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Schwere Kritik an österreichischer Bundesregierung durch die Zeitung "Standard"
#1
"Der Standard" ist laut Wikipedia eine "österreichische Tageszeitung mit linksliberaler Ausrichtung"

"Der Standard" schreibt heute bereits sehr regierungskritisch. Auch auf die Gefahr hin, dass versucht wird, das als "Panikmache" zu desavouieren, gebe ich den heutigen Artikel wider!


Regierung und Opposition: Türkis-grünes Drüberfahren
derstandard.at › Diskurs › Kommentare
vor 56 Minuten

"Obwohl die Koalitionsparteien von der Opposition verlangen Entscheidungen mitzutragen, wird sie wenig eingebunden
Die Regierung stellt sich den "Nationalen Schulterschluss" offenbar ziemlich angenehm vor: Die Ministerien legen dem Parlament Gesetze vor, dort werden sie von allen Parteien abgenickt. Die Politik hat zwar lange Zeit Einigkeit bewiesen, alle folgten dem Krisenmanager Sebastian Kurz. Aber auf Dauer funktioniert das so nicht. Wer nimmt, muss auch etwas geben. Das beachten die Koalitionsparteien zurzeit aber nicht.
Von einigen Ansagen wurden die Oppositionsparteien überrumpelt: So erfuhr FPÖ-Chef Norbert Hofer aus den Medien von der geplanten Maskenpflicht in Supermärkten. Die Neos wussten am Donnerstag nicht, worauf einige Passagen im neuen Corona-Sammelgesetz hinauslaufen.
Allein die Bündelung der Maßnahmen in solchen Sammelgesetzen ist problematisch, erlaubt sie den Abgeordneten kein differenziertes Abstimmungsverhalten. Außerdem wurde bisher kein einziger Antrag der Oppositionsparteien angenommen – zumindest formell. Tatsächlich wurden einige Ideen von SPÖ, FPÖ und Neos mit einiger Verzögerung als Regierungsinitiativen präsentiert. Das bestärkt das Gefühl, dass ÖVP und Grüne den anderen Parteien nicht gönnen, auch mit guten Ideen in der Krise zu punkten.
Das ist kleingeistig: Jede Partei kann etwas beitragen, vor allem SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ist eine ausgewiesene medizinische Expertin. . ."
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#2
(03-04-2020, 20:11)Sinai schrieb: "Der Standard" schreibt heute bereits sehr regierungskritisch. Auch auf die Gefahr hin, dass versucht wird, das als "Panikmache" zu desavouieren, gebe ich den heutigen Artikel wider!

Hast Du eigentlich keinerlei Gespuer dafuer, zwischen Panikmache und anderen politischen Ueberlegungen zu unterscheiden?
Keine Bange, eine Antwort ist nicht noetig; das war eine rhetorische Frage.


Die Kritik bezieht sich dabei uebrigens offensichtlich nicht auf die Massnahmen selbst.
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#3
(03-04-2020, 20:27)Sinai schrieb: Das hat ein Gschmäckle einer Bananenrepublik, über die Opposition drüberzufahren

Wenn zwei Parteien im Nationalrat so tun, als wären sie die einzigen Parteien im Lande, dann erzeugt das Unmut. Der österreichische Qualitätsjournalismus (Standard) übt bereits Kritik

OppositionspolitikerInnen von im Nationalrat vertretenen Parteien Informationen vorzuenthalten (siehe den zitierten Standard-Artikel) ist kein guter Dienst an der Demokratie

Besonders schlimm finde ich die folgenden zwei Punkte:

"Allein die Bündelung der Maßnahmen in solchen Sammelgesetzen ist problematisch, erlaubt sie den Abgeordneten kein differenziertes Abstimmungsverhalten."
Dadurch, dass man allerlei Maßnahmen (gute und schlechte) in EINEM Antrag abstimmen läßt, sind Abgeordnete vor die Wahl gestellt friß oder stirb. Ein differenziertes Abstimmungsverhalten ist für die Nationalratsabgeordneten dadurch nicht möglich.

"Das ist kleingeistig: Jede Partei kann etwas beitragen, vor allem SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ist eine ausgewiesene medizinische Expertin."
Gerade diese Seuchenexpertin (Medizinstudium in Wien, Ausbildung zur Seuchenexpertin in London) wäre in der jetzigen Seuche extrem wertvoll - aber sie würde dem Gesundheitsminister (der laut Wikipedia ein Volksschullehrer ist) die Show stehlen und das wird mit allen Mitteln verhindert
Das ist wirklich kleingeistig

Ist ja ganz klar, diese international ausgewiesene Seuchenspezialistin spricht die Fachsprache von Fachärzten und verwendet Begriffe, die der Herr Volksschullehrer noch nie gehört hat
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#4
(03-04-2020, 20:11)Sinai schrieb: So erfuhr FPÖ-Chef Norbert Hofer aus den Medien von der geplanten Maskenpflicht in Supermärkten.

