Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Religionsphilosophie studieren?
#1
Ich bin jetzt bald 40 Jahre alt und überlege mir, ein neues Fernstudium zu machen. Ich würde mich gerne in eine christliche Gemeinde eingliedern und tätig sein. Hier in Frankreich habe ich schon ein paar Jahre als Hilfsaumoniere gearbeitet  (unbezahlt) . Aumoniere ist sowas wie ein Kaplan. 

Allerdings war ich früher kein Engel. Ich war verhaltensauffällig und hatte schon mit 19 Jahren ein Kind, dass vor allem in PflegeFamilien aufwuchs. Habe ich damit noch irgendeine Chance, meinem Traum nachzugehen? Nützt mir das Studium überhaupt noch etwas? 

Würdet ihr so einen Neuanfang wagen? Was haltet ihr davon?
Zitieren
#2
Ich war Presbyter einer Gemeinde der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bei der Abstimmung über die Einstellung einer Gemeindereferentin mit theologischer Ausbildung hätte ich deinen Lebensweg unberücksichtigt gelassen. Das ist deine private Angelegenheit. Wichtig sind die Zeugnisse und eventuelle Erfahrungen, durchaus auch als "Aumoniere" in Frankreich.
Ich bin im Moment zu müde, um noch nach Verfahren der Evangelischen Kirche im Rheinland zu suchen, was Stellen, Stellenbeschreibungen und -Voraussetzungen betrifft. Aber du kannst ja selbst einmal bei www.ekir.de (und Servern anderer evangelischer Kirchen) suchen (lassen, googeln Icon_lol ) Ob es da Fernlehrgänge gibt, weiß ich leider auch nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Zitieren
#3
Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin katholisch und einen Lehrgang habe ich schon bei ILS gefunden, dass das kleinste Problem.
Zitieren
#4
(06-02-2020, 07:38)Erina Schutorfki schrieb: Vielen Dank für deine Antwort. Ich bin katholisch und einen Lehrgang habe ich schon bei ILS gefunden, dass das kleinste Problem.

Als "Katholisch(E)" musst / brauchst du nur all deine alten Sünden beichten und Buse tun.. Icon_smile PfarrerIN kannst du als Frau in diesem Verein ohnehin nicht werden. (Wenn halt eine Geschlechtsumwandlung vielleicht was bringt?) Alles andere ist Verhandlungssache auf Sympathie-Ebene.
Herzlich Willkommen!
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
Zitieren
#5
Vielen Dank. Beichten wäre kein Problem. Ich will eh nicht Pfarrerin werden, sonder Hilfsgeistliche. Vielleicht lerne ich ja noch besser Französisch, würde gerne Aumoniere werden, aber mit der Sprache hapert es.
Zitieren
#6
(09-02-2020, 08:44)Erina Schutorfki schrieb: Vielen Dank.  Beichten wäre kein Problem. Ich will eh nicht Pfarrerin werden, sonder Hilfsgeistliche. Vielleicht lerne ich ja noch besser Französisch, würde gerne Aumoniere werden, aber mit der Sprache hapert es.

Ich bin zwar katholisch aufgewachsen, aber von "Kaplaninnen" in weltoffnen Katholischen Ordensgemeinschaften hab ich noch nie was gehört. Ist aber gut möglich, dass es da in Frankreich solche katholischen Spezial-Ordensfälle gibt.

*https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/franz%C3%B6sisch-deutsch/aum%C3%B4ni%C3%A8re
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
Zitieren
#7
Hallo Erina,

wenn Du Dir über den zeitlichen Aspekt Gedanken machst, dann will ich ganz ehrlich mit Dir sein, ich ganz persönlich finde dass die Praxis das entscheidende ist, und die Theorie letztlich nur dazu dient, die Praxis zu fundieren und zu stützen. "Studium" bedeutet ja: nur Theorie. Wenn es für Dich irgend möglich ist, würde ich Dir raten, um Zeit zu sparen, diesen Schritt zu überspringen und direkt in die Praxis zu gehen. Ich denke da zB an Kontemplationskurse (nach dem Herzensgebet). Und man darf ja nicht vergessen, man lernt auch durch die Erfahrung, d.h. Theorie ist sowieso immer wieder mit dabei, und das möglicherweise auf eine unmittelbarere und authentischere Art, als wie das verkopfte Professoren übermitteln könnten...

Um das noch konkreter zu machen: es ist ein himmelweiter Unterschied, ob man an der Uni oder in einer Predigt von Erlösung hört, oder ob man diese Erlösung an sich selber erfahren kann. Dies ist bei mir erst durch solche begleitete Intensivzeiten möglich geworden.
Soweit von mir.
Besten Gruß!
Zitieren
#8
Beitrag # 1
(05-02-2020, 14:16)Erina Schutorfki schrieb: Ich bin jetzt bald 40 Jahre alt und überlege mir, ein neues Fernstudium zu machen. Ich würde mich gerne in eine christliche Gemeinde eingliedern und tätig sein. Hier in Frankreich habe ich schon ein paar Jahre als Hilfsaumoniere gearbeitet (unbezahlt) . Aumoniere ist sowas wie ein Kaplan.

