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Soziale Gerechtigkeit
#1
Ursprünglicher Thread: #430 - Religionsübergreifendes und Interreligiöses/Ist der freie Wille ,wirklich frei?

(09-09-2019, 14:16)Geobacter schrieb:
Zitat: schrieb:Hä? Was hat Philosophie und jede Art des Nachdenkens mit Neid und Missgunst zu tun?
Viel mehr als du breit bist zu akzeptieren, Adamea.

1.:
Wenn ich dir jetzt die Frage stelle, was deine Vorstellung von einer gsetzlichen Zwangsenteignung Besserverdienender zugunsten träger und bequemer Artgenossen und Art-Genossiennen mit Philosophie zu tun hat, kommen wir viel eher auf einen deutlichen Unterschied.
2.:

Wenn ich zwanzig Jahre meines Lebens in Studium und Bildung investiert habe, dann habe ich eben einen deutlichen Vorsprung gegenüber all jenen, die gerade mal so einen Hauptschulanschluss über die Bühne gekriegt ...
3.:
und sich dann eben frei-willig dem Arbeitsmarkt als billiger Knecht oder billige Dienstmagd zur Verfügung gestellt haben. All diese Leute hatten ja auch den freien Willen an sich zu arbeiten, um dann den Abstand zwischen sich und den Besserverdiener etwas ausgeglichener zu gestalten.
___________________

ADAMEA

Zu 1.:
Eine Zwangsenteignung bei Besserverdiener zugunsten träger und bequemer/fauler Menschen ist genauso unvernünftig, wie die stattfindende Enteignung bei Menschen im Mindestlohn zugunsten der Trägen, bequemen Artgenossen.

 
Ja, die trägen und bequemen Artgenossen, werden von den Fleißigen ernährt.
Der Staat sorgt dafür, dass die besserverdienenden Fleißigen das Hab und Gut der niedrigverdienenden Fleißigen ergattern, also kaufen können. Das können sie sofort, sowie diese in einer Notlage geraden sind.
Der Staat hilft dem Besserverdiener zu Eigentum zu kommen und jenen die schon haben zu mehr zu kommen.
Denn in Zeiten der Notlage, muss der Arbeiter im Mindestlohn sein Eigentum veräußern, dies ermöglicht dem Besserverdiener mehr wirtschaftliches Potenzial zu erwerben.

Der Staat beschleunigt dies indem er den in Not geratene Arbeiter im Niedriglohnsektor in die Bedrängnis bringt, sein Hab und Gut veräußern zu müssen
Denn wenn der Arbeiter mit Mindestlohn, krank oder arbeitslos geworden ist, bekommt er 60% vom Nettolohn des Mindestlohnes. Dies erfolgt indem sich das Leistungsgeld vom Nettolohn errechnet und 60% ausmacht.
60% vom Netto des Mindestlohnes sind ca. 600/700 Euro und der Anfang der Armut, weil keiner damit auskommen kann.
Das Eigentum der unteren Schichten wird also nach oben zu den Besserverdiener verlagert.
Der Staat fördert und beschleunigt somit die Veräußerung und damit setzt der Staat eine Enteignung in Gang.
Die Besserverdiener können dem Staat dafür danken, weil sie so an weiteres Eigentum kommen, welches sie z.B. durch Vermietung zu noch mehr Geld machen können.

Es gibt Eigentum, welches selber genutzt wird und daher kein Geld erwirtschaften kann UND es gibt Eigentum mit dem Geld erwirtschaftet werden kann.
 
Durch staatliches handhaben wird das Eigentum der unteren Schichten also schneller veräußert (genommen/enteignet) und nach oben verlagert.
Irgendwann haben nur die Oberschichten Eigentum und der Stand es Mittelalters ist zurückgekehrt.
So gewollt oder nicht gewollt, es passiert aus logischen Gründen.
Die Ursache und Wirkung sind durch die logische Grundlage der Tatsachen vorhersehbar.