Es ist derselbe Herr Hofer, der, wie du offenbar auch, gegen die Diktatur, die Herr Orban derzeit in Ungarn einrichtet, nichts einzuwenden hat. Herr Hofer hat die Ausschaltung des Parlaments in Ungarn ausdrücklich als eine in diesen Zeiten gerechtfertigte Maßnahme bezeichnet.

Übrigens: Auch gegen die sich in Ungarn abzeichnende Diktatur hat "Der Standard" vor zwei Tagen angeschrieben. Das aber hast du praktischerweise  überlesen bzw. nicht zur Kenntnis genommen.
MfG B.
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#5
(03-04-2020, 20:43)Bion schrieb:
(03-04-2020, 20:11)Sinai schrieb: So erfuhr FPÖ-Chef Norbert Hofer aus den Medien von der geplanten Maskenpflicht in Supermärkten.


Nicht ich schrieb das, sondern die österreichische Tageszeitung "Der Standard":

(03-04-2020, 20:11)Sinai schrieb: Regierung und Opposition: Türkis-grünes Drüberfahren
derstandard.at › Diskurs › Kommentare
" . . . Von einigen Ansagen wurden die Oppositionsparteien überrumpelt: So erfuhr FPÖ-Chef Norbert Hofer aus den Medien von der geplanten Maskenpflicht in Supermärkten. Die Neos wussten am Donnerstag nicht, worauf einige Passagen im neuen Corona-Sammelgesetz hinauslaufen. . . "
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#6
Richtig. Du hast es aufgegriffen, um einen Hetzbeitrag abzusetzen. Die Diktatur in Ungarn ist dir keine Zeile wert.
MfG B.
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#7
Tja, wir verdanken die Nennung dieses Artikels, weil sich jemand Sorgen um die persoenlichen Befindlichkeiten der Herren Hofer und Kickl macht, seit sie von den Fleischtroegen abgehalten wurden? Es ist schon drollig.
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#8
In dem von mir in Beitrag # 1 zitierten Artikel aus der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" ist von SPÖ, FPÖ und Neos die Rede

Warum verschweigst Du das ?

Dass die Sozialdemokratin Frau Dr. Pamela Rendi-Wagner 1000 X mehr von Seuchen versteht, als der grüne Gesundheitsminister, ist leider wahr

Leider, leider . . .

Das Nachbarland von Deutschland ist nun mal Österreich - daher ist es so interessant

Denn wenn im Nachbarland Österreich die Seuche ausbricht, dann Gute Nacht Deutschland !
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#9
(03-04-2020, 22:01)Sinai schrieb: In dem von mir in Beitrag # 1 zitierten Artikel aus der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" ist von SPÖ, FPÖ und Neos die Rede

Warum verschweigst Du das ?

Weil ich nicht darueber geredet habe, warum der Standard den Artikel geschrieben hat (das habe ich oben schon eingeordnet), sondern darueber, warum Du ihn hier eingestellt hast.

Deine ploetzliche Liebe zu Pamela Rendi-Wagner, ueber die Du vorher nur Haeme und Spott ausgeschuettet hattest, ist sowieso merkwuerdig.

Und den Grund, den Du jetzt angefuehrt hast, tangiert der Artikel gar nicht. Kritik an den gesundheitsrelevanten Massnahmen selbst ist darin nicht zu finden.
Die SPÖ hat dann ja auch noch diverse Aenderungsvorschlaege in das Paket einbringen koennen (nichts davon betraf gesundheitsrelevante Punkte) und am Abend noch zugestimmt.
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#10
"Heute soll ein Gesetz durchs Parlament, das Qualitätsjournalismus benachteiligt."
Ein Kommentar von STANDARD-Chefredakteur Martin Kotynek

In Österreich scheint nicht alles in Ordnung zu sein . . .

Das Boulevard-Belohnungsgesetz der Regierung
derstandard.at › Diskurs › Kommentare
vor 17 Stunden
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#11
*https://www.derstandard.at/story/2000116477214/das-boulevard-belohnungsgesetz-der-regierung

Da steht aber nichts davon, dass Qualitätsmedien durch dieses Gesetz benachteiligt werden sollen, sondern dass Zeitungen im Allgemeinen Zuschüsse erhalten sollen, um jene, durch die Corona-Krise wegfallenden Werbeeinnahmen auszugleichen, mit denen diese Zeitungen sich in der Regel selbst finanzieren. Und das heißt etwas näher heran gezoomt, dass damit vor allem all jenen meist freien (freiberuflichen) Journalisten, ganz gleich welcher Qualität, unter die Arme gegriffen werden soll.