Allerdings war ich früher kein Engel. Ich war verhaltensauffällig und hatte schon mit 19 Jahren ein Kind, dass vor allem in PflegeFamilien aufwuchs. Habe ich damit noch irgendeine Chance, meinem Traum nachzugehen? Nützt mir das Studium überhaupt noch etwas?

Würdet ihr so einen Neuanfang wagen? Was haltet ihr davon?


Willkommen im Forum !

Überlegst Du Dir, ein Fernstudium zu machen, oder ein neues Fernstudium zu machen ??
Hast Du denn schon eines gemacht? Welches ?

"Verhaltensauffällig" zu sein muß nicht unbedingt ein Nachteil sein, wenn man es ehrlich sieht. Auch der junge Mozart war verhaltensauffällig
Und wenn ein Mädchen mit 19 Jahren ein Kind bekommt, so ist das beste biblische Tradition

Warum erzählst Du uns das mit den Pflegefamilien ??

Allerdings ist die Frage ob so ein Fernstudium etwas nützt, schwer zu beantworten.

Du sagst, daß Du Dich "gerne in eine christliche Gemeinde eingliedern" willst - in irgend eine die Du Dir dann nach dem Fernstudium suchen willst (durch trial and error) oder schwebt Dir da schon irgend eine spezielle Gemeinde vor ??
Du solltest Dir hoffentlich klar sein, daß ein Studium eine enorme Investition ist (finanziell und Lebensjahre!) die nur dann Sinn macht, wenn es anerkannt wird. Nicht jede "Gemeinde" anerkennt jedes "Studium" - und bei Fernstudien ist das oft noch viel schlimmer . . .
Es wäre schade, wenn jemand einen Haufen Geld und wertvolle Lebensjahre investiert, Tag und Nacht studiert, und dann mit dem Zeugnis abblitzt . . .


Beitrag # 3
(06-02-2020, 07:38)Erina Schutorfki schrieb: . . . Ich bin katholisch und . . .

Jetzt wirst Du schon konkreter, Engelchen Icon_smile
Na dann würde ich an Deiner Stelle die Katholische Kirche befragen, wie sie das sieht. Aber nicht einen Mesner, sondern einen Bischof.
Wie Deine Zukunftsaussichten in der katholischen Kirche sind und ob Du mit diesem Fernstudium etwas anfängst . . .
Wenn sinnlos, dann laß die Finger davon !

Wenn sinnvoll, dann suche um eine Förderung an. Die Kath Kirche braucht ja tätige Menschen

Allerdings solltest Du bei Förderungen - egal ob kirchlich, staatlich oder privat - darauf achten, daß es kein Kredit ist !
Denn immer häufiger sind "Förderungen" gar keine echten Förderungen, sondern materiell gesehen versteckte Kredite - das heißt, wenn jemand die Ausbildung abbricht (weil zu hohe Anforderungen), dann muß er das Geld zurückzahlen !!! Vorsicht !!!

Dann sind Jahre vergeudet worden und der Mensch sitzt auf einem gräßlichen Kredit da, den er nun abzahlen muß

Bei solchen Vertragsmodellen wird das Risiko völlig auf den Schüler abgewälzt - das ist unfair

So etwas beginnt immer lieblich - aber wenn der Schüler dann 2/3 der Ausbildung absolviert hat, steigen plötzlich die Prüfungsanforderungen ins Astronomische. 90 % Durchfallsquote bei Prüfungen sind dann keine Seltenheit und die können dann mit Dir machen was sie wollen

Dann steckt der Mensch mitten in einer halbfertigen Ausbildung und kann nicht vorwärts und nicht zurück

Irgendwie erweckst Du den Eindruck, daß Du Dir nicht völlig klar bist, was Du willst, was auf Dich zukommt und ob Du Dein Fernstudium nutzen kannst. In so einer Situation laß die Finger davon !

Ein Studium ist keine Sonntagswanderung sondern eine Himalaya Expedition und so etwas macht man nicht aus Spaß

--

Ein ganz anderes Thema: ich kenne eine Frau, die ihr Geld "im Gesundheitsbereich" (etwas schwammig definiert) verdient
Sie arbeitet tageweise freiberuflich in einem großen Krankenhaus wo sie eine Randexistenz hat
Sie ist keine Ärztin, keine Krankenschwester, keine Physiotherapeutin - sondern macht halt Dinge auf Werkvertragsbasis und hält die Patienten bei Laune. Massage und Musik, etwas Tanztherapie und Kosmetik und Feng Shui und wie das ganze Zeug so heißt. Sie macht das sehr geschickt, denn die Patienten sind glücklich ("motiviert") und keiner fragt so genau was sie macht und alle sind glücklich mit der lieben Gretl. Die Patienten schätzen ihre "Therapie" und das Spitalsmanagement ist froh darüber.
Jetzt hat sie die Idee, in einer ehemaligen Ostblockstadt ein Fernstudium zu beginnen - ist nicht einmal arg teuer und sie wird Frau Doktor
Aber stell Dir vor in was für Mühlen sie dann gerät. Wenn sie dann ein "Seminar" abhält, wird ihr eine junge freche Krankenschwester vor allen anderen Krankenschwestern die Frage stellen, was für eine "Frau Doktor" sie denn ist - ob sie eine Ärztin ist - oder was ?
Dann muß sie zähneknirschend gestehen, daß sie eine Frau Doktor der Richtung Orchideenstudium ist, und wird ab diesem Zeitpunkt gemobbt werden.
Sie wird Probleme haben, die sie jetzt nicht hat