Bequeme Artgenossen:
Dies sind einerseits diejenigen Menschen die nicht arbeiten wollen und andererseits all jene die die niederen unliebsamen Arbeiten bequemerweise anderen Menschen überlassen und ihnen nur Mindestlohn bezahlen, um somit mehr Geld für bequeme umweltschädliche Flugreisen übrig zu haben.
_
Niedere Arbeiten erledigen sich unbequem.
Der fleißige Arbeiter, der die niederen Arbeiten erledigt, arbeitet in unbequemen Berufen die erledigt werden müssen.
Das Wirtschaftssystem hat viele unbequeme Arbeiten die mit dem Mindestlohn vergütet werden.
 _
Die Philosophie, also das Denken welches die Wahrheit der Situation sucht und finden will um Lösungen zu erhalten, erkennt, dass der fleißige Mensch durch die Arbeit, die er erledigt, mehr oder weniger Geld bekommt.
Der eine Fleißige bekommt mehr als der andere Fleißige.

Fleißige erhalten für ihren Fleiß also mehr oder weniger Geld, obwohl beide nur 24 Stunden pro Tag arbeiten können, wenn sie sich täglich so lange wachhalten könnten.
Der Philosoph und jeder Denker erkennt (wenn er genau zur Sache mitdenkt), dass der Fleißige mit weniger Geld SCHNELLER und ZUERST enteignet wird als der, der mehr Geld für seinen Fleiß bekommt.
Da der Tag für alle Menschen nur 24 Stunden hat, kann JEDER Mensch nur innerhalb von 24 Stunden fleißig sein. Und da das Leben innerhalb Deutschlands relativ gleich ist, hat jeder die relativ gleichen notwendigen Ausgaben um sein Leben zu erhalten.
Wer mehr Geld für seinen Fleiß bekommt hält in Notlagen länger durch.
 
Der eine fleißige Mensch kann nicht LÄNGER fleißiger sein als sein Nächster.
Dies ist logisch aus der Tatsache heraus, dass der Tag für jeden Menschen nur 24 Stunden hat.
Das Fleißig sein kann nur innerhalb der 24 Stunden stattfinden.
Jede Arbeit=Fleiß muss einen würdigen Grundwert bekommen UND der im Mindestlohn arbeitende Mensch muss im Notfall abgesichert sein. 
Das ist Sozialität.

_______________


Zu 2.:
Der Hauptschüler steht dem Arbeitsmarkt und damit dem Wirtschaftssystem früher zur Verfügung als der Studierende.
Studierende zielen auf bessere Berufe zu einer späteren Zeit ab.
Bildung verhindert die Existenz niederer Arbeiten nicht.
Das Wirtschaftssystem FUNKTIONIERT nur dann, wenn die niederen Arbeiten erledigt werden.
In Wahrheit MUSS die Gesellschaft für die Existenz der Ungebildeten DANKBAR sein!
Viele Arbeiten/Berufe gründen darauf, dass zuvor die niederen Arbeiten erledigt werden.
Der Großbauer kann seine Produkte nicht vermarkten, wenn er keine Feldarbeiter hat.
Früher gab es mehr Selbstversorger (Bauern). Heute ist die Mehrheit der Menschen keine Selbstversorger mehr. Die Berufe sind heute das Versorgende und die Höhe des Einkommens ermöglicht den Lebensstandart.
Der Mindestlohn ergibt den niedrigsten Lebensstandard. Darum muss in einem Sozialstaat der Betrag des Arbeitslosengeldes und Krankengeldes gleich dem Betrag des Mindestlohn-Netto sein, egal aus welcher Kasse oder Steuern sich dieser Betrag zusammensetzt.
Es ist m.E. unsozial, wenn nur der höhere Lebensstandard erhalten wird, während der schlechte unterste Lebensstandard in Notlangen verschlechtert wird.
Der Besserverdiener ist als Arbeitsloser in der GLEICHEN Notlage, bekommt aber mehr Geld, weil er besser verdient und mehr einbezahlt hat.
Er bekommt sogar oft mehr als der Arbeiter im Mindestlohn je zur Verfügung hat.
Es gibt einen Punkt, an dem die Rechnung/herkömmliches Gleicheitsdenken nicht mehr stimmt.
Gleichgewicht ist nun mal eine Sache (Spiel) mit zwei Schwerpunkten und einem Mittelpunkt.

