glaubensinhalten - und auch die Tätigkeit des verteilens

Dies paßt zum Thema des Threads: "Was zählt vor GOTT: Der Glaube oder Werke,..."

Die jungen Prediger und Innen (2/3 sind weiblich) meinen das wohl so: ein Glaube der nicht weitergegeben wird ist sinnlos, daher beginnen sie mit Tätigkeiten der Missionierung:

Flugblätter entwerfen, in einer Druckerei tausende Male vervielfältigen lassen, am Hauptlatz eine Kiste mit diesen Flugblättern hinstellen und stundenlang und unermüdlich diese Flugblätter verteilen
#13
Hi Sinai

Besten Dank für Deine Stellungnahme. Bezüglich der ganz und gar anderen Art und Weise ist es so, dass das Wachstum der Pflanzen vorgegebenen chemischen Reaktionen folgt, Tiere instinktiv reagieren, beim Menschen aber überlegte Entscheidungen die Hauptrolle spielen.

Bezüglich Deiner Anmerkungen über das Verhalten verschiedener Tiere ist es so, dass Tiere einerseits dressiert werden können und anderseits auch aus Erfahrungen zu lernen vermögen. Intellektuelle Tüchtigkeit besitzen Tiere nicht. Die Tüchtigkeit der Tiere ist eine instinktive Tüchtigkeit. Hinzu kommt noch, dass alles, was ein Gehirn hat, direkt vom Teufel und seinen Dämonen beeinflusst und missbraucht werden kann.

Bezüglich Deinen Anmerkungen zur Berufswahl ist es so, dass es sich dabei um individuelle Entscheidungen handelt, während es sich bei grundsätzlich richtigem Betragen um die Empfehlungen Jesu handelt, die in jeder Lage zu beachten sind, falls man alles richtig machen möchte. Die Empfehlungen Jesu sind: "Liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, wenn Dir jemand etwas wegnimmt, fordere es nicht zurück" usw. Diese Empfehlungen haben mit der Kunst des Vergebens zu tun.

Das Prinzip des Überflusses hat mit Sicherheit zu tun. Im Bereich der Mission ist Besonnenheit angeraten, weil man sich als Missionar wie ein Schaf unter Wölfen bewegt. Der diesbezügliche Rat Jesu lautet: "Werfet eure Perlen nicht vor die Säue". Als Empfehlung für diesbezügliches Betragen gibt es den Rat Jesu: "Seid listig wie die Schlagen aber ohne Falsch wie die Tauben". Ein wohlwollendes Betragen im täglichen Alltag beeindruckt mehr als ein Flugblatt, weil Betragen eine höhere Durchschlagskraft besitzt als Schriftgut.
#14
(28-05-2019, 07:30)Giuseppe schrieb: Bezüglich der ganz und gar anderen Art und Weise ist es so, dass das Wachstum der Pflanzen vorgegebenen chemischen Reaktionen folgt, Tiere instinktiv reagieren, beim Menschen aber überlegte Entscheidungen die Hauptrolle spielen.

Da schlaegt wieder unser falsches Selbstbildnis zu. Auch der Mensch, als Tier, wird seine Instinktsteuerung nicht los. Die meisten menschlichen Entscheidungen sind triebgesteuert; wir geben uns nur scheinbar logische Begruendungen dafuer. Ausserdem sollte man tierische Intelligenz nicht unterschaetzen. Rabenvoegel, Papageien und einige unserer naechsten Verwandten bei den Primaten fallen da besonders auf.

Und ja, vom biologischen Standpunkt her ist der Mensch natuerlich ein Tier. Der Thread befasst sich aber mit philosophischen Vorstellungen, und in der Kategorie ist die Unterscheidung natuerlich statthaft. Das bedeutet aber auch, man sollte hinkende biologische Vergleiche in dieser Betrachtung nicht ueberstrapazieren.
#15
Zitat:Gott ist gütig zu den Undankbaren und zu den Bösen

Guiseppe, wie wäre es mit: GOTT ist gerecht zu den Guten und den Bösen?!


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