Ich riet ihr von diesem Fernstudium ab

Solltest Du ernsthaft Interesse an diesem von Dir erwähnten Fernstudium haben, so solltest Du uns nähere Informationen zu diesem wohlklingenden Namen "Religionsphilosophie per Fernstudium" geben

Ob die Kath Kirche überhaupt einen "Religionsphilosophen" duldet ??
Wie gesagt solltest Du zu Deiner Absicherung vorher in der Kath Kirche nachfragen

Klingt sehr interessant, aber wenn sinnlos, dann wäre es schad um Zeit und Geld

Wenn Du keine Stellung (ehrenamtlich oder bezahlt) in der Kath Kirche anstrebst, sondern nur aus Interesse studieren willst, dann würde ich überhaupt kein Studium beginnen. Weder auf der staatlichen Universität noch ein Fernstudium. Da kannst Du gleich selber ein Buch beginnen und Dich von diesem Buch immer weiterhanteln: gute Bücher haben Fußnoten mit Quellenangaben. Wenn Dich eine Passage interessiert, findest Du weiterführende Literatur. Und nach einem halben Jahr hast Du einen Fundus von einem halben Dutzend interessanter Bücher. Dann wirst Du Mitglied in einer öffentlichen Bibliothek und kannst gratis lesen ! Kaufen ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr sinnvoll - finanziell und Platzproblem (da platzt Dein Bücherschrank)
Und dann beginnen die elektronischen PDF im Internet. Gratis und manchmal gut (das merkt man eh sofort wenn ein Büchl Ramsch ist)

Ich habe mir ein paar Jahre lang jede Woche ein Buch gekauft (thematisch extrem breit gestreut von Ägyptologie bis Zeitgeschichte) und zwar so: ich schlage das Buch in der Mitte auf !
Vorwort und sonstiger Ramsch interessiert mich nicht. Ebensowenig die Dicke des Literaturverzeichisses (3 weiterführende Bücher sind weit wertvoller als ein Datenfriedhof von 300 faden Schinken die nur dort stehen damit das Literaturverzeichis dicker wird)
Dann lese ich eine Seite in der Buchmitte - und weiß sofort, ob das Buch was taugt.

Abschließend möchte ich noch sagen, daß ein Studium "Religionsphilosophie" nach irrsinnigem Lernaufwand aussieht. Da mußt Du dann 80 % Zeug lernen, das Dich als Christin nicht interessiert. Da mußt Du dann auch altgriechische Philosophien (von denen manche interessant sein mögen aber manche fad und öd sind) und Fernöstliche Religionen samt ihren Religionsstiftern bis ins letzte Detail auswendig lernen -
ein unglaublich breit gestreutes Wissen

Die Kath Kirche braucht Seelsorger, die sich - möglichst praktisch - um die eigenen Leute kümmern.
Ich denke nicht, daß sie Leute braucht, die "Religionsphilosophen" sind - und alle religiös angehauchten Philosophien von Echnaton bis Buddha, von Seneca bis Morus, von Maimonides bis Spinoza auswendig herunterratschen können wie ein wandelndes Lexikon

Aber wie gesagt - ich weiß ja nicht, was Du willst

Solltest Du ein religiöses Sendungsbewußtsein haben (Mission) so wäre "Religionsphilosophie" nutzlos

Solltest Du ein braves Zahnrad der Katholischen Kirche (und es ist immer unklarer was die katholische Kirche ist) sein wollen, dann ist "Religionsphilosophie" ebenfalls nutzlos

Aber ich will Dich keineswegs beeinflussen. Immerhin gibt es mehrere Dutzend Studienrichtungen auf der Welt und nur weil ich unbegabt für organische Chemie bin, darf ich niemand abraten, organische Chemie zu studieren
Jeder Mensch ist anders
Jeder Mensch ist ein Individuum
Zitieren
#9
Vielen Dank für eure Antworten.

Ich werde,mir alles gut überlegen. Ich bin jetzt noch unsicherer geworden. Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Werde mich erstmals bei der Kirche erkundigen.
Zitieren
#10
(14-02-2020, 14:33)Erina Schutorfki schrieb: ( . . . )

Werde mich erstmals bei der Kirche erkundigen.



Das ist eine sehr vernünftige Idee.
"Man soll nicht die Rechnung ohne den Wirt machen"

Damit Du nicht etwas studierst, das zwar teuer und mühsam, aber nicht erwünscht ist . . .