Während du dich 20 Jahre gebildet hast, haben andere sich nicht gebildet, sondern gearbeitet und Steuern bezahlt. …und viele unter ihnen haben in dieser Zeit Kinder geboren die vielleicht sogar zeitgleich mit dir ihre ersten Steuern bezahlen.
_____________



Zu 3.:
Kein Mensch arbeitet freiwillig für wenig Geld. Von freiwillig billig arbeiten kann nicht die Rede sein.
Das System zwingt den Menschen dazu!

Die Notlage des Menschen wird ausgenutzt!
Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse und darum ist jeder Mensch für Arbeiten ausnutzbar.
Die Schande und Sünde, besteht darin den Menschen in seiner Natur auszubeuten. Grundbedürfnisse sind Teil der Natur des Menschen.
Miese Lebenslagen eines Menschen für sich auszunutzen ist die verwerflichste Methode des Wirtschaftssystems.

Oben wird reich verdient und unten bleibt nur der Sklavenlohn/Mindestlohn hängen.
Das Mindestlohn-Übel wächst bald nach oben.
Der Berufswelt beschleunigt sich UND spaltet ihre Arbeiten auf.
Der Mensch kann nicht beschleunigt werden.
Die vielen Arbeitsschritte innerhalb einer Berufsgruppe werden spezialisiert.
Die Arbeiten werden nach Level sortiert, die niederen Arbeiten sind wie ein Abfallprodukt, welche nur mit Mindestlohn vergütet wird.
In vielen Berufen wird Arbeiten ausgelagert z.B. die Buchführung.

Jeder Beruf hat sowohl niedere wie auch komplizierter Arbeiten (die spezialisiert/ausgelagert werden).
Es können sich Berufe in Zweige spalten/abzweigen. Für die niedere Arbeiten braucht eine Firma keine ausgelernte Angestellte zu beschäftigen UND so spart die Firma Geld.
Die moderne Sklaverei ist inzwischen in jeder Branche angekommen.
 
Würde ich zaubern können, so würde ich alle dienenden Menschen aus dieser Welt wegzaubern, damit die Gebildeten und Besserverdiener endlich frei von diesen ungebildeten Menschen sind. Denn durch das Fehlen dieser Ungebildeten, wäre es den Gebildeten möglich die Erkenntnis bekommen zu können, dass sie ihren Dreck von nun an selber weg machen müssen.
 
Auf dem Papier/Gesetzbuch ist die Würde des Menschen wertlos!
Der tatsächliche Wert bekommt die Würde durch Taten.

Das PROBLEM ist, dass die Leistungsstarken, die Leistugsschwachen zurückdrängen und an den gesellschaftlichen Rand drücken.
Es findet eine Unterdrückung durch Leistungskraft statt.
Diese Art der Unterdrückung zeigt das böseste Gesicht einer Gesellschaft.
 
Der Mensch wird mit oder ohne starker Leistungskraft geboren.
Wie ein Auto mit 200 PS mehr Leistung bringt als ein Auto welches von Band ab/Geburt an nur 60 PS mit auf dem Lebensweg bekommen hat.
Jeder Mensch ist vom ersten Tag an gleichwertig Mensch.
Vom ersten Tag an, da er „vom Band rollt“, egal wie viel „PS“ er unter seiner Schädeldecke hat.
Leistungskraft, Fähigkeit und Talent sind im Menschen im unterschiedlichem Maß vorhanden. Aber dennoch sind ALLE Menschen gleichwertig.
Nur weil der eine über die Studierfähgkeit verfügt, bedeutet das nicht dass der Andere, der dies nicht hat, minderwertig ist.
Der Staat ist in der Verantwortung arbeit gerecht auszugleichen, denn das kann nur durch den Staat geschehen.

Bitte keine über Fett/Kursiv und unterstrichen-Formatierungen hinaus gehende verwenden. Große, farbige Schrift entspricht nicht unseren Boardregeln/Ekkard
 

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#2
(11-09-2019, 15:17)Adamea schrieb: 2.:

Wenn ich zwanzig Jahre meines Lebens in Studium und Bildung investiert habe, dann habe ich eben einen deutlichen Vorsprung gegenüber all jenen, die gerade mal so einen Hauptschulanschluss über die Bühne gekriegt ...