Kleine Zeitungsverläge können sich festangestellte Journalisten kaum leisten und was aber das Risiko mit sich bringt, dass die abgedruckten Nachrichtenbeiträge in ihren Zeitungen und Zeitschriften nicht immer frei von Desinformationen und Halbwahrheiten sind. Das liegt daran, dass Zeitungen sich vor allem über ihre sogenannten Schlagzeilen verkaufen... und die dann auch eine Geschichte brauchen, welche nicht selten zur Hälfte gar nicht so wirklich wahr ist.
In einigen Fällen auch überhaupt nicht.. Sogar große Zeitungen, die als Qaultitäts-Zeitungen gelten, haben immer wieder darunter zu leiden. Es gibt also keine Quailtäts-Zeitungen.. sondern nur verantwortungsbewusste und  weniger varantwortungsbewusste Journalisten. Letzter kann sich fast jeder leisten.. wenn nicht gerade eine Pandemie dei Werbeeinnahme einbrechen lässt.

 aber...*https://youtu.be/0ywXJBMFXCU
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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#12
@Sinai: Kommst Du Dir als Verteidiger des Standard nicht laecherlich vor? Als ob Du den je abonnieren wuerdest.

Die Regierung hat die Ausgleichszahlungen an Zeitungen wegen der ausbleibenden Werbeschaltungen an die Auflage genknuepft. Und da haben halt die Gratisblaettchen, wo die Artikel eigentlich nur die Werbung "verkaufen" wollen, ungleich hoehere Auflagen als die besseren Tageszeitungen wie halt der Standard oder die Presse. Dass der Standard sich hier benachteiligt vorkommt, liegt auf der Hand. Nur, was kuemmert's Dich eigentlich?

@Geobacter: In Oesterreich gibt's viele Werbeblaettchen, die umsonst verteilt werden, und wo Journalismus keine Rolle spielt. Die sind zum Teil nicht mal Mitglied im Presserat, weil sie mit oft sehr fragwuerdigen Schlagzeilen die Leute zum Zugreifen anregen wollen. Gerade diese Blaettchen sind es, die jetzt die Millionen zugeschoben bekommen, waehrend viele Tageszeitungen nur Peanuts abbekommen.
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#13
(04-04-2020, 00:25)Ulan schrieb: @Sinai: Kommst Du Dir als Verteidiger des Standard nicht laecherlich vor? Als ob Du den je abonnieren wuerdest.

Ich lese und zitiere täglich den Standard

(04-04-2020, 00:25)Ulan schrieb: In Oesterreich gibt's viele Werbeblaettchen, die umsonst verteilt werden, und wo Journalismus keine Rolle spielt. Die sind zum Teil nicht mal Mitglied im Presserat, weil sie mit oft sehr fragwuerdigen Schlagzeilen die Leute zum Zugreifen anregen wollen. Gerade diese Blaettchen sind es, die jetzt die Millionen zugeschoben bekommen, waehrend viele Tageszeitungen nur Peanuts abbekommen.

Wie dem auch sei. Jedenfalls schrieb "Der Standard" von einer Benachteiligung des Qualitätsjournalismus

Es erscheint auffällig, dass der Chefredakteur des Standard so etwas schreibt

So etwas schreibt ein Chefredakteur des Standard nicht unüberlegt aus einer Laune heraus; da dürften tatsächlich Verwerfungen vorliegen
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#14
(04-04-2020, 00:35)Sinai schrieb:
(04-04-2020, 00:25)Ulan schrieb: @Sinai: Kommst Du Dir als Verteidiger des Standard nicht laecherlich vor? Als ob Du den je abonnieren wuerdest.

Ich lese und zitiere täglich den Standard

Das hat nichts mit dem zu tun, was ich gesagt habe. Kannst Du nicht mal versuchen, richtig zu lesen?

(04-04-2020, 00:44)Sinai schrieb:
(04-04-2020, 00:25)Ulan schrieb: In Oesterreich gibt's viele Werbeblaettchen, die umsonst verteilt werden, und wo Journalismus keine Rolle spielt. Die sind zum Teil nicht mal Mitglied im Presserat, weil sie mit oft sehr fragwuerdigen Schlagzeilen die Leute zum Zugreifen anregen wollen. Gerade diese Blaettchen sind es, die jetzt die Millionen zugeschoben bekommen, waehrend viele Tageszeitungen nur Peanuts abbekommen.

Wie dem auch sei. Jedenfalls schrieb "Der Standard" von einer Benachteiligung des Qualitätsjournalismus

Es erscheint auffällig, dass der Chefredakteur des Standard so etwas schreibt

So etwas schreibt ein Chefredakteur des Standard nicht unüberlegt aus einer Laune heraus; da dürften tatsächlich Verwerfungen vorliegen

Nun, die Begruendung, warum er das schreibt, steht ja in meinem Beitrag, den Du zitiert hast.

Die Gruenen haben aufgrund der Kritik uebrigens eine Aenderung der Foerderungen erwirkt. Die neuen Zahlen sehen nun so aus:
*https://www.derstandard.at/story/2000116451364/corona-sonder-vertriebsfoerderung-fuer-kaufzeitungen-druck-foerderung-reduziert

Natuerlich sind die Boulevardzeitungen immer noch vorne, aber nicht mehr ganz so krass.
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#15
Ich wußte gar nicht, dass in Österreich Zeitungen Presseförderungen von der Regierung bekommen . . .
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