Ich habe jetzt den von Dir angegebenen Link angeklickt: ILS
Da erscheint:
Ils.de | Fernstudium beim ILS | Institut für Lernsysteme‎
Alle Fernkurse A-Z

Das schaut schon sehr interessant aus:
zB
Religionsphilosophie
Lehrgangsdauer etwa 12 Monate bei täglich 1 Stunde, das wäre sehr erträglich. Die Regelstudienzeit darf um 6 Monate kostenlos überschritten werden - was passiert, wenn aber jemand 3 Jahre braucht ??
Der Lernstoff ist nämlich unglaublich groß und breit:

Religion heute
Die hebräische Bibel
Der historische Jesus
Die Botschaft Jesu und die modernen Menschenrechte
Einführung in die Kirchengeschichte
Dietrich Bonhoeffer
Glaube, Psychologie, neue religiöse Strömungen
Feministische Theologie
Buddhismus, Hinduismus
Judentum
Islam
Religionskritik
Glaube, Gewalt, Vernunft


Ich könnte mir nicht vorstellen, mit 365 Stunden Studienzeit all dies studieren und mir merken zu können.

Was kostet dieses Fernstudium eigentlich? Ich habe den Preis im Prospekt nicht gefunden

--

Ich habe mir nun angeschaut: Religionsphilosophie - Wikipedia

Ein sehr umfangreicher Artikel

Dort ist auch von sprachphilosophischen Analysen religiöser Sprachen die Rede. Das klingt sehr interessant! Ich bezweifle aber sehr, daß die Katholische Kirche Interesse an derart gescheiten "Laien" hat.
Da setzt sich die Katholische Kirche sicher keine Laus in den Pelz Icon_cheesygrin

Die wollen keinen Wissenschaftler im Kirchenvolk sitzen haben, der die Bibelauslegung des Bischofs, Kardinals oder Papstes auf den Prüfstand legt und kritisch hinterfragt, ob er denn die komplizierte (jahrtausende alte) Genesis sprachlich richtig interpretiert habe

Etwa der jahrtausende alte Streit, was mit Elohim bzw. Gott alles gemeint sein könnte:
"Das Verhältnis von Eloah/Elohim zum Wort und Eigennamen אֵל El ist ungeklärt. Die drei Worte können im Tanach auch Engel und sogar Menschen bezeichnen, etwa in Ex 4,16 EU:
„… und er (Aaron) soll dein Mund sein und du (Moses) sollst für ihn Gott [Elohim] sein.“"
Elohim - Wikipedia


Schon dieses eine Beispiel zeigt, wie enorm kompliziert es sein dürfte, die alte Sprache der Thora verstehen zu wollen. Althebräisch ist manchmal extrem mehrdeutig !
Wenn Jesus nun darauf Bezug nimmt (Johannes 10,34) und dabei möglicherweise auf Psalm 82,6 anspielte, und die Jesusworte dann noch ins Altgriechische (die Sprache der Septuaginta) "übersetzt" wurden, dann landet man in einem unlösbaren sprachwissenschaftlichen Problem

(Das erste Mal ist der Begriff "Elohim" im ersten Satz der Genesis zu lesen, dann in der ganzen Bibel, wie beispielsweise eben in Ex 4,16 und in Psalm 82,6 und dann in altgriechicher Maskierung in Johannes 10,34 - über die jeweilige Bedeutung streiten die Gelehrten seit Jahrtausenden)

Interessiert Dich derartiges überhaupt? Wenn nein, dann fang kein Studium der "Religionsphilosophie" an !

Und die katholische Hierarchie wird niemals mit Dir über derartige sprachwissenschaftliche Probleme reden wollen - wenn Du Dich in der heutigen Katholischen Kirche nützlich machen willst, so mache einen Krankenschwesternkurs, lerne Köchin fürs Flüchtlingsheim, mach eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin, Drogenberaterin, Wäscherin, und wenn Du unbedingt studieren willst, dann studiere Medizin und geh ehrenamtlich nach Zentralafrika in eine Leprastation.

Sehr gefragt sind auch Deutschlehrer und in Deinem Fall auch Französischlehrer (ehrenamtlich, versteht sich) um den Flüchtlingen zu helfen - es muß kein Lehramt sein, da ist man nicht so streng

Aber eine "Hilfsaumoniere" Icon_smile und ähnlich gescheite Leute die dem Geistlichen Konkurrenz machen, sind nicht gefragt

Ich habe das Wort "Hilfsaumoniere" noch nie gehört, das klingt wirklich sehr interessant, wie sieht da ein typischer Tagesablauf aus? Ist das eine Gouvernante für schwierige Jugendliche?

Heute sagt man Sozialarbeiterin der Diözese dazu ?
Eher nicht, denn zu einer Sozialarbeiterin geht man freiwillig
Das Amt klingt sehr respekteinflößend
und wortmalerisch
Es klingt aber auch sehr großzügig und gönnerhaft, sehr angenehm wie das Wort "Bonboniere" - also wie jemand, der Goodies verteilt wenn man sich wohlverhält
Wie eine Gute Fee, die dem Pfarrer zur Seite steht - ich kann mir vorstellen, daß das so eine Art Chefin oder Obersekretärin der regionalen Caritas ist ?
In D habe ich das noch nie gehört, wohl eine frz. Besonderheit? « Aumônière Auxiliaire » ?