Heute in dieser Republik hast du einen deutlichen Nachteil
Dir fehlen "Berufsjahre", also kriegst du etwas weniger gezahlt, und vor allem fehlen dir wertvolle Pensionsjahre !



----

Den Rest Deines langen Postings habe ich nicht gelesen, vielleicht morgen
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#3
@ Ekkard
für das optische Aussehen meines Eintrages bitte ich um Vergebung.
Ich weiß nicht wie man an aus einem geschlossenen Thread einen Eintrag für einen anderen Thread verwendet.
Außerdem waren plötzlich zu viele unverständliche "Hyroglyphen" im Schreibfeld.

(11-09-2019, 22:56)Sinai schrieb: Heute in dieser Republik hast du einen deutlichen Nachteil
Dir fehlen "Berufsjahre", also kriegst du etwas weniger gezahlt, und vor allem fehlen dir wertvolle Pensionsjahre !
Du hast eine Aussage von Geobacter verwendet und als mein Zitat dargestellt.
Das macht nichts, ich sage das nur, weil ich will dass alles seine Richtigkeit bekommt.
Das ist m.E. extrem wichtig.

Ja, Studierende haben einen geistigen Vorsprung. ABER wertvoller sind diese Menschen deshalb nicht.
Wahres Wissen verlangt nicht nur nach mehr Wissen, sondern NACH KÖNNEN.

Studierte deren Körper sich zwar in der Uni aufhält, aber deren Geist sich gedanklich oft anderorts bewegt oder deren Innerstes/Seele eigendlich etwas völlig anderes will, werden ihr Studium abbrechen. Nach langer oder kurzer Zeit, und mit oder ohne Erfolg.
Jedenfalls haben sie so WERTVOLLE ZEIT vergeutet. ..wenn gleich sie dabei auch etwas gelernt haben.
Aber so richtig zielorientiert und sinnvoll eingesetzt ist ihre Zeit dann nicht.
JETZT SOFORT das Beste und Richtige zu TUN ist allzeitüberall sinnvoller, wertvoller, nützlicher... .
Der vergebliche Zeiteinsatz liefert bestenfalls nur nichts schlechtes, also nur genug Gutes und schlechtenfalls große bis kleine Verluste.

Fehlende Berufsjahre:
Viele Menschen haben viele Berufsjahre erlebt und sind trotzdem in ihrem Beruf schlecht oder nicht mehr auf dem neuesten Stand.
Die Tätigkeits-Zeit täuscht also. Außerdem verhindert die Orientierung nach Jahren und Noten die Entdeckung des Menschen mit Naturtalent.

Es ist nicht das Bildungssystem mit all seinen Möglichkeiten und die Chancengleicheit und Chancenvielfaltigkeit die den einfachen und irgendwo talentierte Menschen von ganz unten nach oben bringt, sondern DAS Glück!

Wertverlust der vorhandnenen Berufsjahre:
Durch Berufsunfähgikeit werden Berufsjahre wertlos. Der Mensch, der sich neu orientieren muss, fängt bei NULL an.
Eine Umschulung liefert oft kaum mehr als den Mindestlohn, weil die Berufsjahre fehlen.

Die vielen alten Berufsjahre zählen nicht mehr, wenn der Mensch den Beruf nicht mehr ausüben kann.
Das eigene Wirtschaftssystem ist sozusagen wertlos geworden/zusammengebrochen.
Mit Arbeit erwirtschaften wir das notwendige Geld, welches uns wenn´s mies läuft NUR am Leben erhält.
Das Leben mit Aktivitäten erleben ist den Besserverdiener möglich, den Geringverdiener nicht.

Die Wirtschaft hätte genug damit zu tun sich zu erhalten. ALLEIN die Erhaltung bedeutet Arbeit.
Jedes Leben IST WIE ein kleines Wirtschaftssystem. Wir arbeiten zuerst um uns zu erhalten.
Alle Menschen wollen mehr als nur sich selbst zu erhalten.
So vielfältig der Sinn des Lebens sein kann, so einfach ist es zu wissen was NICHT der Sinn des Lebens sein kann:
Leben um zu arbeiten.

