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Moraltheologie: zweimal gebeichtete Sünde
#1
Liebe Mitdenkende,

ein reformatorischer Kollege hat der katholischen Kirche neulich vorgeworfen, die Wirkung der Beicht selber nicht wirklich ernstzunehmen. Der Vorwurf lautete: Es werde manchmal dieselbe Sünde zweimal gebeichtet, also glaube die Kirche, dass sie beim ersten Mal gar nicht wirklich vergeben worden sei.

Zwei Katholiken haben ihm geantwortet, der eine sagte sinngemäss: Doch, die Sünde sei vergeben; wenn also einer sie bei einer späteren Beicht ein zweites Mal ausspreche, gebe es keine erneute Vergebung dafür.
Der andere sagte, ebenfalls sinngemäss: Da Gegenstand der Beicht die Sünden seien, insofern man sie bereue, sei es durchaus möglich, dieselbe Sünde erneut zu beichten, schliesslich sei der Mensch unvollkommen und könne also eine Sünde auch halbwegs bereuen statt ganz. Da sei nun halt nur dasjenige vergeben worden, was auch bereut worden sei. Darum könne man dieselbe Sünde zweimal beichten.

Welcher von beiden hat Recht?

(Meine eigene Meinung: Es wird zwar zweimal dasselbe gesagt, aber nicht zweimal dasselbe vergeben.)
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#2
Vermutlich hat keiner Recht, weil die Vergebung von Sünden nichts anderes bedeutet, als dass jemand den Vertrauensverlust gegenüber der umgebenden Gesellschaft durch illegales Handeln wiederherstellen können sollte. Mir fehlen neben der Reue Urteil und Wiedergutmachung. Die "kleinen" Alltagssünden, die das Vertrauen in eine Person gar nicht tangieren, rangieren für micht nicht unter Sünden.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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