Eine Aumoniere ist sicher etwas angenehmes, wohl jedenfalls ein positiv besetzter Begriff,
da man in Frankreich kostbarste Süßspeisen so bezeichnet:

Ich gab nämlich in Google Bilder ein: Aumoniere
und fand viele Photos

Doch zurück zu Deiner Anfrage

Auf gut Glück ein Studium zu beginnen, wäre mir viel zu riskant. Ich habe ja meine Zeit und mein Geld nicht gestohlen!

Überhaupt scheint es, daß Du das Pferd falsch von hinten aufzäumst
Du kannst Dir ja eine Pfarre suchen und Dich dort nützlich machen (an den Sonntagen Tee kochen, Sandwiches streichen usw) und dann nach ein paar Wochen, wenn sich alle an Dein Gesicht gewöhnt haben, bei passender Gelegenheit Deine spezielle Situation aufwerfen. Daß Du gerne in der Seelsorge tätig werden möchtest, daß Du sogar bereit bist, ein Studium zu beginnen, allerdings ratlos bist, was und wo Du studieren sollst. Dann werden sich die Leute und der Pfarrer um Dich kümmern, sie werden Erkundigungen einziehen was es da für Möglichkeiten gibt, und Dir dann mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dann bist Du kein Fall von "Außen", sondern ein Teil der Gemeinschaft, um den man sich liebevoll bemüht. Vielleicht haben die ein ganz anderes Studium für Dich, das zehn Mal mehr bringt

Sozialarbeiter sind immer gefragt - (allerdings wird da neuerdings eine sehr umfassende Ausbildung gefordert, solange man das nicht gratis das heißt ehrenamtlich macht) - und wenn Du dann Obdachlosen helfen kannst, ist das ein schönes Stück christliche Nächstenliebe
Zitieren
#11
Halli Sinai,

Vielen lieben dank. Als Hilfsaumoniere habe ich im Krankenhaus gearbeitet. Dort habe ich die Rollstuhlfahrer in die Kirche gebracht, und mir die Sorgen und Nöte der Leute angehört und War einfach für sie da. Ich bin auch mit den Patienten spazieren gegangen und habe sie Nachmittags mit Kaffee und Kuchen versorgt.

Mein Traum ist es jetzt vor allem Obdachlose zu versorgen und das Wort Christi nahe zu bringen. Wie soll ich das aber machen, wenn ich die Bibel selbst nicht verstehe.

Z.Z. arbeite ich für einen Allgemeinnützigen Verein ( Emmaus), wo es mir sehr gut gefällt. Allerdings wäre es noch schöner, wenn ich Gott in die Arbeit miteinbeziehen könnte. Emmaus wurde zwar von einem Pfarrer gegründet, ist aber sehr weltlich.

Da ich bald einen Geldern erwarte ( ñicht sicher ), wären die Gebühren das kleinste Problem. Für ein Medizinstudium fehlen leider die Voraussetzungen. Ausserdem kann ich nicht freiwillig ins Ausland, da ich krank bin und sehr teure Medikamente brauche. Hab mich schon als Hilfsmissionar erkundigt, das geht leider nicht.

Mg. Irina
Zitieren
#12
(15-02-2020, 07:47)Erina Schutorfki schrieb: Halli Sinai,

Vielen lieben dank. Als Hilfsaumoniere habe ich im Krankenhaus gearbeitet. Dort habe ich die Rollstuhlfahrer in die Kirche gebracht, und mir die Sorgen und Nöte der Leute angehört und War einfach für sie da. Ich bin auch mit den Patienten spazieren gegangen und habe sie Nachmittags mit Kaffee und Kuchen versorgt. 

Mein Traum ist es jetzt vor allem Obdachlose zu versorgen und das Wort Christi nahe zu bringen. Wie soll ich das aber machen, wenn ich die Bibel selbst nicht verstehe.

Z.Z. arbeite ich für einen Allgemeinnützigen Verein ( Emmaus), wo es mir sehr gut gefällt.


Hallo Erina
Deine Tätigkeit als Hilfsaumoniere im Krankenhaus war sicher erbauend und wundervoll !
Diese Tätigkeit gibt es meines Wissens nicht in Deutschland. Wir würden hier stationäre Heimhelferin sagen, aber Heimhelferinnen arbeiten bei uns nur mobil (sie gehen in die Häuser zu den Alten und Kranken)
Du warst eine Art "Gesellschaftsdame" - so hieß das in der Monarchie, aber heute gibt es das so nicht mehr.

Sicher eine sehr schöne Tätigkeit wo man innerlich wächst. Hilflosen Menschen einen Anker zu geben ist immer sehr schön
Ich habe das einen Tag lang im Rahmen einer Gruppe in einem Heim für Behinderte gemacht, ich schob eine 30-jährige Kranke mit ihrem Rollstuhl im großen Park. Sie weinte immer "ich will zu meiner Mutti" - weil ihre Mutter hatte sie verstoßen, als sie sah daß ihr Kind schwer geistig und körperlich behindert ist. Die Mutter war ein junges Ding und sicher überfordert und hilflos. Noch Jahrzehnte später weinte die Kranke nach ihrer Mutti. Mir brach das Herz. Als ich mich dann am Abend verabschiedete, weinte sie um mich. Da brach mir wieder das Herz und ich konnte nicht mehr hin gehen. Das wird ja alle Tage schlimmer - wenn sie sich nach einer Woche an mich gewöhnt, bin ich Bezugsperson, und dann wäre der Abschied für sie noch schlimmer!
Dennoch war es eine große Freude für mich, einem Menschen einen schönen Tag gemacht zu haben