Die Ausrichtung auf das Höchstmaß an Leistungskraft+Fähigkeit+Talenten und deren Begünstigung, produziert Armut.
Leider wird in dieser Gesellschaftsstruktur die Leistungskraft/Stärke als Richtmaß des Menschenwert hergenommen.
Die Entwürdigung des Menschen ist somit voll im Gange.
Stärke als das Grundmaß, kann Frieden und Wohl nicht halten.
Das Ausrichten allein auf die Starken ist der direkte Weg in die Ungerechtigkeit.
Die Mittelmäßigkeit ist das Grundausrichtungsmaß.
NUR von der Mitte aus geht es gleichweit zu beiden Seiten hin.
Das richtige Grundmaß ist die Mitte.
Es ist allerhöchste Zeit, dass die Menschen lernen von der Mitte aus zu rechenen.
Wieviel Geld ist notwendig um in diesen Zeiten überleben zu können und sich zudem etwas Freude gönnen zu können?..also WEDER arm NOCH reich zu sein.

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#4
(12-09-2019, 11:25)Adamea schrieb:
(11-09-2019, 22:56)Sinai schrieb: Heute in dieser Republik hast du einen deutlichen Nachteil
Dir fehlen "Berufsjahre", also kriegst du etwas weniger gezahlt, und vor allem fehlen dir wertvolle Pensionsjahre !
Du hast eine Aussage von Geobacter verwendet und als mein Zitat dargestellt.
Das macht nichts, ich sage das nur, weil ich will dass alles seine Richtigkeit bekommt.
Das ist m.E. extrem wichtig.


Ja, richtig - das war mein Irrtum.
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#5
Hallo 'Adamea'
Du schreibst in Beitrag # 1:
Ursprünglicher Thread: # 430
jedoch ohne den Namen des Threads anzugeben.
Damit dieser später gefunden werden kann:
Religionsübergreifendes und Interreligiöses > Ist der freie Wille ,wirklich frei?



(12-09-2019, 11:25)Adamea schrieb: Studierte deren Körper sich zwar in der Uni aufhält, aber deren Geist sich gedanklich oft anderorts bewegt

Das kommt leider sehr oft vor - aber ist es bei Berufsschülern besser ??
Da lernt einer "Tischler" weil sein Vater eine Möbelfirma hat - ohne sich zu interessieren
Hat nur Mopeds, Computerspiele, Bier und Frauen im Kopf


(12-09-2019, 11:25)Adamea schrieb: Fehlende Berufsjahre:
Viele Menschen haben viele Berufsjahre erlebt und sind trotzdem in ihrem Beruf schlecht oder nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Die vielen Berufsjahre werden ihnen als Pensionsjahre gerechnet. Und zwar ab 14
Wer studiert, hat es nicht so gut - seine Uhr beginnt erst mit 28 zu laufen . . .
muß sich also 13 oder 14 Jahre länger quälen lassen
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#6
(12-09-2019, 11:25)Adamea schrieb: Wieviel Geld ist notwendig um in diesen Zeiten überleben zu können und sich zudem etwas Freude gönnen zu können?..also WEDER arm NOCH reich zu sein.



Eine berechtigte Frage - aber nicht zu beantworten.
Es kommt nämlich auch auf die Lebenshaltungskosten an !

Der eine hat einen alten Mietvertrag, da er in den Mietvertrag des verstorbenen Vaters eingetreten ist und zahlt nur € 120 Miete im Monat.

Der Nachbar hat einen neuen Mietvertrag und bezahlt für die gleich große Wohnung € 700

Ein anderer hat eine Eigentumswohnung geerbt und zahlt gar keine Miete Icon_cheesygrin

--

A ist Postbote im Nobelort Tegernsee, wo er sich am Abend kein Bier leisten kann !

B ist sein Kollege in Cottbus und verdient das selbe Geld - er kann gut damit auskommen
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#7
(12-09-2019, 22:43)Sinai schrieb: Hallo 'Adamea'
Du schreibst in Beitrag # 1:
Ursprünglicher Thread: # 430
jedoch ohne den Namen des Threads anzugeben.
Damit dieser später gefunden werden kann:
Religionsübergreifendes und Interreligiöses > Ist der freie Wille ,wirklich frei?

Das war mein Fehler, als ich die unerwünschte Formatierungen und Kopfeinträge beseitigt habe.
Sorry! Ich hab's nunmehr ergänzt.