Deine Idee mit den Obdachlosen gefällt mir sehr gut. Von Emmaus weiß ich nichts, habe gerade mal den Namen gehört, aber ich kenne einen etwa 35-jährigen Mann, der in so einem Heim lebt. Betreutes Wohnen
Bin aber nicht sicher, ob er konkret bei "Emmaus" wohnt oder in einem anders genannten Heim. Da gibt es ja etliche ähnliche Organisationen

Obdachlose sind sehr unterschiedlich. Nicht alle sind abzulehnen !
Denn es gibt da erstaunlich viele anständige Menschen aus bravem Milieu. Aus anständigem Elternhaus, oft sogar gute Schulbildung mit Abitur (!)
- bei Euch in Frankreich heißt das « bac » - mit gewählter Sprache, ohne jedem kriminellen Jargon. Psychisch kranke Leute!
Der Mann, den ich kenne, ist so ein Fall. Seine alten Eltern sind bigotte katholische Bauern, und selbst schon auf Pflege angewiesen, sie können sich um den Sohn nicht mehr kümmern. Er hatte ein von der Kirche geführtes Gymnasium am Land besucht, das Abitur gemacht - und dann hatten die Bauersleut die Idee gehabt, er soll Pfarrer studieren, weil er in Kindheit und Jugend Ministrant war und eh schon die ganze Liturgie und die Bibelstellen und die Predigten kannte und weil er in der Kirche des Sonntags gerne Orgel spielte auch noch gleich Organistik studieren. Ein Doppelstudium - das haben sich diese primitiven, aber lieben und ehrlichen Landleut so ausgedacht in ihrer Phantasie. Der Bub kam in die Stadt in ein von einem Orden geführtes Priesterseminar. Dort scheiterte er völlig! Es ist eben ein Unterschied, ob jemand jeden Sonntag in der Kindermesse Ministrant ist und bei der Erwachsenenmesse Orgel spielt (und umgekehrt) oder ob jemand Althebräisch, Aramäisch und Altgriechisch studieren soll und dann die Theorie zur Orgelmusik lernen soll. Der Student verheimlichte seinen studienmäßigen Mißerfolg jahrelang mit Erfolg vor seinen Eltern, die den Sohn schon im Himmel sahen, als neuen Papst oder zumindest als neuen Bischof. Der Bub wurde psychisch schwer krank, lebensunfähig
Er wohnt jetzt in einem Haus mit "Betreutem Wohnen" und will keine normale Wohnung !
Da kommt täglich eine Frau und führt seinen kleinen Haushalt.
Ein lieber Kerl, absolut ehrlich (stiehlt nicht), absolut gewaltlos, raucht nicht, säuft nicht (trinkt einmal pro Woche beim Studentenstammtisch ein wenig Bier), arbeitet brav als Eisenbieger (das hat er gelernt, als er das Studium abbrach), wurde dann Lastwagenfahrer, nimmt kein Rauschgift, ist aber wie gesagt lebensunfähig
Er kann nicht zusammenräumen, Geschirr waschen, Wäsche waschen, seine Post erledigen, seine Zahlungen fristgerecht durchführen. Ohne Betreuung würde er untergehen. Er schätzt seine Betreuung wie erwähnt sehr, und will keine normale Wohnung.

Andere leiden an Zwangsstörungen (haben fürchterliche Kontrollzwänge - ich kenne einen Mann, der mußte mitten im Urlaub 150 Km nach Hause fahren um zu kontrollieren, ob er den Kühlschrank zugemacht hat) oder an Messing oder Messie. Auch das ist eine fürchterliche psychische Krankheit. Der Mensch kann sich von nichts trennen und nach einigen Jahren haust er in einer hoffnungslos überfüllten Wohnung !!! Meterhohe Stapel von alten Zeitungen, heillos gemischt mit wichtigen Dokumenten, alten Familienphotos - aber auch massenhaft Reklamematerial, verdorbenen und übel riechenden Lebensmitteln, Mahnungen und unerledigter Behördenpost. Nach wenigen Jahren werden solche Menschen von ihren Nachbarn angezeigt - wegen Geruchsbelästigung, Ungeziefer, Seuchengefahr, Brandgefahr - und dann delogiert. Obdachlos!

All diese armen Menschen landen - wenn sie Glück haben - bei Einrichtungen der Nächstenliebe
Sie brauchen viel Zuwendung, Liebe und Hilfe

Ehrenamtlich ist das nicht mehr zu bewältigen. Wenn da jemand auch nur einen Kranken betreut, ist da mit 1/2 Stunde am Tag nichts geholfen - da braucht es täglich mindestens 2 Stunden harte Arbeit. Hart, weil man sich ständig gegen dem Kranken durchsetzen muß (sinnlose Dinge wergwerfen ist ein dauernder Kampf) und den Kranken zur Beantwortung seiner Post zu motivieren, ist ein täglicher Kampf gegen Windmühlen. Während er einen Brief beantwortet, treffen drei andere ein! Und das Beantworten ist oft unmöglich, denn da würde er den Versicherungsvertrag benötigen, der irgendwo unauffindbar unter den Müllbergen liegt . . . muß neu angefordert werden . . . und währenddessen kommen 10 andere Briefe und Mahnungen usw.
Das ist täglich zweistündige Sozialarbeit pro Patient. Und der Helfer (egal unter welcher Bezeichnung er tätig ist) muß ja auch von was leben, seine Miete bezahlen, Heizung, Strom, Gas, Essen, Kleidung, Medikamente usw.
Kein Mensch kann heute neben der Arbeit zwei Stunden täglich unbezahlt arbeiten - denn das Arbeitsleben ist extrem hart geworden (Pendeln, lange Abeitszeit durch Überstunden) und da ist jeder am Abend erschöpft !!!

Erst wenn der Helfer bezahlt wird, kann er die Arbeitszeit in seinem Hauptberuf zu Gunsten seines Kranken kürzen

Eine minimale Bezahlung muß daher sein. Zumindest in Höhe einer Putzfrau. Somit mindestens 10 € in der Stunde netto
Mit zwei Mal 1/4 Stunde Wegzeit (hin und zurück) und 2 Stunden Arbeitszeit ist das 2,5 Stunden täglich oder mindestens 50 Stunden monatlich, somit 500 € monatlich
Das kann so ein Arbeitsloser nie bezahlen - also sollte der Staat oder seine Religionsgemeinschaft zahlen !

Jedenfalls lieben diese Kranken ihre Helfer. Denen ist es egal, ob Du ein Religionsstudium hast und weißt daß Moses sagte daß man Fleisch nicht in Milch kochen darf und daß man Ehebrecherinnen steinigen soll und welche Responsen Rabbi Maimonides an Pharisäer und Sadduzäer schrieb und was das Konzil von Trient sagte
Diese Kranken schätzen Deine Nächstenliebe

Und ich kenne einen Sozialfall, der einen Waschzwang hat. Wenn Taubenfedern seine Kleidung berühren oder berührt haben könnten, muß er sofort Heim gehen und die Kleidung waschen. Oft bildet er sich das nur ein, er sitzt auf einer Parkbank und redet sich krankhaft ein, daß da Taubenfedern herumlagen und ihn verschmutzten oder daß bei Regen etwas Taubenkot vom Fensterbrett auf seinen Kopf getropft ist. Da er sofort heim muß, verlor er jede Arbeit durch diese Spinnerei

Unglaublich, wieviele psychische Krankheiten es gibt.
Schau nach: ICD
Eine lange Liste von Krankheiten mit genauen Beschreibungen. Von der UNO gemacht, genauer gesagt von der WHO

Ich kenne eine junge Frau, die die Ziffer 4 nicht erträgt. Wenn der Autobus einen Vierer im Kennzeichen hat, kann sie nicht einsteigen. Kommt daher zu jeder Arbeit zu spät, wurde arbeitslos und dann nach einigen Jahren obdachlos

All diesen vielen Menschen soll geholfen werden. Der Psychiater verordnet denen irgendwelche Tabletten (Psychopharmaka) um den Leidensdruck zu mindern, aber das Chaos und die Obdachlosigkeit bleibt bestehen - hier sind Helfer erforderlich !

Praktische Hilfe im Alltag - Alltagsbegleiter wenn man so will

Die Berufsbezeichnungen sind wenig präzis, da jeder alles können muß

Leider ist das bei den Nicht Ehrenamtlichen ein hart umkämpfter Markt !
"Die Heimhilfe darf keine Glühbirne tauschen - da muß der Elektriker gerufen werden"
Dadurch verarmen die Patienten im Sauseschritt.
Der Staat kommt ins Grundbuch der Eigentumswohnung (wegen Hartz 4) und dann geht es schnell bergab. Ist die Eigentumswohnung aufgebraucht ("verzehrt"), dann droht der Umzug und die - vergebliche - Suche nach einer Mietwohnung. Vergeblich, da für Arbeitslose unleistbar
Sind ja schon für Gutverdiener unleistbar

Zuerst kommt eine Heimhilfe für 30 Minuten zum Betten machen und verrechnet zusätzlich 30 Minuten Wegzeit
Dann kommt eine Putzfrau für 2 Stunden und verrechnet zusätzlich 30 Minuten Wegzeit
Dann kommt eine Pflegerin für 30 Minuten zur Körperpflege und verrechnet zusätzlich 30 Minuten Wegzeit
Dann kommt eine diplomierte Krankenschwester für 30 Minuten zum Medikamenten einschachteln und verrechnet zusätzlich 30 Minuten Wegzeit
Dann kommt ein Handwerker (zB Elektriker zum Glühbirnenwechsel weil das die anderen nicht dürfen) für 5 Minuten und verrechnet zusätzlich 30 Minuten Wegzeit
Zahlen muß diesen bürokratisch gesteuerten IRRSINN der Kranke