Übrigens hätte man dies herausfinden können, wenn man dem Link "#430" bei gedrückter Strg-Taste gefolgt wäre. In dem sich öffnenden Tab kann man den Vor-Thread studieren und wieder zum neuen Thread zurückkehren.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#8
(11-09-2019, 15:17)Adamea schrieb:  
Ja, die trägen und bequemen Artgenossen, werden von den Fleißigen ernährt.
Der Staat sorgt dafür, dass die besserverdienenden Fleißigen das Hab und Gut der niedrigverdienenden Fleißigen ergattern, also kaufen können.
 

Wie immer viele Worte, für etwas was man auch in drei Sätzen sagen kann, Adamea. "Pappi" lässt sich vielleicht von "Pippi" durch solche Taktiken noch ermüden, um seine Zustimmung zu allem zu geben.

Aber zum Thema:

Soziale Gerechtigkeit bedeutet, dass sich jeder selber anstrengen muss, ein etwas größeres Stück vom Kuchen zu ergattern.. wenn er denn meint, ein solch größeres Stück unbedingt haben zu müssen.

Und zum anderen.. Nicht jede Arbeitsleistung ist gleich viel wert. Klo-Putzen mag zwar eine unangenehme Dienstleistung sein, aber dafür braucht es zum Klo putzen weder besonders viel Talent noch eine langjährige Ausbildung.

Sich gut ausbilden zu lassen, kostet eine Menge Geld, Adamea.  Das sind oftmals 100..  bis mehrere Hunderttausend Euros, die man in eine solche langjährige Ausbildung stecken muss. Ein Arbeistalltag enes Studierenden hat oft 16-19 Stunden.. die Stressbelastung ist je nach dem nahezu 100%.

Dass Leute die das jahrelang durchstehen, nach dem erreichen des Studiumzieles in ihrem Beruf deutlich mehr verdienen, als jemand der sich nicht bemüht, mehr aus sich zu machen, als fürs Klo-Putzen gerade an Qualifikation mal nötig ist, ist sozial durchaus gerecht, Adamea.

Und natürlich ist Geld eine Schuldverschreibung. Das heißt, dass der Arbeitgeber die Lohnzahlungen an seine Mitarbeitern danach richtet, was ihre Leistungen für den "Geldumsatz" seines Unternehmens mit der Außenwelt  wert sind. Dass solche Mitarbeiter, welche die dafür bessere Qualifikation besitzen besser verdienen als die Putzfrau, muss man ihnen schon gönnen.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#9
Na ja, Angestellte sind im allgemeinen nicht das Problem Die richtig Reichen spielen ja oft einfach nur am Kapitalmarkt. Da mag dann auch Koennen mit am Werk sein, aber auch eine ganze Menge Glueck. Dazu gehoert natuerlich Anfangskapital, das eventuell erst noch anderen Leuten aus den Rippen geleiert werden muss.

Dass der Kapitalsektor so einen Riesenanteil an der Gesamtwirtschaft gewonnen hat, ist ausgesprochen unerfreulich. Daneben gibt's dann natuerlich noch die Erben der Vergangenheit, denen grosse Teile des Grundbesitzes gehoeren. In manchen Laendern betraegt die Erbschaftssteuer auf Grund und Immobilien immer 50%, ohne Abzuege.
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#10
Beitrag # 1
(11-09-2019, 15:17)Adamea schrieb: Ja, die trägen und bequemen Artgenossen, werden von den Fleißigen ernährt.


Ein Satz, der wahrscheinlich wahr ist.
ABER Die Story geht weiter: Icon_cheesygrin

Es gibt auch träge und bequeme Leute, die sich unbeholfen anstellen und es nicht geschafft haben, daß sie von den Fleißigen ernährt werden
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#11
(14-09-2019, 14:45)Ulan schrieb: In manchen Laendern betraegt die Erbschaftssteuer auf Grund und Immobilien immer 50%, ohne Abzuege.


Dies treibt leider die Pachtzinse und die Mieten für Geschäftslokale in astronomische Höhe.
Somit keine besonders gute Idee


Das ist genauso wie wenn eine Regierung die Löhne um 100 Geldeinheiten erhöht. Dann steigen im nächsten Monat die Wohnungsmieten um 100 Geldeinheiten  Icon_cheesygrin

Das Kapital läßt sich nicht austricksen mit solchen naiven Gags

Damit kann man die Wähler zum Narren halten, aber auch nicht mehr
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#12
Was hat das mit Mieten und Pacht zu tun?
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#13
(14-09-2019, 14:45)Ulan schrieb: In manchen Laendern betraegt die Erbschaftssteuer auf Grund und Immobilien immer 50%, ohne Abzuege.


Ausführliche Erklärung:
Ein Mann besitzt ein Grundstück im Wert von 1 Million Taler, das er einmal seinem Sohn vererben will. Da wird die 50 % Erbschaftssteuer auf Grundstücke eingeführt. Nun stellt er mit Bestürzung fest, daß sein Sohn für das geerbte Grundstück 500.000 Taler Erbschaftssteuer abführen wird müssen. Das ist unmöglich, so viel Geld hat der Sohn nicht. Er wäre also gezwungen, das Grundstück sofort nach dem Tod des Vaters zu verkaufen und die Hälfte des Verkaufserlöses an den Staat zu zahlen. Ein No Go
Somit erhöht der Mann den Pachtzins derart, daß noch zu seinen Lebzeiten die 50 % zusammenkommen,
damit sein Sohn dann die Erbschaftssteuer zahlen kann

Klar kann er das nicht allein machen, niemand wäre bereit, einen derart hohen Pachtzins an ihn zu zahlen

Allerdings geht es hier um ein Gesetz, eine allgemeingültige Regel, die alle Grundbesitzer betrifft.

Die große Zahl der Grundbesitzer erhöht den Pachtzins und die Pächter können nicht ausweichen

Die Pächter müssen nun eine sehr hohe Pacht bezahlen - um das auszuhalten, erhöhen sie einerseits alle den Gemüsepreis am Markt und bezahlen ihre Erntehelfer schlechter

Die Erhöhung der Erbschaftssteuer trifft auf den ersten Blick die Grundbesitzer, in Wahrheit zahlen aber letztlich alle dafür
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#14
Beitrag # 3
(12-09-2019, 11:25)Adamea schrieb: Berufsunfähgikeit . . . Berufsjahre


Da hast Du recht, es gibt viele Berufe wo der Mensch schon vor dem Erreichen des Pensionsalters berufsunfähig wird

So einen Beruf sollte man lieber nicht wählen.
Beispiele:
ein Maurer kann ab 40 nicht mehr (Bandscheiben und Gelenke)
eine Ballettänzerin kann ab 35 nicht mehr
ein Fußballspieler kann ab 28 nicht mehr

Dann beginnt ein neues Leben.
Der Maurer kann Verkäufer und Kundenberater im Baustoffhandel werden, Fachlehrer in einer beruflichen Schule
Die Ballettänzerin kann Ballettlehrerin werden
Der Fußballsspieler kann einen Sportladen eröffnen oder Trainer (auch wieder eine Art Lehrer)  werden
Da entstehen immer mehr Lehrer die immer mehr Schüler unterrichten
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#15
(15-09-2019, 16:02)Sinai schrieb: Die große Zahl der Grundbesitzer erhöht den Pachtzins und die Pächter können nicht ausweichen

So funktioniert das nicht. Pachtzinsen sind immer so hoch, wie die Paechter bereit sind, zu zahlen. Wenn Pachtzinsen unrentabel werden, wird halt gekuendigt und die Paechter machen etwas anderes. Die Undurchlaessigkeit des Arbeitsmarkts ist uebrigens auch ein typisch deutsches Problem (mit einigen anderen Beispielen anderswo). Mir ging's auch eher darum, wenn Kinder von den Eltern erben. In Schweden werden die 50% sofort faellig (wenige Wochen), so dass da schon oft die alten Eltern bedraengt werden, ihre Haeuser und Grundbesitz zu verkaufen, wenn sie noch leben, damit das nicht wegauktioniert werden muss, was ansonsten die gaengige Praxis ist. Zumindest war das so vor 15 Jahren; seitdem habe ich das nicht mehr beobachtet.

Aber solche Spitzfindigkeiten sind auch nicht unbedingt hier wichtig fuer das Thema.
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