Ehrenamtliche sind da flexibler. Da gibt es die Trennungen zwischen den Berufen nicht.
Wenn eine Tochter ihre kranke Mutter pflegt, tut sie Fieber messen, Bett machen, kochen, füttern, einkaufen, Geschirr waschen, Wäsche waschen, Staubsaugen, in die Apotheke gehen, Körperpflege, Medikamente einschachteln, Glühbirnen wechseln
Das ist der riiesige Vorteil der Ehrenamtlichen
Aber sie sind zum Hungertod verurteilt

Das ganze System funktioniert nicht mehr. Man sagt dazu "Pflegemisère" #

Die Probleme sind so gewaltig und vielschichtig, daß sich kein Politiker darüber traut
Die Politiker versuchen nach Kräften zu verharmlosen, den Irrsinn schön reden, leugnen, Dampf plaudern, Schaum schlagen 

Ich kenne genug Leute in der Pflege (Ehrenamtliche und Hauptberufliche) die von der Politik in ihren Nöten allein gelassen werden.
Und die Kranken werden auch allein gelassen. Viele liegen oft tagelang in Urin und Kot

Da braucht es Helfer, die zupacken können und keine Kirchentheoretiker

--

Wenn Du schreibst, daß Du die Bibel nicht ganz verstehst, so kann ich Dir sagen, daß ich glaube daß kein einziger Mensch auf der Welt die Bibel völlig versteht. Nicht einmal der Papst

Die Bibel ist ein Buch voller Widersprüche und Ungereimtheiten. Ich gaube, daß zu 80 % Sprachschwierigkeiten Schuld sind. Jahrtausende alte Texte aus der orientalischen Begriffswelt sind eben kaum zu übersetzen
Viele biblische Wörter haben eben eine ganz andere Bedeutung (Multivalenz) und so wird das Ganze zur hilflosen Raterei

Den Kranken interessiert es nicht, ob altgriechisch Angelos im konkreten Fall Malach (hebr. König, Diktator, Gangsterboß, Clanchef, Stammeshäuptling, Räuberhauptmann oder Spion) oder Wächter oder Bote oder Unsterblicher bedeutet

Der Kranke registriert Deine liebevolle Mühewaltung und verehrt Dich insgeheim

Wenn Du ihm dann sagst "Jesus liebt dich", dann ist das religiöse Aussage genug

Ich wünsche Dir bei Deinem zukünftigen Lebensweg das allerbeste
Zitieren
#13
Danke. Mit psychischen Krankheiten kenne ich mich sehr gut aus, bin selbst Schizophren, War im Krankenhaus und habe dabei viele weitere Kranke kennen gelernt. Auch durch meine Tätigkeit als Hilfsaumoniere lernte ich weitere psychisch kranke kennen.
Mir ist es wichtig, Obdachlosen zu helfen. Leider kann ich den Meisten kein Geld geben, da sie es versauen und danach teilweise sogar aggressiv werden. Aber ich kaufe immer die Obdachlosen Zeitschrift. Manche bekommen auch Geld von mir.

Bei Emmaus kochen und backen wir manchmal für Obdachlose, oder wir spenden Schlafsäcke. Einmal im Jahr spenden wir zwei Kontainer nach Afrika.

Hier arbeiten nur Leute aus schwierigen sozialen Verhältnissen und es ist ganz ganz toll hier. Als SchizophrenE bin ich froh um meinen Arbeitsplatz - ich bin auch fleißig -, aber es fehlt mir, Gott unter die Menschen zu bringen.

Das wäre mir doch ein großes Anliegen.
Zitieren
#14
Erina Schutorfki schrieb:Als SchizophrenE bin ich froh um meinen Arbeitsplatz - ich bin auch fleißig -, aber es fehlt mir, Gott unter die Menschen zu bringen.

Das wäre mir doch ein großes Anliegen.

Sicherlich! 
Du erwähnst auch die Kirche. Nun, ich finde dass die Kirche nicht ein besonders gutes Beispiel abgibt, was ein gutes Verhältnis zwischen Maria und Martha angeht. Maria, also die Innerlichkeit, sollte bekanntlich an erster Stelle stehen, wogegen für mein Gefühl die (kath.) Kirche Martha bevorzugt.
Zitieren
#15
(16-02-2020, 10:13)Erina Schutorfki schrieb: Bei Emmaus kochen und backen wir manchmal für Obdachlose, oder wir spenden Schlafsäcke. Einmal im Jahr spenden wir zwei Kontainer nach Afrika.

Schlafsäcke containerweise nach Afrika zu versenden halte ich für ebenso sinnvoll, wie Kühlschränke in die Arktis zu den Inuit zu schicken . . . Icon_cheesygrin
Oder wie Eulen nach Athen zu tragen

Warum sollten Obdachlose aggressiv werden, wenn sie Geld bekommen ??
Mir erschließt sich das nicht
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Theologie studieren mit Realschulabschluss bergthäus 3 2283 11-05-2017, 07:25
Letzter Beitrag: Sinai
  Religion studieren als Agnostiker? TimmyTim 29 24558 26-01-2009, 08:33
Letzter Beitrag: Fritz7

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste